Sven Michel vom SC Paderborn im Luftkampf mit Kölns Daniel Flottmann. - © Marc Köppelmann
Sven Michel vom SC Paderborn im Luftkampf mit Kölns Daniel Flottmann. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn SC Paderborn sichert beim 1:1 gegen Fortuna Köln spät einen Punkt

Zltako Dedic erlöst die Ostwestfalen, die sich formverbessert präsentieren

Werner Schulte

Paderborn. Der Patient bemühte sich redlich, wurde am Ende aber nicht standesgemäß belohnt. Keine Frage, eine Woche nach der blamablen 0:6-Schlappe bei den Sportfreunden Lotte zeigte der SC Paderborn im Heimspiel gegen Fortuna Köln ein ganz anderes Gesicht. Am Ende sprang nach einer engagierten Vorstellung der Platzherren vor 3.709 Zuschauern in der Benteler-Arena zwar nur ein 1:1-Remis (0:1) heraus, aber immerhin. Im Vergleich zur Vorwoche war im ersten Spiel unter Interimstrainer Florian Fulland die von den Fans eingeforderte Trendwende durchaus erkennbar. Dennoch war dem SCP die Verunsicherung während der ersten 25 Minuten zunächst deutlich anzumerken. Aber dann ging allmählich die Post ab. Mit Marcus Piossek, Robin Krauße, Pascal Itter und Dino Medjedovic hatte Fulland völlig überraschend gleich vier neue Kandidaten in die Startelf berufen. Nachdem Hamdi Dahmani die Kölner in Führung geschossen hatte (19.), schienen die Gastgeber dann gewaltig aufzuwachen. Marc Vucinovic (33., 38.) und Sebastian Schonlau (42.) hatten allerdings nicht das nötige Glück im Abschluss. Auch im zweiten Durchgang wirkte der SC Paderborn weitaus giftiger als die Gäste aus Köln. Nachdem auch Sven Michel (51.) und der eingewechselte Zlatko Deidic (77.) den zu diesem Zeitpunkt hoch verdienten Ausgleich verpasst hatten, durfte dann vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit endlich gejubelt werden. Joker Dedic verwertete eine Hereingabe des ebenfalls eingewechselten Christian Bickel zum Endstand. Auch Fortunen-Coach Uwe Koschinat war anschließend heilfroh, „den 44-minütigen Paderborner Dauerdruck" mit nur einem Gegentor überstanden zu haben. Nach den „gefühlten 800 Chancen" war SCP-Innenverteidiger Sebastian Schonlau nach Spielende zwar „etwas enttäuscht, aber angesichts des kompletten Spielverlaufs haben wir heute einen Punkt gewonnen und nicht etwa zwei verloren".

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