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Klub-Gebäude: Das Trainings- und Nachwuchs-Leistungszentrum des SC Paderborn kann am Einweihungstag nicht besichtigt werden. - © Marc Köppelmann
Klub-Gebäude: Das Trainings- und Nachwuchs-Leistungszentrum des SC Paderborn kann am Einweihungstag nicht besichtigt werden. | © Marc Köppelmann

Kommentar Einweihungs-Tag beim SC Paderborn: Taktisch unklug

Verein verzichtet auf Tag der offenen Tür

Peter Hasenbein
22.04.2016 | Stand 22.04.2016, 12:51 Uhr |

Am Sonntag wird das Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum im Almepark-Nord offiziell eingeweiht. Schon der Name verrät's: Es ist kein Tag der offenen Tür. Das haben die Verantwortlichen offenbar nicht gewollt. Es gibt ein Rahmenprogramm zur Einweihung, man kann die Plätze besichtigen, aber nicht die Räumlichkeiten, wo sich die SCP-Profis umziehen. Mit Verlaub: Das ist ein Unding. Auch wenn "nur" die Plätze von der Stadt mit Millionenaufwand finanziert wurden und das Gebäude vom SC Paderborn. Eine solche Anlage muss den Bürgern der Stadt und der ganzen Region mit einem echten Tag der offenen Tür vorgestellt werden, der seinen Namen verdient. So wie es der Verein vor Monaten eigentlich auch angekündigt hatte. Selbst wenn die Stadt auf einen Tag der offenen Tür gedrängt haben sollte, nur der Verein am Ende nicht mitgespielt hat, dann hätte sich die Stadt durchsetzen müssen. Mit Besichtigungsmöglichkeit auf der gesamten Anlage. Da hilft auch nicht der Hinweis, dass am Sonntag noch Spielbetrieb herrscht. Da hilft auch nicht das Angebot, dass Führungen verlost werden und das Innenleben auf einer Großleinwand gezeigt wird. Fans hätten gern gewartet Warum haben die Verantwortlichen die Einweihung nicht auf einen Sonntag gelegt, an dem kein Spielbetrieb stattfindet? Genutzt werden Plätze und Gebäude eh schon seit Januar. Da hätte man die Gebäude auch im Mai oder Juni einweihen können, wenn die Fußballligen Pause haben. Die Profis wollen einen Schulterschluss mit den Fans, gerade in der jetzigen Schlussphase der Saison. Da hätten die Fans gern auch noch ein paar Wochen gewartet, um hinter die Kulissen der gesamten Anlage blicken zu können. Jetzt bleiben die Fans genau in den Räumlichkeiten ausgesperrt, die sie am meisten interessieren. Das ist taktisch höchst unklug.

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