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Vorfreude auf die Dienstreise nach Ostwestfalen: Münchens Cheftrainer Benno Möhlmann. - © dpa
Vorfreude auf die Dienstreise nach Ostwestfalen: Münchens Cheftrainer Benno Möhlmann. | © dpa

Paderborn Löwen-Coach Möhlmann tippt gegen den SC Paderborn im Scherz ein 4:4

Der Cheftrainer von 1860 München hegt angenehme Erinnerungen an die Ostwestfalen

Werner Schulte
26.11.2015 | Stand 26.11.2015, 11:55 Uhr

Paderborn. Rund 1.000 Erst- und Zweitligaspiele hat Benno Möhlmann als Fußballprofi und Trainer inzwischen auf dem Buckel. Just vor wenigen Wochen trat der 61-Jährige am 6. Oktober beim TSV 1860 München die Nachfolge von Torsten Fröhling an. Inzwischen hat er den vormals allzu zahmen Löwen, die am kommenden Samstag beim SC Paderborn gastieren (13 Uhr, Benteler-Arena), neuen Biss verpasst. Das zum Amtsantritt magere Sechs-Punkte-Konto erhielt binnen kurzer Zeit erklecklichen Zuwachs. Mit aktuell 13 Zählern ist die Lage des Tabellen-16. längst nicht mehr aussichtslos. Dessen Cheftrainer erwartet an diesem 16. Zweitliga-Saisonspieltag ein Duell auf Augenhöhe. Über die jeweiligen Stärken und Schwächen der eigenen Elf sowie des Kontrahenten verliert Möhlmann im Vorfeld aber kein Sterbenswörtchen. Zu diesem Thema könne er partout keine "fundierten Sätze" abliefern, "da muss ich leider passen", sagt er mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. Ansonsten attestiert die Trainer-Ikone beiden Teams, die gut und gerne noch "fünf bis zehn Plätze höher spielen können" eine gehobene Qualität. Insbesondere der SCP habe sein "gutes Potenzial" in jüngster Vergangenheit schon mehrfach unter Beweis gestellt, begegnet Möhlmann dem Tabellen-15., "der sich bislang vielleicht auch unter Wert verkauft hat", vor dem Anstoß mit einigem Respekt. Den hegt er übrigens auch vor Stefan Effenberg, dessen "Karriere als Spieler ich natürlich auch schon aufmerksam verfolgt habe". Schon frühzeitig habe er dabei "den Eindruck gewonnen, dass der Effe einer von denen ist, die auch solides Rüstzeug für eine Trainerkarriere mitbringen könnten", stellt Münchens Chefcoach seinem rund 14 Jahre jüngeren Kollegen ein durchaus respektables Zeugnis aus. Vor seinem jetzt anstehenden sechsten Pflichtspiel als Löwen-Verantwortlicher hat Benno Möhlmann die Region Ostwestfalen noch immer in "recht angenehmer Erinnerung". Besonders die Saison 2002/03, "in der ich mit Arminia in der 1. Liga gespielt habe", lässt ihn nach wie vor ein wenig ins Schwärmen geraten. Ein Happy End gab?s damals leider nicht. Am 34. Spieltag verloren die Bielefelder das entscheidende Heimspiel gegen Hannover 96 mit 0:1 und stiegen als Tabellen-16. anschließend "sehr, sehr unglücklich" wieder ab. Über diesen Betriebsunfall "ärgert" sich Möhlmann auch heutzutage noch merklich. Bei seiner Rückkehr ins Ostwestfälische könnte er sich am kommenden Samstag mit einem Remis offenkundig recht gut anfreunden. "4:4", beantwortet er lächelnd die Frage nach seinem ganz persönlichen Tipp und ergänzt scherzhaft, dass "aber auch ein 8:8" womöglich nicht ganz so schlecht wäre.

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