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Teure Technik: Die Rasenheizung musste umgeplant werden. Auf diesem Foto des Profiplatzes sind die Rohre zu erkennen, durch die später Wasser und Glykol fließen werden. Im Hintergrund steht das Funktionsgebäude. - © Marc Köppelmann
Teure Technik: Die Rasenheizung musste umgeplant werden. Auf diesem Foto des Profiplatzes sind die Rohre zu erkennen, durch die später Wasser und Glykol fließen werden. Im Hintergrund steht das Funktionsgebäude. | © Marc Köppelmann

Paderborn Trainingzentrum des SC Paderborn wird teurer

Stadt kalkuliert Mehrkosten von 100.000 Euro / Bau der Plätze liegt im Zeitplan / Funktionsgebäude vom Feinsten

Jochem Schulze
19.11.2015 | Stand 19.11.2015, 10:47 Uhr

Paderborn. Das Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum der Stadt Paderborn im Almepark-Nord wird teurer als geplant. Das teilte Frank Becker bei einer Besichtigung durch den Sportausschuss mit. Der Leiter des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen sprach von Gesamtkosten in Höhe von 4,1 Millionen Euro. In den städtischen Haushalt sind aktuell 4 Millionen Euro eingestellt. "Die Steigerung hat ihre Gründe", sagte Becker. Der berichtete, dass ein ursprünglich geplanter Brunnen zur Wasserversorgung aufgrund der schlechten Wasserqualität nicht in Betrieb genommen werden konnte. Zudem mussten zusätzliche 6.000 Kubikmeter Mutterboden, die bei der Nivellierung der insgesamt vier Plätze angefallen waren, entsorgt werden. Auch die Rasenheizung, bei der umgeplant werden musste, geht ins Geld. Das als Frostschutzmittel verwendete Glykol ist teuer und verschlingt einen hohen fünfstelligen Betrag. "Wir haben hier zusätzlich investiert. Das Geld wird sich jedoch über die niedrigeren Betriebskosten amortisieren", sagte Becker. Der geht davon aus, dass die Freianlage wie ursprünglich geplant bis zum 20. Dezember fertiggestellt werden kann. "Wir sind im Zeitplan. Nur bei den Ballfangzäunen hinken wir zwei Wochen hinterher", erklärte der Amtsleiter und freute sich darüber, dass die Saat auf dem Naturrasenplatz für den Nachwuchs aufgrund der zuletzt freundlichen Witterung gut aufgegangen ist. Der Kunstrasenplatz für die Youngster ist komplett fertig. Den zwei Plätzen für die Profis fehlt nur noch die Rollrasendecke. Das Grün soll zu Beginn der kommenden Woche verlegt werden.Erstligajahr als Grundlage Das vom SC Paderborn geplante und finanzierte Funktionsgebäude liegt ebenfalls im Zeitplan. Der Kostenansatz von 3,9 Millionen Euro wird eingehalten. "Ohne das Jahr in der 1. Liga hätten wir das Projekt nicht realisieren können", sagte Martin Hornberger den Mitgliedern des Sportausschusses. Der SCP-Vizepräsident führte durch das Gebäude. Das ist vom Feinsten. Herzstück ist ein hochmoderner Kraft- und Stabilitätsraum. Für die Profis wird ein großzügiger Lounge-Bereich errichtet. Die Möbel in der Umkleide sind maßgefertigt. Dem Zweitliga-Klassenerhalt steht also nichts im Wege.

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