Feiert ein Wiedersehen: Neuzugang Niklas Hoheneder trifft am Freitag auf seinen Ex-Verein Rasenballsport Leipzig. - © Marc Köppelmann
Feiert ein Wiedersehen: Neuzugang Niklas Hoheneder trifft am Freitag auf seinen Ex-Verein Rasenballsport Leipzig. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Hoheneders Gastspiel in der künftigen Wahlheimat

Paderborns Innenverteidiger hat sich privat für Leipzig entschieden

Paderborn. Nicht selten haben im Leben Dinge zwei Seiten. Das trifft in diesen Tagen auch auf Niklas Hoheneder zu. Der Fußballprofi reist am Donnerstag mit dem Kader des SC Paderborn zum Auswärtsspiel nach Leipzig. Dort wird am Freitag um 18.30 Uhr in der Red Bull Arena die Partie des 6. Spieltages gegen Rasenballsport Leipzig angepfiffen.

Und genau bei diesem Verein hat der 29-Jährige die letzten drei Jahre unter Vertrag gestanden, bis er in diesem Sommer an die Pader wechselte. Hoheneder spielt also mit seinem neuen Klub bei seinem Ex-Verein vor.

Für den gebürtigen Österreicher ist es deshalb ein ganz besonderes Spiel, „auf das ich mich freue, weil ich in Leipzig eine schöne Zeit verbracht habe“, sagt er. Damit meint er den sportlichen Bereich, „der für mich mittlerweile ein abgeschlossenes Kapitel ist.“

Seit vier Wochen Vater

Ganz anders allerdings verhält es sich mit dem privaten Bereich, dem anderen Teil dieser Geschichte. Der ist längst nicht abgeschlossen. Er hat in diesen Tagen eigentlich erst richtig begonnen. Denn wenn der aus dem österreichischen Linz stammende Fußballer einen kurzen Blick in die Zukunft wirft, dann ist die Stadt Leipzig der Ort, die für Hoheneder nach seiner Karriere zum Lebensmittelpunkt werden soll und wohl auch werden wird.

Der Grund dafür hat zwei Namen: Freundin Susann und Töchterchen Hilda. Gerade mal vier Wochen jung ist der Nachwuchs, der in den letzten drei Wochen schon ein wenig ostwestfälische Luft atmen durfte. Wegen der anstehenden obligatorischen Untersuchungen hat er Freundin und Tochter aber am letzten spielfreien Wochenende wieder nach Leipzig gebracht. „Der Abschied am Sonntag war dann schon herzzerreißend“, gibt der junge Papa zu. Als er Hilda abends Schlafen gelegt habe, „ist mir schon klar geworden, dass ich die zwei so schnell wie möglich wieder nach Paderborn holen muss.“

Nun aber steht erst einmal wieder der sportliche Teil im Fokus, „bei dem wir wieder dahin kommen müssen, wo wir beim Sieg in Düsseldorf schon mal waren“, bewertet Hoheneder nicht alles als schlecht, was anschließend passierte. „Wir haben in Kaiserslautern gut gespielt. Auch gegen Bielefeld hat uns nur etwas Glück gefehlt. Wir sind jetzt auch nicht total verunsichert und auswärts tun wir uns aktuell scheinbar ohnehin ein wenig leichter“, bilanziert er.

Sicher in der Defensive stehen und Leipzig ärgern, lautet sein Plan. Seine neue Leipziger Familie wird live dabei sein. „Vorher und nachher werde ich für die wohl ein wenig Zeit haben, im Spiel aber nicht“, hält Hoheneder das Sportliche und Private strikt auseinander.

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