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Chris Löwe (rechts) trifft zum 1:0, Lukas Kruse hat keine Chance mehr. - © Getty
Chris Löwe (rechts) trifft zum 1:0, Lukas Kruse hat keine Chance mehr. | © Getty

SC Paderborn SCP scheitert in Kaiserslautern und verliert 0:1

Torwart Lukas Kruse kann eine höhere Niederlage verhindern

Julia Fahl
24.08.2015 | Stand 24.08.2015, 22:52 Uhr |

Kaiserslautern. Eine klare Mission wollte der SCP im Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern verfolgen: Wiedergutmachung für die 0:6-Pleite gegen den SV Sandhausen. Doch daraus wurde nichts. Der Erstliga-Absteiger kommt weiterhin nicht in Schwung - und der 1. FC Kaiserslautern tütete in einem erschreckend schwachen Spiel einen 1:0-Arbeitssieg ein.

Zwar starteten die Ostwestfalen schwungvoll ins Spiel - allerdings erst einmal nur durch die Defensivreihen. Der SCP bestritt die Zweikämpfe im Mittelfeld mit Biss, gewann auch die wichtigen. Aber es reichte nicht für einen Abschluss.

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Saglik fasste sich zu Beginn mal ein Herz und sah die Lücke: Aus 24 Metern peitschte er das Leder auf den Kasten. Der Ball segelte auf das Tor, Keeper Müller musste unorthodox mit dem Fuß klären und wirkte dabei unsicher.

Glück für Kaiserslautern

Dann die erste Chance für Kaiserslautern: Just in der Sturm- und Drangphase der Ostwestfalen verursachte Stoppelkamp einen Foulelfmeter - und der wurde genutzt: Chris Löwe brachte die Gastgeber in der 15. Minute mit 1:0 in Führung. Lukas Kruse hatte keine Chance.
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Wie kamen die Ostwestfalen mit diesem Rückschlag klar? Zwar spielte die Mannschaft auch nach dem 1:0 weiter nach vorne. Trotzdem sahen die Fans bei beiden Mannschaften viele Fehlpässe, Abseitsstellungen und Fouls.

Und dann musste Heinloth, der scheinbar im Rasen hängen geblieben war, in der 36. Minute das Feld auch noch verletzt verlassen. Für ihn kam Sebastian Schonlau. In der Innenverteidigung gehen Trainer Gellhaus mehr und mehr die Optionen aus.

Schwaches Niveau

Als beide Teams zur Halbzeit das Spielfeld verließen, wurden sie mit gellenden Pfiffen der Fans bedacht. Zu viele technische Probleme. In der Folge blieben große Chancen auf beiden Seiten aus.

Nach der Pause wechselte Kaiserslautern: Für Patrick Ziegler kam Neuzugang Antonio Colak.

In der 52. Minute hatte Koc das 1:1 auf dem Fuß. Er zog von rechts in den Strafraum - aber peitschte nur in das Außennetz. Schade. Insgesamt blieb es eine schwache Partie mit einem überschaubaren Niveau. Beide Teams verloren nach wie vor zu leicht die Bälle, es fehlte an Tempo. Der Spielfluss konnte gar nicht richtig aufkommen.

Es wurde nicht gekuschelt auf dem Betzenberg

71. Minute: Gelbe Karte für Stoppelkamp nach einem Frustfoul an Zimmer. Kurz darauf wechselte der SCP. Für Dominik Wydra kam Christian Bickel. In der 75. Minute sah auch Hartherz Gelb, er echauffierte sich zu heftig.

Die Fouls mehrten sich, es wurde nicht gerade gekuschelt auf dem Betzenberg. Reizfigur Stoppelkamp ging in der 80. Minute, für ihn kam Vucinovic. Die dritte Rudelbildung auf dem Feld, weil Halfar durch Schonlau einen mitbekommen hatte. Letzterer kam allerdings ohne Gelbe Karte davon, weil Halfar doch recht leicht zu Boden gesunken war.

Dafür sah Ndjeng in der 83. Minute nach einem harten Luftkampf mit Przybylko Gelb.

Kurz vor Schluss schließlich noch die Torchance für Kaiserslautern: Zimmer jagte den Diagonalpass perfekt zu Przybylko, der frei vor Kruse an einem grandiosen Reflex scheiterte. Der SCP-Keeper lenkte mit seinen Fingerspitzen den Ball neben den Pfosten.

Es blieb bei dem 1:0, Kaiserslautern klettert vorerst auf Rang vier und kann sich nun auf den nächsten Gegner vorbereiten. Die Pfälzer müssen am Freitag in Heidenheim vorspielen. Paderborn leistete sich einen klassischen Fehlstart und rangiert nun vor dem OWL-Derby am Samstag auf Rang 15.

Die Paderborner versuchten, das Positive aus der erneuten Niederlage zu ziehen. „Meine Mannschaft hat heute auf jeden Fall ein gutes Spiel gemacht. Am Ende hat uns ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt“, sagte SCP-Kapitän Marvin Bakalorz. „Vielleicht fehlt uns im Moment das Quäntchen Glück.“

Kaiserslautern - SCP 1:0 (1:0)

Kaiserslautern: Marius Müller - Zimmer, Vucur, Heubach, Löwe - Karl, Jenssen (90.+2 Fomitschow) - Halfar (83. Deville), Ring, Ziegler (46. Colak) - Przybylko. - Trainer: Runjaic

Paderborn:

Lukas Kruse - Ndjeng, Heinloth (36. Schonlau), Ruck, Hartherz - Wydra (72. Bickel), Bakalorz - Koc, Saglik, Stoppelkamp (80. Vucinovic) - Proschwitz. - Trainer: Gellhaus

Schiedsrichter:

Benjamin Cortus (Röthenbach)

Tore:
1:0 Löwe (15., Foulelfmeter)

Zuschauer:

27.803

Gelbe Karten:

Heubach, Ziegler (2), Halfar (2) - Stoppelkamp, Hartherz, Ndjeng