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Im Dauereinsatz: Manager Michael Born. - © Foto: Noah Wedel
Im Dauereinsatz: Manager Michael Born. | © Foto: Noah Wedel

SC Paderborn Interview mit Michael Born: "Kader ist konkurrenzfähig"

Paderborns Manager ist aber weiter auf Spielersuche

14.08.2015 | Stand 14.08.2015, 10:48 Uhr

Paderborn. Speziell für Manager Sport Michael Born sind die aktuellen Wochen beim Erstliga-Absteiger SC Paderborn bedingt durch zahlreiche Spielerwechsel sehr arbeitsintensiv. Im Gespräch mit Sportredakteur Hartmut Kleimann spricht er nach dem überraschenden Wechsel von Kapitän Uwe Hünemeier in dieser Woche nach England über den aktuellen Stand der Dinge.

Ist die Sorge der Fans über einen Ausverkauf beim SCP begründet?
MICHAEL BORN:
Nein. Ich denke, dass wir bis zum Ende der Transferperiode entsprechende Lösungen finden werden und zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Kader absolut konkurrenzfähig ist, wir ihn aber natürlich noch verstärken wollen.

Sie selbst schließen aber weitere Wechsel nicht aus. Wie ist der aktuelle Stand bei Spielern wie Rafa Lopez oder auch Moritz Stoppelkamp, denen ja Abwanderungsgelüste nachgesagt werden?
BORN:
Wir haben am Mittwoch noch ein längeres Gespräch mit Rafa Lopez geführt, in dem er sich klar zu Paderborn bekannt hat. Er will hier seinen Weg weitergehen und dafür auch alles tun. Das ist aber nur eine Momentaufnahme und Stand von heute. Wir haben im Fall Hünemeier gesehen, wie schnell so etwas gehen kann. Das kann morgen schon wieder ganz anders aussehen, wenn ein Spieler noch ein attraktives Angebot beispielsweise aus England bekommt. Mit Moritz Stoppelkamp gab es eine Geschichte mit einem Verein aus Russland. Dem haben wir aber eine Absage erteilt.

Wie viele Spieler werden Ihnen in diesen Wochen im Schnitt am Tag angeboten?
BORN:
Auf den verschiedensten Kanälen sind das bestimmt schon 40 bis 50 pro Tag. Wir legen dabei aber weiterhin Wert darauf, dass wir bei Verpflichtungen unserer Philosophie treu bleiben.

Kann man bei der Vielzahl der Angebote in der Kürze der Zeit alle Spieler wirklich ausreichend sichten?
BORN:
Wenn beispielsweise Spieler aus Brasilien dabei sind, ist das schwer. Wir haben aber eine klare Priorisierung und ich mache das auch nicht allein. Da sind auch alle Trainer und unser Scout Dr. Jörg Weber eingebunden.

Wie weit sind die Gespräche mit möglichen Kandidaten?
BORN:
Wir sind in guten Gesprächen, planen mehrgleisig und haben mehrere Optionen.

Namhafte Spieler springen angeblich ab, weil Paderborn gegenüber anderen Clubs weniger attraktiv erscheint. Aber Geld macht doch sexy und der SCP verfügt doch mittlerweile über bessere Möglichkeiten.
BORN:
Dabei geht es in erster Linie darum, wie Paderborn auf internationale Spieler wirkt. Wir haben mit einem Nationalspieler aus Südkorea verhandelt, aber er hat sich gegen uns entschieden, weil andere Vereine da schon eine größere Strahlkraft besitzen.

Wie froh sind Sie, wenn der stressige Monat August beendet ist?
BORN:
Ich sehe diese Zeit immer als eine große Herausforderung, entsprechend der geltenden Regeln im Profifußball und bei allen Rückschlägen ein gutes, konkurrenzfähiges Team zusammenzustellen. In den vergangenen Jahren ist uns das zumeist recht gut gelungen. Generell wird dabei immer eine 100 Prozent-Quote angestrebt, aber das schafft man nicht immer.

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