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SC Paderborn zu harmlos für die zweite Runde

1:2-Niederlage beim Zweitligisten RB Leipzig sorgt erneut für ein frühes Pokal-Aus

18.08.2014 | Stand 18.08.2014, 15:58 Uhr
Auch der eingewechselte Idir Ouali (links) konnte den SCP nicht mehr zum Sieg führen. - © FOTO: DPA
Auch der eingewechselte Idir Ouali (links) konnte den SCP nicht mehr zum Sieg führen. | © FOTO: DPA
SC Paderborn zu harmlos für die zweite Runde - © SC Paderborn
SC Paderborn zu harmlos für die zweite Runde | © SC Paderborn

Leipzig. Eine Woche vor dem Bundesligastart gegen den FSV Mainz 05 erhielt die beim SC Paderborn grassierende Euphorie einen Dämpfer. Im DFB-Pokal-Erstrundenspiel beim Zweitligisten RB Leipzig verlor der Erstliga-Aufsteiger gestern vor 25.432 Zuschauern in der Red-Bull-Arena mit 1:2 nach Verlängerung.

Nach dem SCP-Führungstreffer durch Süleyman Koc (27.) drehten Anthony Jung (43.) und Clemens Fandrich (109.) die Partie. Und so ist Paderborn einmal mehr frühzeitig aus dem Pokal ausgeschieden. Schon vor dem Anstoß hatte André Breitenreiter "ein Spiel auf Augenhöhe" auf der Rechnung. Eine Prognose, die sich über weite Strecken des äußerst kampfbetonten Spiels bewahrheiten sollte. Mit Moritz Stoppelkamp und dem Ex-Leipziger Stefan Kutschke stellte der SCP-Coach lediglich zwei Neuzugänge in die Startelf. Bei der taktischen Ausrichtung griff Breitenreiter aufs bewährte 4-1-4-1-System zurück.

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Wenn Paderborn nachsitzen muss

Angesichts der Pokalhistorie beider Teams war der gestrige Fight in der Arena Leipzig ein ungleiches Duell. Während der SC Paderborn in seiner Vereinsgeschichte bereits zum 24. Mal im DFB-Pokal antrat, nahmen die Leipziger erst den dritten Anlauf. Sein bislang erfolgreichstes Jahr hatte der SCP in der Saison 2004/05, als er im Achtelfinale gegen den SC Freiburg erst mit 3:6 nach Elfmeterschießen ausschied. Insgesamt scheiterten die Ostwestfalen sieben Mal nach einer Verlängerung und drei Mal im Elfmeterschießen.

Beim Versuch, die Bullen zu bändigen, kam Kutschke (13.) nach einer Flanke von Jens Wemmer erstmals gefährlich in die Nähe des gegnerischen Tores, aber Leipzigs Schlussmann Benjamin Bellot war einen Tick schneller. RB zeigte mehrfach Zug zum Tor, ohne die mit Glück und Geschick verteidigende SCP-Abwehr jedoch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Paderborn lauerte auf Konter und war effektiver.

Erneut nach Vorarbeit von Wemmer lenkte Keeper Bellot einen viel versprechenden Versuch von Moritz Stoppelkamp reaktionsschnell an die Querlatte (25.). Erst der Held, dann der Buhmann, denn mit freundlicher Unterstützung des Leipziger Torhüters, der 120 Sekunden später viel zu weit vor seinem Gehäuse postiert war, behielt Süleyman Koc den Überblick. Der SCP-Akteur traf mit einem Heber aus rund 40 Metern zur nicht unverdienten 1:0-Gästeführung. Beim Versuch, möglichst schnell nachzulegen oder die knappe Führung zumindest in die Pause zu retten, wurden die Ostwestfalen jedoch bei einer Standardsituation eiskalt erwischt. Zwei Minuten vor dem Wechsel fälschte Patrick Ziegler einen Freistoß von Anthony Jung für SCP-Torwart Lukas Kruse unhaltbar zum etwas überraschenden 1:1-Ausgleich ab.

Ein Treffer, der den Gastgebern nach Wiederbeginn zusehends Mut zu machen schien. Frech, mitunter aber auch planlos, spielten die Leipziger nach vorn, ohne gegen die sattelfeste Gäste-Abwehr jedoch wirklich für zählbare Gefahr zu sorgen. Doch auch Paderborn agierte in der Offensive zu harmlos und hatte lediglich eine Chance durch Stoppelkamp (71.), der aber übers Tor zielte. Doch letztlich blieb es eine ereignisarme zweite Halbzeit, so dass es nahezu zwangsläufig in die Verlängerung ging. In der passierte ebenfalls nicht viel - bis zur 109. Minute. Da nämlich setzte sich Joshua Kimmich auf der rechten Seite durch. Der RB-Akteur flankte nach innen, Jens Wemmer und Christian Strohdiek konnten nicht klären und der Leipziger Clemens Fandrich beförderte das Leder per Pike ins rechte Eck. Das Paderborner Pokal-Aus war besiegelt.

RB Leipzig - SC Paderborn 2:1 n.V. (1:1, 1:1)

Leipzig: Bellot - Teigl, Hoheneder, Sebastian, Jung - Khedira (101. Fandrich) - Demme, Kimmich - Kaiser (112. Willers) - Frahn (80. Morys), Poulsen

Paderborn: Lukas Kruse - Hartherz (110. Saglik), Hünemeier, Strohdiek, Jens Wemmer - Ziegler - Bakalorz (80. Rupp), Mario Vrancic - Koc (85. Ouali), Stoppelkamp - Kutschke

Tore: 0:1 Koc (27.), 1:1 Jung (43.), 2:1 Fandrich (109.)

Zuschauer: 24.348

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Gelbe Karten: Frahn, Khedira - Hartherz, Bakalorz, Ziegler, Strohdiek

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