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SC Paderborn: Demme trifft im DFB-Pokal mit RB Leipzig auf seinen Ex-Verein

Der Traum vom ersten Tor

13.08.2014 | Stand 13.08.2014, 12:31 Uhr
Der Traum vom ersten Tor - © SC Paderborn
Der Traum vom ersten Tor | © SC Paderborn

Leipzig/Paderborn. Ein böser Fluch lastet nach wie auf vor auf der an sich verheißungsvollen Fußballerkarriere. Darüber ärgert sich Diego Demme wohl selbst am meisten. Nach insgesamt 112 Zweit-, Dritt- und Regionalliga-Einsätzen für Arminia Bielefeld, den SC Paderborn und RB Leipzig fehlt in der vielversprechenden Erfolgs-Biographie nach wie vor das i-Tüpfelchen. Ein Tor war dem Mittelfeldspieler bislang noch nicht vergönnt. Zuletzt hat er im A-Juniorenalter für Arminia getroffen.

In einer besonders brisanten Begegnung startet der 22-Jährige am Sonntag den nächsten Versuch, dieses Manko endlich zu beheben. Ausgerechnet sein Ex-Verein SC Paderborn, den er während der Winterpause verließ und statt dessen kurzfristig nach Leipzig in die 3. Liga wechselte, bietet ihm angesichts der anstehenden DFB-Erstrundenpartie jetzt die nächste Zielscheibe (18.30 Uhr Red Bull-Arena). Hinter dem gebürtigen Herforder liegen turbulente Monate mit vormals ungeahnten Wechselbädern, die seine Gefühlswelt in dieser Zeit bestimmten.

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Auftaktspiel gegen Mainz ausverkauft

Das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 ist ausverkauft. Binnen weniger Minuten sind die restlichen frei verfügbaren Tickets für den Steh- und Sitzplatzbereich im online-Ticketshop verkauft worden. Für die Bundesliga-Premiere am Sonntag, 24. August 2014, 15.30 Uhr, sind somit keine Karten mehr verfügbar.


Der Ex-Paderborner Diege Demme (l.) hatte auch am ersten Zweitliga-Saisonspieltag 14/15 gegen den VfR Aalen, hier mit Jürger Mössmer, kein Schussglück. - © FOTO: IMAGO
Der Ex-Paderborner Diege Demme (l.) hatte auch am ersten Zweitliga-Saisonspieltag 14/15 gegen den VfR Aalen, hier mit Jürger Mössmer, kein Schussglück. | © FOTO: IMAGO

Zugunsten besserer Perspektiven, das Traumziel Erstliga-Aufstieg mit den Sachsen erheblich leichter als mit den Ostwestfalen erreichen zu können, kehrte er dem SC Paderborn spontan den Rücken. Nach einem Gespräch mit RB-Sportdirektor Ralf Rangnick sei er vom Konzept des Vereins auf Anhieb überzeugt gewesen, sagte Demme unmittelbar nach dem Wechsel. Das Happy End der Zweitliga-Saison 2013/14, das den SCP ins Oberhaus führte, ahnte zu diesem Zeitpunkt auch der Ex-Paderborner nicht. Also doch mit Zitronen gehandelt? Auf diese Frage hat Diego Demme ein entschiedenes Dementi parat.

"Ein kompletter Mittelfeldspieler"

"Geärgert habe ich mich wirklich nicht", versichert er vor dem "freudigen Wiedersehen mit meinen alten Kameraden". Statt dessen habe er sich für die Ex-Kollegen "über den verdienten Aufstieg wirklich gefreut". Schließlich habe er dem SC Paderborn sehr viel zu verdanken. Auch die Tatsache, dass ihn der Verein seinerzeit von Arminia weggelotst habe, zählt zu den unvergessenen Taten. Das klingt fast schon so, als habe man ihn im Januar 2012 aus einer ungeliebten Welt befreit.

Jedenfalls ist der Mittelfeldstratege inzwischen felsenfest überzeugt, mit der Fortsetzung seiner Laufbahn in Leipzig den nächsten Schritt in die richtige Richtung gewagt zu haben. Demme sei "ein kompletter Mittelfeldspieler", urteilt sein aktueller Trainer Alexander Zorniger. Einen festen Platz in der Startelf des Zweitliga-Aufsteigers hat sich Diego Demme quasi auf Anhieb erarbeitet. Was jetzt noch fehlt, ist das längst überfällige erste Pflichtspieltor als Profi-Fußballer.

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