Thomas Bertels liebt den FC Schalke und ist ein echter Spätstarter

Ein Königsblauer für Schwarz-Blau

28.01.2014 | Stand 28.01.2014, 15:35 Uhr |
Ein Königsblauer

für den SC Paderborn - © SC Paderborn
Ein Königsblauer
für den SC Paderborn | © SC Paderborn

Side. Thomas Bertels weist wahrlich nicht den typischen Karriereweg eines Fußballprofis vor. Mit 18 Jahren kickte er noch in den Niederungen der Lippstädter Kreisliga B für seinen Heimatverein TuS Ehringhausen.

Erst mit 24 Jahren unterschrieb der 1,93-Meter-Hüne beim SC Paderborn seinen ersten Profivertrag. Ungewöhnlich ist bei Thomas Bertels zudem die Tatsache, dass er auch ein leidenschaftlicher Fan ist. Denn die Liebe des gebürtigen Gesekers gehört dem FC Schalke 04.

In Mannschaftskreisen hört Bertels daher auf den Spitznamen "Schalke". "Den hat mir Bohne verpasst", berichtet der Anhänger der Königsblauen. Hinter dem Spitznamen "Bohne" verbirgt sich wiederum SCP-Teamkollege Daniel Brückner, mit dem Bertels auch in dieser Saison auf der linken Seite Gas gibt.

"Ich kann mir keinen besseren Mitspieler als Bohne vorstellen. Wir sind sehr gut befreundet und verstehen uns auch außerhalb des Platzes prima", sagt Bertels, der als gelernter Stürmer beim SC Paderborn umdenken musste. Denn der damalige SCP-Coach Roger Schmidt, der ihn 2011 vom SC Verl an die Pader gelotst hatte, schulte den Offensivmann zum Linksverteidiger um.

Das Experiment gelang: Bertels brillierte in seinem Debütjahr. "Dass ich in der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte so viele Spiele bestritten habe, macht mich heute noch stolz", sagt der 27-Jährige mit Blick auf die Spielzeit 2011/2012. In der aktuellen Serie beackerte Bertels derweil zumeist die offensive linke Seite.

Thomas Bertels kickt für den SC Paderborn und ist leidenschaftlicher Anhänger des FC Schalke 04. Hier bewundert der in Geseke-Ehringhausen geborene 27-Jährige die kunstvoll illuminierten Katakomben des Teamhotels im türkischen Side. - © FOTO: ANDREAS FRÜCHT
Thomas Bertels kickt für den SC Paderborn und ist leidenschaftlicher Anhänger des FC Schalke 04. Hier bewundert der in Geseke-Ehringhausen geborene 27-Jährige die kunstvoll illuminierten Katakomben des Teamhotels im türkischen Side. | © FOTO: ANDREAS FRÜCHT

"Es ist zwar eine blöde Floskel, doch sie trifft einfach zu: Mir ist egal, ob ich vorne oder hinten spiele. Hauptsache, ich stehe auf dem Platz", betont der gelernte Installateur, der in Ostwestfalen auch sein privates Glück gefunden hat. Im vergangenen Sommer heiratete Bertels seine Freundin Alicia, die aus Schloß-Holte kommt.

Hin und wieder zieht es den SCP-Profi aber in den Ruhrpott. Denn wenn es sich mit dem Zweitliga-Spielplan vereinbaren lässt, besucht Thomas Bertels Partien des FC Schalke. "Ich bin Schalker, seit ich denken kann. Meine ganze Familie ist königsblau. Ich habe 50 Freunde. Davon sind 49 Schalker – und einer ist leider Dortmunder", sagt der 27-Jährige, der einst fast bei seinem Lieblingsverein gelandet wäre.

Als 18-Jähriger absolvierte Bertels unter Trainer Mike Büskens ein Probetraining bei der U 23 des FC Schalke. Eine Verpflichtung kam aber nicht zustande. "Meine Lehre ging vor. Und damit habe ich auch alles richtig gemacht", urteilt der Ehringhausener. Den Traum, einmal in Diensten der Königsblauen zu stehen, hat Bertels aber nicht aufgeben, wenngleich es als Spieler nicht klappen dürfte.

"Aber ein Job als Jugendtrainer, das wär’s", erklärt der Schalke-Liebhaber, dessen ganze Konzentration aber nun erst einmal seinem aktuellen Arbeitgeber gilt. "Es gefällt mir beim SC Paderborn super. Und es ist hier für mich bislang perfekt gelaufen", schwärmt Bertels. Dessen Herz schlägt damit nicht nur für Königsblau, sondern längst auch für die SCP-Vereinsfarben Schwarz-Blau.

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