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Auf die Abwehr und Torhüter kommt es an: Bastian Räber muss um seinen Einsatz noch bangen. - © Eva-Lotte Heine
Auf die Abwehr und Torhüter kommt es an: Bastian Räber muss um seinen Einsatz noch bangen. | © Eva-Lotte Heine

Handball, 3. Liga Mit dieser "Rumpel-Combo" geht der TuS Spenge ins nächste Spiel

Der Handball-Drittligist hat vor dem Gastspiel bei der Ahlener SG erneut enorme personelle Probleme. Auch ein Torhüter wackelt noch.

Dirk Kröger
26.11.2022 , 13:00 Uhr

Spenge. Nur gut, dass Handball-Drittligist TuS Spenge vor Wochenfrist sein Heimspiel gegen ASV Hamm Westfalen II gewann und sich damit ein positives Punktekonto verschaffte. Zum Hinrundenfinale in der West-Staffel nämlich werden die Spenger am Samstag ab 19 Uhr vom westfälischen Konkurrenten Ahlener SG erwartet und sind einmal mehr nur Außenseiter. Das gilt vor allem, weil die personellen Probleme im Team von Heiko Holtmann einfach nicht abreißen wollen.

Schadensbegrenzung? Davon will der Trainer nichts wissen

Immerhin soll Mittelmann Fabian Breuer in den Kader zurückkehren, zudem besteht etwas Hoffnung auf einen Einsatz von Bjarne Schulz. „Beide sind aber sicher nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte“, weiß Holtmann, der in Ahlen nicht wie zuletzt zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einsetzen kann, denn die A-Jugend der JSG Lenzinghausen-Spenge spielt zeitgleich.

Zu allem Überfluss steht auch Marcel Ortjohann nicht zur Verfügung. Ersetzt werden müssen Sebastian Reinsch (der sich vor Wochenfrist erneut verletzte), Maximilian Schüttemeyer, René Wolff, Justus Aufderheide und Joshua Kern. Mit dabei sein werden erneut William Schläger und Ole Callenius aus der 2. Mannschaft sowie der reaktivierte Außen Christoph Harbert.

„Das ist schon eine Rumpel-Combo“, bestätigt der Coach. Angesichts der Voraussetzungen könnte davon ausgegangen werden, dass Spenge im Gastspiel beim Tabellenvierten lediglich auf Schadensbegrenzung aus sein wird. Aber das sieht Holtmann ganz anders. „Wir wollen etwas Zählbares mitbringen.“ Dabei sieht er den Gastgeber als „tolle Mannschaft“ an, die aber nicht immer konstant spiele. Zudem bescheinigt er dem westfälischen Rivalen, das höchste Tempo der Liga zu gehen. „Und der Ahlener Kader ist in Breite und Qualität so aufgestellt, dass die das Tempo auch durchhalten können.“

Muss Torhüter aus 3. Mannschaft aushelfen?

Deshalb setzen die Gäste, aktuell mit nur zwei Punkten weniger als die ASG auf Rang sechs notiert, auf die fehlende Konstanz Ahlens. „Da liegt unsere Chance, zumal unsere Deckung ja steht“, sagt Holtmann. Wichtig ist für ihn, dass das eigene Team die leichten Fehler minimiert. „Wir brauchen zudem eine überragende Torwart-Leistung“, nennt Holtmann einen weiteren Faktor auf dem Weg zur Überraschung.

Da aber könnte bei Spenge die nächste Baustelle entstehen, denn Bastian Räber, der gegen Hamm eine starke Leistung zeigte, ist erkältet. Sollte er ausfallen, würde im alten Westfalenderby Fynn Nikolaus aus der 3. Mannschaft zweiter Schlussmann neben Kevin Becker sein.

Ein Punktgewinn oder gar ein Sieg in Ahlen wäre nicht nur tabellarisch für die Holtmann-Schützlinge enorm wertvoll, sondern auch fürs Selbstbewusstsein. Dafür aber müsste am Samstag Abend schon alles passen.

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