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Mit Pokalen und Blumen: KSB-Präsident Ulf Dreier (v. l.) und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Herford, Werner Seeger sowie Landrat Jürgen Müller (r.) und Thorsten Gerhold (2. v. r.), Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Herford, ehrten die Sportlerin des Jahres Jasmin Brammert, Georg Kroner für sein Engagement in der Integration, Sandra Pohlmann für ihre Arbeit in Sachen Inklusion, Aaron Thieß von der Mannschaft des Jahres, Merve Gülec für ihre Integrationsarbeit und Joshua Fadire, den Sportler des Jahres. - © Yvonne Gottschlich
Mit Pokalen und Blumen: KSB-Präsident Ulf Dreier (v. l.) und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Herford, Werner Seeger sowie Landrat Jürgen Müller (r.) und Thorsten Gerhold (2. v. r.), Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Herford, ehrten die Sportlerin des Jahres Jasmin Brammert, Georg Kroner für sein Engagement in der Integration, Sandra Pohlmann für ihre Arbeit in Sachen Inklusion, Aaron Thieß von der Mannschaft des Jahres, Merve Gülec für ihre Integrationsarbeit und Joshua Fadire, den Sportler des Jahres. | © Yvonne Gottschlich

Kreis Herford Erfolgreiche Sportler werden geehrt

Landrat Jürgen Müller und Präsident Ulf Dreier vom Kreissportbund nehmen diesmal eine Auszeichnung für die vergangenen zwei Jahre vor.

Yvonne Gottschlich
02.06.2022 | Stand 02.06.2022, 18:31 Uhr

Kreis Herford. Nach zwei Jahren fand im Kreishaus wieder eine Sportlerehrung statt. „Endlich”, wie mehrfach betont wurde, konnten die rund 50 erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler mit oder ohne Handicap für ihre Leistungen in den Jahren 2019 und 2020 ausgezeichnet werden. „Endlich treffen wir uns hier in Präsenz und nicht mehr nur vor dem Bildschirm”, meinte auch Ulf Dreier, der Präsident des Kreissportbundes Herford.

Landrat Jürgen Müller freute sich über die Vielfalt, die Geehrten waren in ganz unterschiedlichen Sportarten erfolgreich und bildeten das breite sportliche Spektrum in Kreis Herford ab. Musikalisch begleitet wurde der Abend von den jungen Musikerinnen und Musikern des Saxophonquartetts der Musikschule der Stadt Löhne unter der Leitung des bekannten englischen Saxofonisten Anatole Gomersall.

Bei der Veranstaltung selbst waren die auf allen Ebenen der Gesellschaft festzustellenden Folgewirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Müller: „Nach dem ersten Lockdown im März 2020 musste auch der traditionelle Sportehrentag des Kreises Herford kurzfristig abgesagt werden. Umso mehr freue ich mich, nun wieder unsere erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler der Sportjahre 2019 und 2020 in einem kleinen, aber feinen Rahmen, ehren zu können.” Der gesellige Teil fiel aber weiterhin aus, es ging diesmal einzig um die Anerkennung der sportlichen Leistungen. Müller erklärte: „Der Kreis Herford hat im Rahmen seiner Neufassung der Ehrungsrichtlinien den Bereich der Inklusion und Integration neu aufgenommen. Es ist mir daher auch ein ganz persönliches, wichtiges Anliegen, Menschen, die sich gerade in diesen wichtigen Feldern ganz besonders engagieren, hier im Rahmen dieser Ehrung besonders herauszustellen.”

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„Die Fraktion Sport hält zusammen und erhebt das Wort”

Ausnahmsweise wurde mit Blick auf die Anzahl der Teilnehmenden auf die sonst übliche Anerkennung des Ehrenamtes verzichtet. Landrat Müller warb um Verständnis und stellte eine weitere Veranstaltung in Aussicht, um dies „angemessen nachzuholen”. Er richtete den Blick über den Tellerrand: „Gerade in diesen Krisenzeiten steht für mich der Sport für elementare Werte wie Völkerverständigung, Zusammenhalt und Solidarität in unserer Gesellschaft. Der Sport ist nicht nur für das Wohlbefinden jedes einzelnen, sondern zugleich für das Gemeinwohl und den Zusammenhalt in unserer gesamten Gesellschaft von herausragender Bedeutung.” Der Landrat lobte den Zusammenhalt der Parteien im Kreistag in Sachen Sport. „Die Fraktion Sport hält zusammen und erhebt das Wort”, versicherte er. KSB-Präsident Dreier warb für das soziale Miteinander: „Wie sehr uns das fehlt, haben wir alle feststellen müssen, es war eine schwere Zeit voller Sorgen, Ängsten und Nöten.”

Die Vertreterinnen und Vertreter der erfolgreichsten Teams: Die Turnerinnen vom BTW Bünde (Aufstieg in die 3. Bundesliga Nord), Thomas Klein, Deutscher Meister im Sportkegeln, von der TG Herford, und Daniel Müller, Fahrer des RV „von Lützow“ Herford und Deutscher Meister mit dem Einspänner Pony in der Mannschaft. - © Yvonne Gottschlich
Die Vertreterinnen und Vertreter der erfolgreichsten Teams: Die Turnerinnen vom BTW Bünde (Aufstieg in die 3. Bundesliga Nord), Thomas Klein, Deutscher Meister im Sportkegeln, von der TG Herford, und Daniel Müller, Fahrer des RV „von Lützow“ Herford und Deutscher Meister mit dem Einspänner Pony in der Mannschaft. | © Yvonne Gottschlich

Moderator Jörg Brökel hatte reichlich zu tun mit den vielen Erfolgen der beiden Jahre. In der Altersklasse verriet Hendrik Scholle (SC Herford), dass er im Weitsprung über sechs Meter weit springt und damit Deutscher Seniorenmeister wurde. Peter Sjoerds (TG Herford) berichtigte die Aussprache seines Nachnamens und erläuterte seine Vorliebe für den Hammerwurf. Charlotte Schwagmeier vom Löhner TC erklärte den Gästen, wie sie Blindentennis spielt. Und Motorsportler Marcel Hellberg (AC Herringhausen) schraubt selbst an seinem Polo, um damit Titel zu gewinnen. „Es geht um Geschicklichkeit und Schnelligkeit”, verriet er sein Erfolgsgeheimnis im Auto-Slalom. Und als Teamkollege Nick Mai von seinem 421 PS starken BMW M2 berichtete, blieben Brökel kurz die Worte weg. Mara Fuchs (BOW Löhne) berichtete, dass ihr Blankbogen ein Metallbogen ohne Stabilisatoren und Visier ist. Sie wurde damit Deutsche Meisterin in der U20. Aus dem Bonner Sportinternat war Florett-Fechter Justin Arndt (Quernheimer FC) nach Herford gereist und nahm dankend seinen Pokal für den Sieg bei der Deutschen Meisterschaft entgegen.

In der Hauptklasse weit vorne: Tennisspieler Sebastian Schäffer (v. l.) und Charlotte Schwagmeier, Judoka Jean-Pierre Löwe, Motorsportlerin Larissa Papenmeier, Motorsportler Marcel Hellberg, Boxer Magomed Ataev und Motorsportler Nick Mai. - © Yvonne Gottschlich
In der Hauptklasse weit vorne: Tennisspieler Sebastian Schäffer (v. l.) und Charlotte Schwagmeier, Judoka Jean-Pierre Löwe, Motorsportlerin Larissa Papenmeier, Motorsportler Marcel Hellberg, Boxer Magomed Ataev und Motorsportler Nick Mai. | © Yvonne Gottschlich

„Oft sind die Berührungsängste das Problem"

Bevor die Mannschaft der Jahre 2019/20, das U20 Zehnkampf-Team der LG Löhne-Bünde für den dritten Platz bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften, der Sportler der Jahre 2019/2020, Joshua Fadire vom TV Löhne-Bahnhof für seinen DM-Titel im Stabhochsprung und die Sportlerin der Jahre 2019/20, Jasmin Brammert (RC Endspurt Herford) für ihre WM-Goldmedaille im Duathlon über die Langdistanz in Zofingen in der Schweiz mit Pokal und Urkunde geehrt wurden, erinnerten kurze Videos an ihre Wettkämpfe und Leistungen. „Das waren schon schöne Momente”, blickte Fadire gerne zurück. „Wir hatten einen richtig guten Tag”, legte Teamkollege Aaron Thieß nach.

Zuvor wurden die beiden neuen Ehrungsfelder erklärt: Der Preis für Sport und Inklusion ging an Sandra Pohlmann, 1. Vorsitzende, Übungsleiterin und Organisatorin bei der Gesundheits- und Behinderten-Sport-Gemeinschaft, kurz GBSG Herford. Pohlmann sieht ihre Aufgabe besonders im Netzwerken und Vermitteln: „Oft sind die Berührungsängste das Problem, die Ängste vor dem anders sein.” Inklusionsprojekte sind für sie enorm wichtig.

Der Sonderpreis für Sport und Integration ging an Georg Kroner und Merve Gülec vom Boxsportverein (BSV) Herford. „Sie haben sich besonders um soziale Kontakte und Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen, Migranten und Aussiedlern verdient gemacht”, nannte Brökel die Begründung.

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