0
Phillip Aboagye (Mitte) erzielt nach herrlicher Vorarbeit von Hendrik Lohmar das 3:0 für den SC Wiedenbrück. Am gewinnt der Fußball-Regionalligist gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf mit 3:1. - © Daniel Bremehr
Phillip Aboagye (Mitte) erzielt nach herrlicher Vorarbeit von Hendrik Lohmar das 3:0 für den SC Wiedenbrück. Am gewinnt der Fußball-Regionalligist gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf mit 3:1. | © Daniel Bremehr

Fußball aktuell So haben die Top-Clubs aus dem Kreis Gütersloh an diesem Wochenende gespielt

Ein kompakter Überblick über diesen Spieltag von der Regionalliga bis zur Landesliga im Kreis Gütersloh. Alle Ergebnisse - und die ersten Spielanalysen.

Gregor Winkler
27.11.2022 | Stand 27.11.2022, 20:22 Uhr
Norbert Röwekamp

Dirk Heidemann

Kreis Gütersloh. Drei Glanzlichter ließen den 1. Advent im Fußballkreis Gütersloh am Sonntag noch etwas heller scheinen. Frauen-Zweitligist FSV Gütersloh gewann zum ersten Mal überhaupt beim FC Bayern München und festigte Tabellenplatz zwei. Regionalligist SC Wiedenbrück kletterte durch den zweiten Heimsieg in Folge auf den zehnten Platz und der FC Gütersloh rückte in der Oberliga noch ein Stückchen näher an die Aufstiegsplätze heran.

FSV Gütersloh

Die Zweitliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh haben in ihrer bislang so überraschend gut verlaufenen Saison das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Der Tabellenzweite gewann das schwierige Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern München verdient mit 2:1 (0:0). „In der zweiten Halbzeit waren wir klar besser“, sagte FSV-Trainerin Britta Hainke.

Nach einem Angriff über die rechte Seite (50.) fiel der von Lena Strothmann getretene Ball (Hainke: „Ein bewusster Torschuss“) am zweiten Pfosten als Bogenlampe zum 1:0 für den FSV ins Münchener Tor. Die Gastgeberinnen verloren umgehend ihr Selbstvertrauen und Jacqueline Baumgärtel erhöhte nach 77 Minuten auf 2:0. Der Anschlusstreffer zum 2:1 fiel erst in der Nachspielzeit. „Dieser Sieg, unser erster überhaupt bei den Bayern, gibt uns jetzt richtig Rückenwind für den Jahresendspurt“, so Britta Hainke.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

SC Wiedenbrück

Im Vorfeld der Partie hatte Trainer Daniel Brinkmann mit dem zehnten Tabellenplatz kokettiert. Den hat seine Mannschaft des SC Wiedenbrück nach dem souverän und sicher herausgespielten 3:1 (1:0)-Heimerfolg über die U23 von Fortuna Düsseldorf zum Rückrunden-Auftakt in der Fußball-Regionalliga West nun tatsächlich inne.

„Es war ein ganz immens wichtiger Sieg, durch den sich die Tabellensituation für uns brutal verbessert hat“, sagte Brinkmann, der nach dem zweiten Dreier in Serie mit drei eigenen Treffern der Mannschaft diesmal drei freie Tage gab – üblich sind nach Siegen sonst zwei. „Jetzt haben wir noch zwei Highlightspiele vor uns“, blickte der Coach bereits kurz in Richtung der Partie bei Spitzenreiter Preußen Münster am Samstag und dem Jahresausklang eine Woche später gegen den Wuppertaler SV.

Bahattin Karahan war an allen drei Wiedenbrücker Toren direkt beteiligt. Erst holte er den Elfmeter raus, den der starke Hendrik Lohmar in der 23. Minute sicher zum 1:0 verwandelte. Dann erzielte er das 2:0 nach einer überragenden Vorbereitung von Benedikt Zahn mit einem Schuss unter die Latte selbst (51.) und leitete schließlich den Konter zum 3:0 (69.) ein, den Lohmar mit einem Zuckerpass in den Lauf von Phillip Aboagye vorbereitete.

FC Gütersloh

Von einem Pflichtsieg wollte niemand beim FC Gütersloh vor der Partie gegen Schlusslicht TuS Ennepetal sprechen. Aber es wurde einer. Und das 3:0 stellt einen Erfolg mit Bonus für das Team von Coach Julian Hesse dar, denn die Konkurrenz aus Bövinghausen, Münster II und Clarholz patzte, so dass der FCG als Fünfter auf drei und vier Punkte an die Aufstiegsplätze heran rutscht.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Victoria Clarholz

Der TSV Victoria Clarholz hat die Gunst der Stunde in der Fußball-Oberliga nicht nutzen können und sich mit einer 0:3 (0:0)-Niederlage beim ASC Dortmund nahtlos den Ausrutschern der bisherigen Topteams angeschlossen. Durch die weit mehr überraschenden Heimniederlagen des SV Bövinghausen und des SC Preußen Münster II hielt sich der Schaden für die Victoria mit dem Abrutschen auf Rang vier in der Tabelle aber in Grenzen.

Viel schlimmer waren die verletzungsbedingten Auswechselungen von Jonas Ströker, Gentrit Muja, Leon van der Veen und Sinan Aygün. Trainer Christopher Hankemeier befürchtet daher negative Auswirkungen über das Spiel in Dortmund hinaus.

SC Verl II

Der SC Verl II hat seine Erfolgsserie in der Fußball-Westfalenliga mit einem 4:1 (3:1)–Sieg gegen den SV RW Deuten weiter ausgebaut. Um den siebten Sieg in Folge fest zu machen, mussten die Verler Youngster indes eine Menge investieren. Denn das deutliche Ergebnis drückt nicht wirklich aus, wie viel Gegenwehr der Tabellenvorletzte der jetzt auf Rang drei vorgerückten U21 des SCV bot.

Die Gäste wurden durch den Doppelpack von Radu Prepelita (9. und 11.) zwar früh für ihr mutiges Offensivspiel bestraft, zeigten sich vom 0:2-Rückstand aber nur kurz geschockt. Gleich zweimal musste SCV-Keeper Tim Matuschewski gegen die frei vor ihm auftauchenden Evgenij Lakstankin (21.) und Moritz Noetzel (23.) parieren, um das Anschlusstor zu verhindern, dass in der 36. Minute aber doch fiel. Mit dem schönsten Tor des Tages stellte Koray Dag den alten Abstand wieder her (44.), auch den 4:1-Endstand (83.) erzielte Dag.

VfB Schloß Holte

Als „verschenkte Punkte“ stufte Trainer Andre Koslowski die 1:3-Niederlage des VfB gegen den SCV Neuenbeken drastisch ein. Der Trainer haderte mit der „Nichtleistung“ in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Hatten sich die Holter die 1:0-Pausenführung durch Maximilian Ulrich (35.) durch konsequente Aktionen in den Zweikämpfen verdient, so luden die zwischen der 46. und 52. Minute plötzlich völlig passiv agierenden Gastgeber ihre Gegenspieler zu den Toren zum 1:1 (48.) und 1:2 (52.) regelrecht ein.

Anschließend zeigte die Holter Leistungskurve wieder nach oben, doch mehr als einige „Halbchancen“ für Kevin Klippenstein, Maxi Ulrich und Julian Lakämper brachte der VfB nicht zustande. Der Treffer zum 1:3 fiel in der Nachspielzeit.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

FC Kaunitz

Der FC Kaunitz hat in der Fußball-Landesliga wie erhofft den 4. Tabellenrang erfolgreich verteidigt, seinem Trainer Maik Uffelmann beim 5:4 (4:1)-Sieg beim Post SV Detmold aber einen aufregenden Sonntagnachmittag bereitet. „Es wäre schon tragisch gewesen, wenn wir bei fünf Toren in einem Auswärtsspiel die drei Punkte nicht mitgenommen hätten“, atmete Uffelmann tief durch.

Nico Thieschnieder unterstrich seine außergewöhnlichen fußballerischen Qualitäten mal wieder beim frühen Führungstreffer (7.). Mit grandioser Übersicht überraschte der FCK-Angreifer Detmolds Keeper mit einem Schuss aus mehr als 40 Metern und legte die Basis für die vermeintlich sichere 4:1-Halbzeitführung durch weitere Treffer von Nils Hohmann (40.) Dennis Martens (43.) und Joel Kirsch (45.).

Nach zwei weiteren Standards stand es plötzlich 3:4 und selbst das durch Nico Thieschnieder nach einem Solo von der Mittellinie erzielte Tor zum 3:5 (64.) brachte keine Entspannung. Nach dem 4:5 (70.) durch Felix Buba musste der FCK unnötig lange bangen.

Mehr zum Thema

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken