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FC Güterslohs Alexander Bannink machte mit dem 3:1 gegen Gievenbeck den Deckel drauf. - © Marina Brüning
FC Güterslohs Alexander Bannink machte mit dem 3:1 gegen Gievenbeck den Deckel drauf. | © Marina Brüning

Fußball aktuell So haben die Top-Fußballteams aus dem Kreis Gütersloh am Wochenende gespielt

Ein kompakter Überblick über diesen Spieltag von der 3. Liga bis zur Landesliga im Kreis Gütersloh. Alle Ergebnisse - und die ersten Spielanalysen.

Gregor Winkler
24.10.2022 | Stand 24.10.2022, 10:44 Uhr
Dirk Heidemann

Norbert Röwekamp

Uwe Kramme

Kreis Gütersloh. Auf ein äußerst erfolgreiches Wochenende können die Top-Fußballteams aus dem Kreis Gütersloh zurückblicken. Drittligist SC Verl, die beiden Oberligisten FC Gütersloh und Victoria Clarholz und Frauen-Zweitligist FSV Gütersloh feierten am Sonntag allesamt Siege. Regionalligist SC Wiedenbrück hatte dem Tabellenführer SV Rödinghausen bereits am Freitagabend ein 1:1 abgetrotzt.

SC Verl

Zwar ließ der SC Verl beim 3:2 gegen Erzgebirge Aue seine Anhänger unter den 1.175 Zuschauern in der Home-Deluxe-Arena in der kribbligen Schlussphase – wie so oft – noch ein bisschen zittern. Dennoch fuhren alle hochzufrieden heim. Der heimische Drittligist hatte schließlich über weite Strecken wieder guten Fußball gezeigt und vor allem seine Erfolgsserie durch die Treffer von Mael Corboz (9.), Cyrill Akono (17.) sowie Yari Otto (70.) hochverdient auf nun sechs Spiele ohne Niederlage ausgebaut.

„Ich werde jetzt nicht anfangen, das Haar in der Suppe zu suchen“, stellte ein sichtlich zufriedener Mitch Kniat nach einem Blick auf die Bedeutung des Erfolges heraus. Tatsächlich zählt der Sportclub mit nun 18 Punkten nicht nur zu den Top 10 der 3. Liga. Der Vorsprung des neuen Tabellenneunten auf die Abstiegszone beträgt sieben Zähler.

FSV Gütersloh

Geschäftsführer Michael Horstkötter riss seine rechte Faust nach oben und hüpfte mit einem Riesensatz auf den Rasen der Tönnies-Arena. Soeben hatte Jacqueline Baumgärtel in der zweiten Minute der Nachspielzeit den 2:1 (0:0)-Siegtreffer für die Zweitliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh gegen den 1. FC Nürnberg erzielt. Und mit diesem Tor schoss sie die Mannschaft von Trainerin Britta Hainke sogar an die Tabellenspitze.

Leonie Kreil eröffnete Halbzeit zwei mit einem wunderschön getretenen Freistoß unmittelbar vor der Strafraumgrenze, der Ball flog über die Mauer in den linken Torwinkel zum zu diesem Zeitpunkt mehr als überfälligen 1:0 (49.). Warum das Spiel danach völlig kippte, war ein Rätsel. „Plötzlich hatten wir im Mittelfeld keinen Zugriff mehr und sind auch nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen. Wir haben das Spiel komplett aus der Hand gegeben und um den Ausgleich gebettelt“, wunderte sich auch Britta Hainke. Lara Felix (64.) versenkte einen Foulelfmeter zum 1:1, nachdem FSV-Torfrau Sarah Rolle FCN-Stürmerin Nastassja Lein im Strafraum abgeräumt hatte. Doch den Schlusspunkt setzte die eingewechselte Jacqueline Baumgärtel.

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SC Wiedenbrück

Im OWL-Derby der Fußball-Regionalliga hat sich der SC Wiedenbrück gegen Tabellenführer SV Rödinghausen ein 1:1 erkämpft. Die Gästeführung durch Ramien Safi (30.) glich Saban Kaptan nur fünf Minuten später aus. Nach einer Roten Karte gegen den Rödinghausener Torhüter TiagoEstevao (74.), der dem Wiedenbrücker Phillip Aboagye eine Ohrfeige verpasste, hätten in der Schlussphase Manfredas Ruzgis (88.) und Maik Amedick (90.+2) noch für einen Wiedenbrücker Sieg sorgen können.

„Meine Zufriedenheit ist definitiv gegeben. Generell würde ich mir mehr Offensivspektakel von meiner Mannschaft wünschen. Aber wir haben gesehen, was auf uns zugekommen ist. Rödinghausen ist neben Münster definitiv die stärkste Mannschaft der Liga“, sagte SCW-Trainer Daniel Brinkmann.

FC Gütersloh

Die Geduld der Fans wurde auf eine 51 Minuten lange Probe gestellt. Doch weil ein drückend überlegener FC Gütersloh an diesem Nachmittag einfach nicht vom Tor fernzuhalten war, setzte er sich gegen den 1. FC Gievenbeck hochverdient mit 3:1 durch. Zweikampfquote, Ballbesitz und Zahl der Chancen sprachen eine deutliche Sprache. Der FCG war in allen Belangen besser – aber der Fußballgott hatte offenbar einen Hang zur Theatralik. Denn wie im Bövinghausen-Spiel gerieten die Gütersloher früh in Rückstand.

Dann schnürte Kevin Freiberger einen Doppelpack (51./78.), Alexander Bannink (84.) sorgte für den Endstand. „Wir haben ein riesen Spiel gemacht, sind schon in der ersten Halbzeit gut über Außen durchgebrochen. In der zweiten Halbzeit war es dann eine noch größere Energieleistung“, sagte Hesse, dessen FCG Sechster bleibt, aber nur noch vier Punkte Rückstand zum Aufstiegsplatz zwei hat.

Victoria Clarholz

Bedurfte es noch einer Bestätigung, dass der TSV Victoria Clarholz einen wettbewerbsfähigen Kader in der Fußball-Oberliga zusammengestellt hat, so reichte das Team von Trainer Christopher Hankemeier diese gestern im Spiel beim TuS Bövinghausen auf beeindruckende Weise nach. Mit einem 4:1-Sieg entthronten die Clarholzer den bisherigen Spitzenreiter und verteidigten souverän den fünften Tabellenrang vor dem FC Gütersloh.

„Wir haben den Spitzenreiter auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“, beschrieb Christopher Hankemeier diesen Coup mit viel Schalk in der Stimme aber auch mit ebenso viel Stolz auf die Leistung der Mannschaft. Den frühen Gegentreffer zum 1:0 bereits in der ersten Spielminute glich Jan Grunwald kurz vor der Pause (43.) zum 1:1 aus. Nick Flock mit zwei Toren (68./81.) und Oliver Cylkowski per Foulelfmeter (74.) sorgten für den auch in dieser Höhe verdienten Erfolg.

SC Verl II

Przemek Czapp, Trainer des Fußball-Westfalenligisten SC Verl II, ist eine ehrliche Haut. „Das war der wohl unverdienteste Sieg in meiner bisherigen Trainerkarriere“, leitete der Übungsleiter den Bericht über den 2:0-Erfolg seines Teams beim SV Mesum ein. Das hinderte den Coach aber nicht daran, seine Spieler für den Behauptungswillen gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner zu loben.

Ein energisches Nachsetzen in der gegnerischen Spielhälfte durch Moritz Lamkemeyer wurde Ausgangspunkt des Tores zum 0:1, das Can Yilmaz sehenswert aus der Drehung erzielte (56.). In der Schlussminute legte Radu Prepelita das 0:2 nach, und der SC Verl II darf sich über den unverhofften Sprung auf den siebten Tabellenrang freuen.

VfB Schloß Holte

Mit einem torlosen Remis gegen den VfL Theesen hat der VfB Schloß Holte seine Tabellenposition unmittelbar vor der Abstiegszone der Fußball-Landesliga erfolgreich verteidigt. „Wir haben uns gegen einen Aufstiegskandidaten mit viel Leidenschaft einen verdienten Punkt erarbeitet“, freute sich VfB-Trainer Andre Koslowski. Vor den Augen von Ewald Lienen, der einen seiner häufigeren Besuche bei seinem in Stadionnähe wohnenden Bruder nutzte, „um mal wieder bei meinem Heimatverein vorbeizuschauen“, zeigten die Gastgeber keine fußballerische Glanzleistung.

Aber mit disziplinierter Defensivarbeit (Koslowski: „Endlich haben wir mal wieder zu Null gespielt“) und steten Versuchen, die beiden Angreifer Julian Lakämper und Alexander Volke ins Spiel zu bringen, gelang es, den Tabellendritten meist weit genug vom eigenen Tor fern zu halten. Bei zwei Pfostentreffern durch Yatma Wade (49.) sowie in der Schlussminute durch Kalo Önen hatten die Holter zudem das nötige Matchglück.

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FC Kaunitz

Fußball-Landesligist FC Kaunitz hat mit einem 4:1-Sieg beim VfB Fichte Bielefeld seine starke Bilanz vor fremdem Publikum weiter ausgebaut. Mit dem fünften Dreier im sechsten Auswärtsspiel festigte das Team von Trainer Maik Uffelmann den vierten Tabellenrang in der 7. Liga.

Es bedurfte allerdings erst einer energischen und lautstarken Halbzeitansprache durch den Coach, bevor der FC Kaunitz seiner Favoritenrolle beim Tabellen-16. gerecht wurde. „Wir waren gar nicht gut in der ersten Halbzeit, haben die Zweikämpfe nicht angenommen und einen teils lethargischen Auftritt hingelegt“, kritisierte Uffelmann seine Spieler heftig. Der 0:1-Pausenrückstand war die logische Folge, doch der Appell des Trainers an die Einstellung der Mannschaft trug zum Glück Früchte. Maximilian Klaas (64.), Fabio Kristkowitz (77.), Tom Stickling (89.) und Felix Szepurek (90.+1) drehten die Partie.

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