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Verls Kapitän Maël Corboz traf zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Für einen Sieg reichte das am Ende nicht. Die Partie gegen Viktoria Köln endete 2:2. - © Jens Dünhölter
Verls Kapitän Maël Corboz traf zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Für einen Sieg reichte das am Ende nicht. Die Partie gegen Viktoria Köln endete 2:2. | © Jens Dünhölter

Fußball aktuell So haben die Top-Clubs aus dem Kreis Gütersloh an diesem Wochenende gespielt

Ein kompakter Überblick über diesen Spieltag von der 3. Liga bis zur Landesliga im Kreis Gütersloh. Alle Ergebnisse - und die ersten Spielanalysen.

Uwe Kramme
09.10.2022 | Stand 09.10.2022, 20:35 Uhr
Gregor Winkler

Norbert Röwekamp

Dirk Heidemann

Kreis Gütersloh. Der SC Wiedenbrück kann nach drei Niederlagen am Stück im Abstiegskamp der Regionalliga endlich wieder punkten und der SC Verl positioniert sich knapp über der Abstiegszone. Der Überblick der wichtigsten Partien der Clubs aus dem Kreis Gütersloh.

SC Wiedenbrück

Erfolg im Abstiegskampf: Der Regionalligist SC Wiedenbrück verschafft sich nach drei Pleiten am Stück endlich Luft im Tabellenkeller. Gegen die U23 des 1. FC Köln gelang dem Team um Trainer Daniel Brinkmann ein hochverdienter 2:0-Heimsieg, den die Spieler vor etwas mehr als 450 Zuschauern feierten.

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die sich gewehrt und dagegengestemmt hat", sagte Brinkmann im Anschluss, "unser Plan ist genau aufgegangen!" Noch auf dem Platz versprach er seinem Team zwei freie Tage als Belohnung. Danach soll der Fokus komplett auf die Derby-Wochen gegen Lippstadt und Rödinghausen liegen. Mehr Stimmen zum Spiel und die komplette Aufstellung gibt es hier.

SC Verl

Die Erfolgsserie des SC Verl hat gehalten. Mit einem Treffer in der dritten Minute Nachspielzeit erzielte Cyrill Akono das 2:2 gegen Viktoria Köln. So glücklich der Punktgewinn vom Zeitpunkt her war, so sehr hatte ihn sich der Tabellendreizehnte mit seiner starken spielerischen Vorstellung verdient. Über weite Strecken waren die Verler definitiv die spielbestimmende Mannschaft.

Tatsächlich hat der Sportclub nach nun vier Spielen ohne Niederlage sein Punktekonto auf zwölf ausgebaut, sich in der Tabelle knapp über der Abstiegszone positioniert und zu einer bemerkenswert guten Form gefunden. Trainer Mitch Kniat erklärte deshalb sogar den Findungsprozess nach dem Umbruch mit 17 Neuzugängen und dem schwierigen Saisonstart für beendet: „Ich denke, wir sind jetzt endgültig wieder in der 3. Liga angekommen.“

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FC Gütersloh

Julian Hesse hatte gewarnt: „Wir dürfen uns nicht auskontern lassen“. Damit hatte der Coach des FC Gütersloh auf die schnellen Spitzen der SG Finnentrop-Bamenohl hingewiesen. Und was passierte? Der heimische Oberligist fing sich genau zwei dieser gefürchteten Gegenstöße und unterlag mit 1:2. Dabei hatten die Gäste, die ohne den gesperrten Tim Manstein und Ilias Illig im ungewohnten 4:2:3:1-System aufliefen, das Spiel zunächst schnell in den Griff bekommen.

Wie aus dem Nichts schlugen die Sauerländer zu – und das durchaus sehenswert: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld setzte sich Rafael Camprobin Corchero gegen Lars Beuckmann im Laufduell bis an die Grundlinie durch, spitzelte, bereits am Boden liegend, den Ball zurück in den Strafraum, wo Hasan Dogrusöz völlig frei annahm und zur Führung einschoss.

Ein Glückstreffer? Wohl kaum, denn in den folgenden Minuten standen die Gastgeber immer wieder sträflich frei an und im Strafraum des FCG. Es war Keeper Jarno Peters zu verdanken, dass es nicht mit mehr Gegentreffern in die Pause ging, denn er entschärfte weitere scharfe Schüsse aus kurzer Distanz.

Nach dem Seitenwechsel folgte Finnentrops zweiter Streich – wieder durch die Mitte. Corchero steckte den Ball nach rechts durch, Maurice Werlein hatte freie Bahn und schoß flach rechts ein. Das 1:2 vom eingewechselten Co-Trainer Matthias Haeder in der zweiten Minute der Nachspielzeit – ein abgefälschter Schuss – brachte letztlich nur Ergebniskosmetik.

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VfB Schloß Holte

Der VfB Schloß Holte führt mit 2:0, am Ende geht der Fußball-Landesligist bei der kaum zu erklärenden 3:4 (1:0)-Niederlage gegen den FC Bad Oeynhausen sogar ohne einen einzigen Punkt und mit nur noch neun Feldspielern vom Platz.

„Ich bin maßlos enttäuscht. Wir konnten nicht an die Leistung vom Donnerstag in Tengern anknüpfen. Da war Tempo drin, jetzt waren wir müde und fahrig und beim Verteidigen der Gegentreffer nicht auf der Höhe“, sagte VfB-Trainer Andre Koslowski. In der Tat kam sein Team schwer in die Gänge. VfB-Keeper Nils Leistner verhinderte in der 22. Minute gleich zweimal einen Rückstand und als Omar Khaled bereits an ihm vorbei war (25.), traf der Gästestürmer nur das Außennetz. „Wir mussten zur Pause 2:0 führen. Stattdessen hieß es 0:1“, sagte FCO-Coach Lukas Dorn. Julian Lakämper (32./40.) sowie Maximilian Ulrich (41.) hatten allerdings auch Großchancen für die Holter, um nach dem 1:0 durch Kevin Klippenstein (29.) auf 2:0 zu erhöhen.

Das erledigte kurz nach dem Seitenwechsel dann Brandy (47.), der kurze Zeit später das 3:0 ausließ. Binnen sieben Minuten (61./62./68.) drehte der FCO, zu diesem Zeitpunkt überraschend, dann die Partie. „Nach dem 2:1 müssen wir einfach weitermachen, stattdessen kassieren wir schnell den zweiten Treffer. Das ist nicht zum ersten Mal passiert und wenn wir das nicht abstellen, dann wird es schwierig“, sagte Andre Koslowski, der sogar noch das 2:4 (76.) schlucken musste.

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Victoria Clarholz

Der TSV Victoria Clarholz hat seine Rolle als Überraschungsteam der Fußball-Oberliga weiter ausgebaut und sich nach dem 9. Spieltag mit einem 3:2-Erfolg gegen die TSG Sprockhövel auf den 5. Tabellenrang vorgeschoben. Dass sein Team eine zwischenzeitliche 3:0-Führung innerhalb von zehn Minuten fast verspielt hätte und nach dem Anschlusstor in der 62. Minute lange um den 5. Saisonsieg zittern musste, ärgerte Trainer Christopher Hankemeier. Aber am Ende stand seine Feststellung: „Die drei Punkte sind in Clarholz geblieben, das ist das Einzige, was zählt.“

Zwei Tormöglichkeiten erspielte sich die Victoria in der ersten Halbzeit und machte daraus eine 2:0-Führung. Nick Flock, von Trainer Hankemeier diesmal auf dem linken Flügel positioniert, setzte sich mit einem blitzsauberen Dribbling gegen Simon Hendel durch, passte scharf in die Mitte, wo Eugen Dreichel nur die Fußspitze hinhalten musste, um den Ball via Innenpfosten zum 1:0 über die Linie zu drücken (29.). Acht Minuten später lief Flock vom Flügel aus in die Schnittstelle zwischen den beiden Sprockhöveler Innenverteidigern und schob das perfekte Zuspiel von Sinan Aygün zum 2:0 ins Netz.

Gentrit Muja legte in der zweiten Halbzeit nach einer energischen Rückeroberung des Balles durch Robin Mrozek wie erhofft schnell das 3:0 (49.) nach. Die Passivität von Linus Kahraman, der Ishak Dogan ohne jeglichen Gegnerdruck zum ersten Gegentor in der 52. Minute praktisch einlud, wurde symptomatisch für das Nachlassen der Victoria.

Auch Torhüter Luis Ackermann reihte sich in den Fehlerreigen der zweiten Halbzeit ein, griff nach einem Freistoß fast von der Eckfahne aus neben den Ball und ließ Ishak Dogan ein zweites Mal jubeln. Mit der Einwechslung aller zur Verfügung stehenden Defensivspezialisten versuchte Hankemeier das Spiel seiner Mannschaft zu stabilisieren, aber weil auch die wenigen Entlastungsangriffe kaum zu gefährlichen Torabschlüssen führten, musste sich die Victoria noch durch die fünfminütige Nachspielzeit zittern, bevor die Punkte 14 bis 16 endgültig eingesackt waren.

SC Verl II

Der in der Fußball-Westfalenliga bis dato auf dem heimischen Kunstrasen unbesiegte SC Verl II hat jetzt auch den ersten Dreier vor fremdem Publikum eingesammelt. Beim SV Rödinghausen II gelang ein 2:0-Erfolg, damit verbesserte sich das Team von Trainer Przemek Czapp nach dem 9. Spieltag auf den 8. Tabellenrang.

„In den ersten 45 Minuten haben wir die bisher beste Halbzeit in der 6. Liga abgeliefert“, lobte Przemek Czapp sein Team. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung. „Wir mussten schon zur Pause deutlich führen“, bemängelte der Coach Fehlschüsse von Koray Dag, Wladimir Wagner und Mateo Biondic. „Wir haben als Mannschaft richtig gut verteidigt, waren sehr präsent in den Zweikämpfen und auch im Kampf um den zweiten Ball stets hellwach“, stellte Czapp heraus.

In der 56. Minute legte Koray Dag nach einer sehenswerten Spielverlagerung im letzten Drittel endlich das Führungstor vor – und doch dauerte es bis zur 79. Minute, bevor Tufan Ucar das 2:0 nachlegte.„Gewiss hätten wir die vom offensiver werdenden Gegner angebotenen Räume noch effektiver nutzen können, aber das kann unsere Freude über den Sieg und die Leistung nur unwesentlich schmälern“, sagte eine zufriedener Verler Trainer, der jetzt eine Woche länger Zeit hat, um sein Team auf den nächsten Gegner, den SV Mesum, vorzubereiten. Denn am kommenden Wochenende ist die U21 des SC Verl in der 15er-Liga spielfrei.

FC Kaunitz

Der FC Kaunitz entwickelt sich in dieser Saison der Fußball-Landesliga zu einem Team, das auf schmerzliche Heimniederlagen wie zuletzt beim 0:1 gegen RW Maaslingen mit starken Auftritten vor fremdem Publikum antwortet. Der 3:0-Erfolg bei RW Kirchlengern war bereits der vierte Dreier des FCK im fünften Auswärtsspiel.

„Das war eine richtig gute Leistung von uns“, beschrieb Trainer Maik Uffelmann die Auseinandersetzung mit dem Rangsiebten. Als hätte es die die jüngsten Rückschläge nicht gegeben, legten die Kaunitzer einen perfekten Start hin. Nils Hohmann nutzte die erste Torchance des Spiels zum frühen 0:1 (2.), Tom Stickling legte nur zehn Minuten später das 0:2 nach. „Das tat unserem Spiel natürlich gut“, registrierte Maik Uffelmann eine Selbstbewusstsein ausstrahlende Körpersprache, die noch vor der Pause durch Nico Thieschnieder zum 0:3 (44.) führte. „Nico eroberte sich in der gegnerischen Hälfte selbst den Ball und machte das Tor“, lobte der Coach seinen Angreifer für dessen Cleverness.

In der zweiten Halbzeit zeigten die Gastgeber mehr Gegenwehr und bekamen nach einem Foul von Felix Frosch auch die Chance, per Strafstoß zu verkürzen (64.). Torhüter Alex Leier wehrte den Elfmeter jedoch ab und blieb an diesem Sonntag auch bei weiteren gegnerischen Torschüssen unbezwingbar.

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