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Freuen sich auf die neue Squash-Saison: (vorne v. l.) PSC-Geschäftsführerin Anna Wedegärtner, Raphael Kandra, Cederic Lenz, Lucas Wirths und Trainer Hendrik Vössing sowie (hinten v. l.) Teammanager Friedrich van Rossum, Simon Rösner, Nicolas Müller, Tobias Weggen und Lennart Osthoff. - © PSC/Jürgen Siggemann
Freuen sich auf die neue Squash-Saison: (vorne v. l.) PSC-Geschäftsführerin Anna Wedegärtner, Raphael Kandra, Cederic Lenz, Lucas Wirths und Trainer Hendrik Vössing sowie (hinten v. l.) Teammanager Friedrich van Rossum, Simon Rösner, Nicolas Müller, Tobias Weggen und Lennart Osthoff. | © PSC/Jürgen Siggemann

Paderborn Paderborner Squash Club nimmt siebten Titel in Folge ins Visier

Die PSC-Herren starten am Freitag mit einem Heimspiel gegen Hamburg in die neue Bundesliga-Saison

Frank Beineke
08.10.2019 | Stand 09.10.2019, 10:28 Uhr

Paderborn. Der Paderborner Squash Club (PSC) ist und bleibt ein Phänomen. Im vergangenen Mai hatte Europas erfolgreichster Squashverein zum siebten Mal in Folge den deutschen Meistertitel geholt. Es war der insgesamt 15. Bundesliga-Triumph in den vergangenen 20 Jahren. Im September sicherten sich die PSC-Herren dann bei den European Club Championships in Edinburgh zum zehnten Mal den Europapokal. Und so kann es auch in der Bundesliga-Saison 2019/2020, die an diesem Wochenende startet, nur ein Ziel geben: Die Titelverteidigung. Zum Auftakt der neuen Serie wartet dabei am Freitag, 11. Oktober, das Heimspiel gegen Sportwerk Hamburg. Spielbeginn ist um 19 Uhr im Paderborner Ahorn-Squash. Die Hamburger waren in den vergangenen Jahren stets der große Rivale, was den Kampf um den ersten Platz in der Bundesliga Nord betrifft. Dies wird in dieser Saison nicht mehr der Fall sein, denn die Hanseaten zogen ihre etatmäßige erste Mannschaft zurück und spielen nun mit ihrer ehemaligen Reserve in der Bundesliga. "Das ist äußerst schade, denn Hamburg war immer ein sehr ernstzunehmender Gegner, bei dem das Gesamtpaket stimmt. Die haben eine sehr schöne Anlage, eine gute Jugendarbeit und es hat immer Spaß gemacht, gegen sie zu spielen", bedauert PSC-Präsident Andreas Preising. Rösner ist in den USA auf Erfolgskurs Am Freitag wird Hamburg wohl mit Lennard Hinrichs, Fynn Schuck, Julius Winkler und Bart Wijnhoven antreten. Dieses Quartett dürfte chancenlos sein, wenngleich beim PSC die deutsche Nummer eins fehlen wird. Der Grund ist positiver Natur, denn Simon Rösner hat bei den US Open in Philadelphia das Viertelfinale erreicht. Der Weltranglistensechste bezwang in der Runde der letzten 16 den Ägypter Zahed Salem (Nr. 15) mit 11:4, 11:7, 6:11 und 11:7. Nun geht's für Rösner gegen den Weltranglistendritten Tarek Momen (Ägypten). Momen verhinderte ein internes Paderborner Viertelfinal-Duell, denn der Ägypter gewann im Achtelfinale mit 11:5, 11:6 und 12:10 gegen PSC-Akteur Raphael Kandra. Letztgenannter blickt dennoch auf ein gelungenes Turnier zurück, in dem der 28-jährige Paderborner unter anderem einen 3:1-Erfolg gegen Fares Dessouky (Ägypten, Nr. 14 der Welt) feierte. Kandra ist ohnehin gut drauf. Bei den Netsuite Open in San Francisco gelang ihm unlängst ein historischer Sieg gegen seinen Teamkollegen. So gewann der frischgebackene Europameister gegen Simon Rösner, der damit erstmals seit mehr als 13 Jahren (!) wieder gegen einen deutschen Kontrahenten verlor. Rösner wird am Freitag beim Bundesliga-Auftakt gegen Hamburg definitiv fehlen. Kandra soll dagegen spielen. Zudem stehen Nicolas Müller, Lucas Wirths, Lennart Osthoff und Cederic Lenz für die PSC-Erste parat. "Wir freuen uns sehr auf den Saisonauftakt und hoffen auf viele Zuschauer", sagt Kandra, dessen Team an diesem Samstag, 13. Oktober, dann noch beim 1. SC Diepholz ran muss. Worms bleibt der große Rivale Die stärksten Konkurrenten dürften im Norden jedoch die Teams aus Bremen und Krefeld sein. "Die haben sich gut verstärkt", urteilt Friedrich van Rossum, der zusammen mit PSC-Geschäftsführerin Anna Wedegärtner als Teammanager fungieren wird. Das Duo tritt damit die Nachfolge von Norman Farthing an, der beim Europapokal in Edinburgh einen glanzvollen Ausstand gefeiert hatte. Friedrich van Rossum, besser bekannt unter seinem Geburtsnamen Scheel, war bislang Teammanager der PSC-Reserve, die aus der Bundesliga abgestiegen ist. Im Süden hat sich unterdessen mit der Sport-Insel Stuttgart ein Abonnent auf ein Endrunden-Ticket aus der deutschen Eliteliga zurückgezogen. Dort dürfte der RC Worms konkurrenzlos sein. Paderborns Dauer-Rivale hatte bei der Bundesliga-Endrunde im Mai und beim Europapokal in Edinburgh jeweils im Finale gegen den PSC verloren. Und es deutet alles darauf hin, dass es im Mai 2020 im Endspiel um die deutsche Meisterschaft erneut zum Duell Paderborn gegen Worms kommen wird.

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