Die Zwillinge Diana und Elina Sujew mit Gesa Felicitas Krause beim Paderborner Osterlauf 2015. - © Marc Köppelmann
Die Zwillinge Diana und Elina Sujew mit Gesa Felicitas Krause beim Paderborner Osterlauf 2015. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborner Osterlauf verspricht wieder Weltklasse-Zeiten

Vor allem das Rennen über 10 Kilometer ist einmal mehr exzellent besetzt. Ein Trio, das zuletzt in Würzburg glänzte, könnte auch an der Pader auftrumpfen

Paderborn. Beim Paderborner Osterlauf wurde in den vergangenen Jahren so manche Weltjahresbestzeit aufgestellt. Vor allem über 10 Kilometer konnten diverse Weltklasse-Leistungen bewundert werden. 2017 knackte der Kenianer Benard Kimeli in 27:18 Minuten den Uralt-Streckenrekord von Carsten Eich. Im vergangenen Jahr stellte Dorcas Tuitoek (Kenia) in exakt 31 Minuten eine Frauen-Bestmarke auf. Und wenn am Karsamstag, 20. April, die 73. Auflage von Deutschlands ältestem Straßenlauf startet, dürften die Leichtathletik-Fans erneut spektakuläre und hochklassige Rennen erleben. "Wir hatten Glück, dass wir diesmal ein besonders gutes internationales Feld zusammenstellen konnten", erklärt Osterlauf-Renndirektor Christoph Kopp. Denn da am vergangenen Sonntag mit dem Würzburger Residenzlauf ein weiterer renommierter Straßenlauf auf dem Programm gestanden hatte, können die Paderborner einen willkommenen Synergie-Effekt nutzen. Zahlreiche Läuferinnen und Läufer, die in Würzburg an den Start gegangen waren, sind am Samstag auch beim Osterlauf dabei. Der 10-Kilometer-Sieger dürfte unter 28 Minuten bleiben Vincent Kiprotich Kibet, Lawi Kosgei (beide Kenia) und Yasin Hajy (Äthiopien) hatten über 10 Kilometer in der Frankenmetropole mit Zeiten unter 28 Minuten die Plätze eins bis drei belegt. "Und der Kurs in Paderborn ist eigentlich noch schneller. Eine Zeit um 27:40 Minuten sollte drin sein. Ob noch mehr möglich ist, wird sicher auch von den Temperaturen abhängen", sagt Renndirektor Kopp mit Blick auf die Tatsache, dass am Samstag mehr als 20 Grad Celsius erwartet werden. Der Bielefelder Amanal Petros will sich derweil von den starken Läufern aus Ostafrika zu einer persönlichen Bestzeit ziehen lassen. Diese steht bei 28:49 Minuten. Aus heimischer Sicht ist zudem besonders interessant, wie der in Elsen wohnende Robiel Weldemichael (Bestzeit 30:28 Minuten) beim Zehner abschneidet. Auch bei den Frauen kommen die 10-Kilometer-Topfavoritinnen aus Kenia und Äthiopien. Prominenteste Starterin ist aber eine Deutsche: Gesa Felicitas Krause, Weltklasse-Läuferin über 3.000 Meter Hindernis, nimmt in Paderborn (mal wieder) den Zehner in Angriff. 2016 hatte die zweimalige Europameisterin und WM-Dritte den Osterlauf in 33:29 Minuten gemeistert. Über eine solche Zeit würden sich am Samstag auch die Zwillinge Diana und Elina Sujew (Eintracht Frankfurt) freuen. Olympia-Teilnehmerin feiert Halbmarathon-Debüt Beim Halbmarathon ist die Zahl der internationalen und nationalen Topläufer deutlich geringer. Dennoch sind auch hier erstklassige Siegerzeiten zu erwarten. Ob der Kenianer Patrick Kimeli seinen Osterlauf-Sieg aus dem Jahr 2017 wiederholen kann, ist fraglich. "Er hat doch einige Rennen in den Beinen", berichtet Kopp. Bei den Frauen wird das Halbmarathon-Debüt von Besu Sado (Äthiopien) mit Spannung erwartet. Die 23-Jährige, die bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio Neunte über 1.500 Meter geworden war, konzentriert sich seit einem halben Jahr auf den Straßenlauf. "Sie will in Paderborn eine Zeit um 1:08 Stunden laufen. Aber bei den Temperaturen wären auch 1:10 Stunden schon ein toller Erfolg", urteilt Christoph Kopp. Apropos Temperaturen. Die Organisatoren richten einen Appell an alle Osterlauf-Teilnehmer, am Samstag ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. "Niemand sollte sich überschätzen. Die Gesundheit geht vor", mahnt Osterlauf-Pressesprecher Thomas Lippe.

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