Daumen hoch für den Osterlauf, beim Veranstalter ist alles bereit für den Karsamstag (Archivbild). - © Kristoffer Fillies
Daumen hoch für den Osterlauf, beim Veranstalter ist alles bereit für den Karsamstag (Archivbild). | © Kristoffer Fillies

Paderborn Pechstein, Krause und Co. starten beim 73. Osterlauf in Paderborn

Der Veranstalter SC Grün-Weiß Paderborn hofft am Karsamstag, wieder die 10.000er-Teilnehmermarke beim Osterlauf zu knacken

Paderborn. Vier Läufer, die die zehn Kilometer schon unter 28 Minuten gelaufen haben, die zweifache Europameisterin Gesa Krause, die mehrmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein und eventuell wieder eine Teilnehmerzahl von 10.000 – der 73. Paderborner Osterlauf hat am Karsamstag erneut viel zu bieten. Und nach dem Ausstieg der zwei Großsponsoren Finke und Eon sind die Organisatoren bereits in guten Gesprächen mit zwei neuen, aber noch nicht benannten Sponsoren. Die Zukunft des ältesten Straßenlaufs Deutschlands scheint gesichert. In der vergangenen drei Jahren wurde jeweils in Paderborn die Weltjahresbestzeit über zehn Kilometer aufgestellt. Und da drei Weltklasseläufer aus Kenia und Yasin Hajy aus Äthiopien allesamt 27er-Zeiten drauf haben, könnte auch diesmal diese besondere Marke beim Osterlauf fallen. Besonders Vincent Kibet (27,34 Min.) und Lawi Kosgei (27,39 Min.) haben erst am vergangenen Sonntag mit ihren Plätzen eins und zwei beim Residenzlauf in Würzburg unterstrichen, dass sie die Topfavoriten am Karsamstag sind. Vorne mitlaufen wird auch Amanal Petros, deutscher Meister von 2017. „Da es aber laut den Prognosen sehr warm werden soll, wird es schwer den Streckenrekord zu brechen", sagt Organisationsleiter Christian Stork. 2017 lief der Kenianer Bernard Kimeli 27,18 Minuten über die zehn Kilometer. Hinzu kommen noch einige gute Läufer aus der Region, die die Top 10 erreichen können. Die aus dem Kreis Höxter stammenden Jonas Beverungen (TV Wattenscheid), Christian Gemke (LAZ Sieg) oder Michael Brand (NSU Brakel). Auch Paul Maksuti (Delbürck läuft), Roman Reeschke (Tri-Club Paderborn) und Mario Theune (Laufladen Endspurt) trauen die Organisatoren vom SC Grün-Weiß einiges zu. Elias Sansar, Abo-Sieger des Hermannslaufes, hat sich noch nicht angemeldet, macht das, so Christian Stork, aber immer erst kurz vorher. Erstmals Pacemaker im Hauptfeld Top besetzt ist auch das Frauen-Klassement. Gesa Krause, die bei Olympia, WM und EM besonders über die 3.000 Meter Hindernis auftrumpfte, ist das Aushängeschild. Die 26-Jährige mit Bestzeit von 33,29 Minuten wird es aber schwer haben gegen die Konkurrenz aus Kenia, die den Zehner unter 32 Minuten abspulen kann. Das Organisationsteam des Veranstalters SC Grün-Weiß Paderborn präsentiert wieder absoluten Spitzensport, denkt aber nach wie vor an die vielen Hobbyläufer, das Herzstück des Osterlaufs. Die Strecke über zehn Kilometer ist mit 4.500 Teilnehmern bereits ausgebucht, für den Fünf-Kilometer-Lauf liegen knapp 3.000 Anmeldungen vor und für den Halbmarathon sind es 1.400. Als Novum bietet das Organisationsteam für alle Hobbyläufer so genannte Paceläufer an, die eine Fahne auf ihren Rücken tragen mit verschiedenen Zielzeiten. Immer beliebter werden auch die zwei Kinderläufe, für die fast 2.000 Kids angemeldet wurden. "Wir haben die Startzeiten etwas geändert, denn es war immer zu eng. So ist es alles entspannter für die Kinder und ihre Eltern", erklärt Dirk Happe. Auf dem Maspernplatz ist eigens ein Areal für die Kinder eingerichtet worden. Fest zum Osterlauf gehören auch die Inlineskater. Bereits zum zweiten Mal geht es über den Halbmarathon auch um die deutsche Meisterschaft in Paderborn. Ab 14 Uhr gehen 185 Männer und Frauen an den Start. „Das Beste an Inlinern auf der Straße was Deutschland zurzeit zu bieten hat", wirbt Henning Roos vom Deutschen Rollsport- und Inlineverband. Der bekanntesten Starterin, Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, räumt er auf der anspruchsvollen Strecke einen Platz auf vier oder fünf ein.

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