0
Das Feld und die Mitspieler im Blick: Darnell Foreman dribbelt im Spiel in Hanau den Ball und bereitet die nächste Angriffsaktion seines Teams vor. - © Ulrich Petzold
Das Feld und die Mitspieler im Blick: Darnell Foreman dribbelt im Spiel in Hanau den Ball und bereitet die nächste Angriffsaktion seines Teams vor. | © Ulrich Petzold

Paderborn Paderborns neuer Pointguard ist ein Mann klarer Worte

Darnell Foreman spielt erst seit gut 14 Tagen für Paderborn. Der Playmaker ist aber in vielerlei Hinsicht bereits zu einem festen Bestandteil des Teams geworden

Jochem Schulze
09.02.2019 | Stand 08.02.2019, 19:54 Uhr

Paderborn. Darnell Foreman ist um keine Antwort verlegen. "Ich würde niemals einem Coach widersprechen", sagt der US-Amerikaner auf die Frage, was er von einer Aussage seines früheren Trainers Steve Donahue hält. Der Coach der Basketball-Mannschaft der University of Pennsylvania hatte in diesem Frühjahr erklärt, dass er in langen Jahren nie einen härter arbeitenden Spieler als Foreman betreut habe. Dieses Ethos will der 23-Jährige nun auch bei den Uni Baskets Paderborn einbringen. Für den Basketball-Zweitligisten bestreitet Foreman an diesem Samstag (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) gegen die Gladiators Trier sein drittes Spiel. Der erst vor gut 14 Tagen für den langfristig verletzten Grant Benzinger nachverpflichtete Foreman hat sich bei den Uni Baskets gut eingefügt. Am 83:78-Sieg bei den White Wings Hanau hatte der Playmaker seinen Anteil. Bei der 49:67-Pleite in Karlsruhe fand er wie alle anderen Teamkameraden nicht zur Normalform. "Darnell hat bereits gezeigt, dass er uns helfen kann. Er ist ein richtig guter Passgeber und in der Lage, mit dem Ball in der Hand die richtigen Entscheidungen zu treffen", sagt Paderborns Trainer Uli Naechster über den Mann, der im März des Vorjahres für sein Universitäts-Team das letzte Pflichtspiel absolviert hatte. Anschließend versuchte sich Foreman bei den Erie Bay Hawks in der NBA-Entwicklungsliga, wurde aber kurz vor Saisonbeginn aus dem Kader gestrichen. Als der Point Guard im Januar im spanischen Valencia ein Camp für arbeitslose Profis absolvierte, kam der Anruf aus Paderborn. "Ich musste mich ein wenig an den Spielbetrieb hier gewöhnen. Die Hallen, die Schiedsrichter und ein paar unterschiedliche Regeln sind ja neu für mich", erklärt Foreman und spricht von aufregenden Erlebnissen. "Ich lerne aber schnell. Und ich werde versuchen, mit meinem Spiel das ganze Team besser zu machen", erklärt der selbstbewusst auftretende Neuzugang, der sein College-Team in der Vorserie als Kapitän auf das Feld geführt hatte. Kein Wunder also, dass Foreman auch bei seinem neuen Team sofort ein Wörtchen mitzureden hat und sich bei den Besprechungen der fünf Spieler auf dem Feld nach einer Spielunterbrechung keineswegs zurückhält. Uli Naechster hat erklärtermaßen nichts dagegen. Steve Donahue sicherlich auch nicht.

realisiert durch evolver group