Trainingskolleginnen: LC-Sprinterin Chantal Butzek (l.) und die für Zweibrücken startende Sina Mayer, die hier bei den Westfälischen Meisterschaften in Dortmund zu sehen sind, waren am Wochenende erneut in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle im Einsatz. - © Tom Finke
Trainingskolleginnen: LC-Sprinterin Chantal Butzek (l.) und die für Zweibrücken startende Sina Mayer, die hier bei den Westfälischen Meisterschaften in Dortmund zu sehen sind, waren am Wochenende erneut in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle im Einsatz. | © Tom Finke

Paderborn Paderborner Sprint-Asse warten auf das perfekte Rennen

Leichtathletik: Die Sprint-Asse des LC Paderborn haben noch Luft nach oben. So konnte auch Chantal Butzek ihre guten Trainingsleistungen noch nicht ganz abrufen. Tatjana Pinto verzichtet derweil auf die Hallensaison

Paderborn. Die Leichtathletik-Hallensaison geht so langsam in die heiße Phase. Am kommenden Wochenende stehen die großen Meetings in Berlin und Karlsruhe sowie die NRW-Meisterschaften in Leverkusen auf der Agenda. Bei allen drei Veranstaltungen werden Sprint-Asse aus der Trainingsgruppe des LC Paderborn mit dabei sein. Und für alle wird es eine neue Chance sein, um die erhofften Topzeiten zu erzielen. Denn diverse LC-Sprinterinnen und Sprinter warten derzeit noch auf das perfekte Rennen. So will Chantal Butzek in diesem Winter eigentlich ihre 60-Meter-Bestzeit angreifen. Die steht bei 7,25 Sekunden. Eine solche Zeit hat in dieser Saison noch keine deutsche Sprinterin erreicht. Und auch Butzek ist mit einer aktuellen Saisonbestmarke von 7,44 Sekunden noch ein ganzes Stück davon entfernt. Am vergangenen Wochenende standen für die 21-jährige Paderbornerin 7,48 Sekunden beim Meeting in Erfurt sowie 7,53 Sekunden im Vorlauf des Dortmunder Indoor-Meetings zu Buche. Butzek und Mayer starten beim ISTAF Im A-Finale wurden für Butzek dann 7,58 Sekunden notiert, wobei es bei diesem Rennen in Dortmund große technische Probleme bei der Zeitmessung gegeben hatte. So war die Norwegerin Ezinne Okparaebo, die ebenfalls der Paderborner Trainingsgruppe von Kathi Panitz und Thomas Prange angehört, eigentlich ganz dicht dran an der britischen Siegerin Asha Philip (7,12 Sekunden). Doch angeblich war Okparaebo satte 18 Hundertstel langsamer als Philip. Die Saarländerin Sina Mayer, die auch in Paderborn trainiert, finishte in 7,46 Sekunden und wurde Sechste. Butzek blieb der achte Rang. Chantal Butzek und Sina Mayer freuen sich nun auf den kommenden Freitag. So haben die beiden Trainingskolleginnen einen Startplatz für das ISTAF Indoor in Berlin ergattert. Vielleicht gelingt Butzek dann der erhoffte Glanzauftritt. "Chantal war immer eine hervorragende Starterin. In dieser Saison haben wir an der zweiten Rennhälfte gearbeitet. Im fliegenden Bereich ist sie auch besser geworden. Aber leider lässt Chantal nun am Start Zeit liegen", sagt Thomas Prange. Der LC-Coach ist aber guter Dinge, dass das Problem zeitnah behoben wird. "Bis zur Hallen-DM wird es passen", betont Prange mit Blick auf die nationalen Titelkämpfe, die am 16. und 17. Februar in Leipzig steigen. Okparaebo hat die Norm geknackt Butzek hat die DM-Norm ebenso schon geknackt wie Vereinskollegin Janina Kölsch. Alina Kuß, die in dieser Hallensaison bislang mit Verletzungsproblemen und grippalen Infekten zu kämpfen hatte, fehlt noch die besagte Norm. Sie unternimmt am Wochenende einen weiteren Anlauf bei den NRW-Meisterschaften. Traininskollegin Ezinne Okparaebo hat unterdessen sogar schon die Norm für die Hallen-Europameisterschaften geknackt. Doch auch die Norwegerin, die vor gut zwei Wochen in Bielefeld 7,27 Sekunden lief, hat noch Luft nach oben. Okparaebo peilt an diesem Samstag beim Meeting in Karlsruhe eine Zeit unter 7,20 Sekunden an. LC-Vorzeigesprinterin Tatjana Pinto wird dagegen wohl ganz auf die Hallensaison verzichten. "Sie hat weiter Probleme mit dem Sitzbeinhöcker. Wir werden da mit Blick auf die Freiluftsaison kein Risiko eingehen", so Prange. Der LC-Trainer hat mit Noel Thorwesten einen weiteren Athleten, der immer wieder über leichte Verletzungsprobleme klagt. Auch beim Meeting in Erfurt lief für den 20-jährigen Westenholzer in Diensten des LC Paderborn nicht alles nach Plan. "Nach 30 Metern konnte Noel nicht mehr voll durchziehen", berichtet Prange. Dennoch standen im Ziel durchaus beachtliche 6,82 Sekunden zu Buche. "Wenn Noel einmal voll durchstarten könnte, knallt es richtig", hofft Prange auch bei ihm in dieser Hallensaison noch aufs perfekte Rennen.

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