Münster/Kreis Paderborn. Paderborner Dressur-Asse holen Bronze in Münster

Springreiter haben Pech

Münster/Kreis Paderborn. Im vergangenen Jahr hatte der Kreisreiterverband Paderborn aufgrund von Personalproblemen keine Dressur-Equipe zum renommierten Westfalentag nach Münster entsendet. Diesmal aber konnte Equipe-Chef Ralph Tapken ein starkes Trio an den Start schicken. "Nächstes Jahr greifen wir wieder an" Und das holte prompt einen glänzenden dritten Rang. Die Paderborner Springreiter verpassten dagegen beim Westfalentag, der im Rahmen des "K+K Cups" ausgetragen wird, das Finale der besten fünf Teams. Der Westfalenmeister-Titel ging sowohl in der Dressur als auch beim Springen an den Kreisreiterverband Steinfurt. Doch auch für Paderborns Dressur-Asse lief fast alles nach Plan. "Wir haben unser Ziel erreicht und sind ins Finale eingezogen", freut sich Teamchef Tapken. Als es im Finale um alles ging, legten Katharina Hemmer und Charlotte Tollhopf vom RV Altenautal eine starke Leistung hin. Mit rund 70 Prozent erreichten die beiden Vereinskolleginnen auf "Signorina" und "Dance with me" Platz sechs und elf in der Einzelwertung. Probleme gab es hingegen bei Nachwuchstalent Lia Welschof. Die U21-Europameisterin vom RFV Hövelhof verlor durch ein paar Fehler ihren Rhythmus und wurde nur mit etwa 65 Prozent bewertet. Mit dem erst achtjährigen "First Class" hatte sie allerdings auch ein ziemlich unerfahrenes Pferd gesattelt. Doch dieses Risiko, so Tapken, sei man bewusst eingegangen. Zudem reichten die Leistungen für das angestrebte Finale, in dem sich Paderborn nur den Teams aus Steinfurt und Coesfeld geschlagen geben musste. "Das ist wirklich ein super Ergebnis für uns", so Tapken. Die ebenfalls stark besetzte Springreiter-Equipe aus Paderborn verpasste dagegen die erhoffte Final-Quali. Im Umlauf blieb nur Markus Engelhard (Altenautal) auf seinem zehnjährigen "Cuno" fehlerfrei. Er landete in der Einzelwertung damit auf einem guten achten Platz. Seine Teamkollegen Matthias Berenbrinker (Paderborn), Caroline Clemens und Sebastian Holtgräve-Osthues (beide Delbrück) leisteten sich vier, acht und zwölf Strafpunkte. Trotz des verpassten Finales zeigt sich Teamchef Manuel Schwarzenberg zufrieden. "Das Niveau ist sehr hoch. Deshalb haben sie das trotzdem ganz gut gemeistert", urteilt der Delbrücker. Nach der Winterpause sei ein Start auch nicht einfach. "Der Westfalentag ist sehr früh im neuen Jahr. Den Reitern und Pferden fehlt ein wenig die nötige Wettkampfpraxis", erklärt Schwarzenberg. Dennoch zeigt sich der Mannschaftsführer schon optimistisch für 2020: "Nächstes Jahr greifen wir wieder an."

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