Direkte Qualifikation missglückt: Hannah Schiwon muss nun auf einen Nachrückerplatz bei der DM in Bielefeld hoffen. - © Jörg Dieckmann
Direkte Qualifikation missglückt: Hannah Schiwon muss nun auf einen Nachrückerplatz bei der DM in Bielefeld hoffen. | © Jörg Dieckmann

Hövelhof Nur Karina Büser erfüllt die Badminton-Norm

Akteure aus Hövelhof und Ostenland bleiben bei den Westdeutschen Meisterschaften hinter den Erwartungen zurück

Thomas Finke
10.01.2019 | Stand 09.01.2019, 19:03 Uhr

Hövelhof/Delbrück-Ostenland (bra). Bei dem zweithöchsten Turnier Deutschlands traten Akteure der beiden Topvereine SC Ostenland und BC Phönix Hövelhof in Refrath an, um sich für die Deutschen Meisterschaften Anfang Februar in Bielefeld zu qualifizieren. BC PHÖNIX HÖVELHOF Die besten Chancen rechnete sich dabei Hannah Schiwon, die letztjährige Dritte, im Einzel aus. Sowohl im Mixed an der Seite des ehemaligen Hövelhofers Jan Santüns als auch im Einzel war die Ausgangslage durch die Setzplatzierung gut. Im Mixed mussten sich jedoch beide überraschend im ersten Spiel gegen eine stark aufspielende Paarung aus Solingen/Mülheim mit 17:21, 21:13, 15:21 geschlagen geben. Auch im Einzel erreichte Schiwon die direkte Qualifikation nicht und verlor nach einem guten 2. Satz das Achtelfinale im Entscheidungssatz mit 15:21 gegen die Langenfelderin Maike Pilgram. "Maike hat einen Sahnetag erwischt und stark aufgespielt. Da wurde es für Hannah sehr schwierig", so Trainer Martin Brameyer. Ein Sieg von Schiwon hätte die direkte Qualifikation bedeutet. So muss sie auf eine Wildcard oder auf einen Nachrückerplatz hoffen. Weitere Chancen für die Qualifikation erhofften sich Timo Putz, Robin Möller, Mike Augustine Gnanagunaratnam und die Hövelhofer Nummer eins, Niklas Kampmeier, jedoch entschied lediglich die Nummer eins der zweiten Mannschaft, Mike A. G., die erste Runde für sich und hatte dann das Topspiel gegen den amtierenden Westdeutschen Meister vor Augen. "Gegen so einen Gegner macht es riesig Spaß zu spielen und man kann sehr viel von ihm lernen. Für solche Spiele fährt man nach Refrath", resümierte er nach seiner Niederlage. Die Jugendspieler Luca Graupner/Jonas Risse brachten bei ihren ersten Westdeutschen Meisterschaften eine gute Perfomance aufs Feld, mussten sich aber ihren erfahreneren Gegnern geschlagen geben. Ebenso verlief es für das Mixed Timo Putz/Melina Orth (TuS Friedrichsdorf), die trotz guter Ballwechsel gegen die Favoriten aus Mülheim/Gladbeck mit 14:21 und 13:21 den Kürzeren zogen. Nachdem Tag eins der Meisterschaften die Erwartungen der Hövelhofer nicht erfüllen konnte, erhoffte man sich am zweiten Tag bessere Ergebnisse. Das Doppel David Klein/Marvin Barther (BSC Gütersloh) machte den Anfang und unterlag der an Position eins gesetzten Zweitligapaarung aus Hohenlimburg mit 11:21 und 14:21, war aber sehr zufrieden mit dem Spielverlauf. Unglücklich verlief es für die Paarung Timo Putz/Fabian Disic (SC BW Ostenland). Trotz des Lospeches spielten beide stark auf und brachten die zum Teil aus der 2. Bundesliga besetze Paarung Rother/Rauhaus an den Rand einer Niederlage. Nach verlorenen ersten Satz in der Verlängerung blieb ihnen auch das Glück im 2. Satz verwehrt und man musste sich mit 21:23 und 18:21 denkbar knapp geschlagen geben. Somit ruhten die Hoffnung auf eine direkte Qualifikation auf das Hövelhofer Topdoppel Niklas Kampmeier/Sven Falkenrich. Das erste Spiel wurde souverän mit 21:16 und 21:17 gewonnen und im Anschluss wartete eine andere Regionalligapaarung. Gute Ballwechsel kennzeichneten das Spiel, aber das Netz war nicht auf der Seite der jungen Hövelhofer. Viele Bälle wurden denkbar knapp unter die Netzkante gesetzt und trudelten auf die falsche Seite, so dass der erste Satz noch mit 19:21 an die gegnerische Paarung ging. Diese wurden mit der Führung im Rücken immer sicherer und konnte Kampmeier/Falkenrich immer mehr ihr eigenes Spiel aufzwingen, so dass auch der zweite Satz verloren ging. Nun müssen die Hövelhofer Akteure auf eine der begehrten Wildcards oder Nachrückerplätze hoffen. SC BW OSTENLAND Die Aktiven des SC Blau-Weiß Ostenland präsentierten sich in guter Form. Im Dameneinzel schaffte Karina Büser mit zwei Siegen den Einzug ins Viertelfinale und unterlag dort mit 13:21 und 19:21 der späteren Siegerin. Damit schaffte Karina jedoch die erneute Qualifikation für die Deutschen Titelkämpfe. Im Herreneinzel siegten Jan Santüns, Hendrik Wiedemeier und Tim Hindera in der ersten Runde, mussten sich jedoch in Runde zwei gegen jeweils höher spielende Gegner geschlagen geben. Im Mixed schafften Karina Büser/Hendrik Wiedemeier nach Freilos in Runde eins einen Sieg in der zweiten Runde. Danach unterlagen sie allerdings den Finalisten Altenbeck/Hohenberg. Im Herrendoppel siegten Jan Santüns/Hendrik Wiedemeier im Auftaktspiel souverän, bevor sie m zweiten Spiel erst im Entscheidungssatz dem Gegner gratulieren mussten. Eine Niederlage in Runde zwei nach gewonnenem Auftaktspiel mussten auch Karina Büser und Partnerin Hannah Schröder (Lüdinghausen) hinnehmen.

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