Mit viel Einsatzwillen zum Sieg: Florian Weißelstein war am Samstag beim Auswärtssieg in Ahlen nicht nur Altenbeken/Bukes bester Torschütze. Der wuchtige Kreisläufer erzielte acht Sekunden vor dem Ende auch den umjubelten Siegtreffer für das Egge-Ensemble. - © Wilfried Hiegemann
Mit viel Einsatzwillen zum Sieg: Florian Weißelstein war am Samstag beim Auswärtssieg in Ahlen nicht nur Altenbeken/Bukes bester Torschütze. Der wuchtige Kreisläufer erzielte acht Sekunden vor dem Ende auch den umjubelten Siegtreffer für das Egge-Ensemble. | © Wilfried Hiegemann

Altenbeken/Buke HSG Altenbeken/Buke siegt mit dem letzten Wurf

Handball-Verbandsliga: Kreisläufer Florian Weißelstein trifft acht Sekunden vor dem Ende zum glücklichen 32:31-Sieg bei extrem starken Ahlenern

Rouven Theiß
10.12.2018 | Stand 09.12.2018, 20:51 Uhr

Altenbeken/Buke. Was für eine Punktlandung: Die Verbandsliga-Handballer der HSG Altenbeken/Buke durften am vorletzten Spieltag des Jahres erneut jubeln. Mit 32:31 (15:16) setzte sich die HSG bei der Ahlener SG II durch, feierte damit den neunten Sieg im elften Saisonspiel und verbringt den Jahreswechsel so definitiv unter den Top-Drei der Tabelle - unter Umständen sogar als Primus. Dabei standen die personellen Vorzeichen einmal mehr überhaupt nicht gut für die Mannen aus der Egge. Trainer Jan Schwensfeger musste mit Hendrik Schubert, Yannic Hennemann, Jannik Grebe und Jonas Bruhn auf gleich vier Rückraumakteure verzichten. Somit war er erneut zum Improvisieren gezwungen. Fast schon folgerichtig hakte es in der Anfangsphase im Angriff. "Da haben wir viele unnötige Fehler gemacht", so Schwensfeger. Da es auch defensiv ein bisschen an der nötigen Abstimmung fehlte, drehten die Hausherren das 1:3 (6.) in ein 7:4 (14,), um anschließend auf 12:7 (23.) davonzuziehen. "Wir haben zu Beginn die beiden Ahlener Topspieler Marvin Michalczik und Lukas Fischer nicht in den Griff bekommen. Das ist nach einer Abwehrumstellung auf eine offensive 4+2-Variante dann aber besser geworden und wir sind zu einigen Ballgewinnen gekommen", analysierte Jan Schwensfeger. HSG-Routinier Daniel Wiemann sieht die Rote Karte Die Folge: Beim 11:13 (26.) und 15:16 zur Pause waren die Eisenbahner wieder dran und steuerten über 26:23 (47.), 29:26 (53.) und 30:28 (56.) deutlich auf Siegkurs. Doch die Gastgeber bekamen 25 Sekunden vor Schluss durch ein Allerweltsfoul an der Mittellinie einen fragwürdigen Strafwurf zugesprochen. Zudem sah HSG-Routinier Daniel Wiemann dafür eine ebenso diskussionswürdige Rote Karte. Lukas Fischer verwandelte zum 31:31. HSG-Coach Jan Schwensfeger setzte in den Schlusssekunden - wie auch schon einige Male zuvor während der 60 Minuten - alles auf eine Karte und nahm den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers von der Platte. Der Plan ging auf: Kreisläufer Florian Weißelstein traf, als noch acht Sekunden auf der Uhr waren, mit seinem achten Tor zum umjubelten 32:31 für den Gast. "Ahlen ist wirklich stark, hat so weit unten in der Tabelle nichts zu suchen und hätte einen Punkt verdient gehabt. Wir haben es bei unseren Führungen in der zweiten Hälfte zwar verpasst, uns weiter abzusetzen, trotz der Ausfälle aber als Mannschaft überzeugt und kämpferisch alles gegeben", konstatierte Jan Schwensfeger, der am kommenden Samstag zu Hause gegen Aufsteiger Brake mit seinen Schützlingen noch mal jubeln möchte. Dann kann Weihnachten kommen. Altenbeken/Buke: Harst/ Stennes - Weißelstein (8), Goesmann (7), Wiemann (7/2), Schadomsky (4/2), Jungeilges (3), Unkell (3), Fornefeld, Schröder, Walter.

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