Paderborn Saisonstart bei den Turnern der SG Paderborn

Bereits am kommenden Wochenende werden die ersten Punkte verteilt

Paderborn. Die Sommerpause und der Urlaub sind bei den meisten Turnern beendet. Das Team bereitet sich momentan auf die neue Saison in Westfalens höchster Turnliga vor. Die lange Wettkampfpause von fast 8 Monaten wurde genutzt, um an den Übungen zu feilen und die Schwierigkeit weiter nach oben zu schrauben. Das Mannschaftsfeld in der kommenden Saison hat sich deutlich verändert. Der TV Wanheimerort hat seine Mannschaft zurückgezogen und der TV Isselhorst ist in die die 3. Bundesliga aufgestiegen. Somit wurden in der Oberliga zwei Plätze frei, die von den Mannschaften TuS Leopoldshöhe und SG Gleidorf/Langenei besetzt werden. Ergänzt wird die Liga durch folgende Mannschaften: TZ Bochum-Witten II, SuS Stadtlohn, KTS Mettingen und dem TSV Kierpse. "Aufgrund dieses starken Teilnehmerfelds ist auch in diesem Jahr unser gestecktes Ziel der Klassenerhalt", so Teamchef Felix Pott. Das neue Wertungssystem ist publikumfreundlicher und garantiert Spannung Eine Standortbestimmung liefert sicherlich der erste Wettkampf der Saison, die am Samstag direkt mit einem Heimwettkampf eröffnet wird. Am Samstag, 15. September, um 12 Uhr ist die zweite Mannschaft des Turnzentrums Bochum zu Gast in der Andreas-Winter-Sporthalle in Schloß Neuhaus. Die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet ist auch dieses Jahr wieder mit vielen hochkarätigen Turnern aus der Bundesliga und Nachwuchsbundesliga besetzt. Der Mix aus jungen und erfahrenen Turnern machen die Bochumer klar zum Favoriten in diesem Wettkampf. "Wir sehen uns definitiv als Underdog. Zwar werden wir mit dem bestmöglichen Kader an die Geräte gehen, aber realistisch gesehen sind unsere Chancen gering. Das ist uns aber egal, denn wir werden alles versuchen, den Wettkampf so lange wie möglich offen zu halten", so Pott. "Wir werden versuchen, den Bochumern Paroli zu bieten, wo es geht". Dabei wird es wohl eher um Schadensbegrenzung gehen, denn gegen die Turner mit Bundesligaerfahrung werden die Paderborner nur wenig entgegensetzen können. "Jedoch hat jeder Wettkampf seine eigenen Gesetze und am Ende wird der gewinnen, der möglichst fehlerfrei durch den Wettkampf kommt", glaubt Pott. Bei den Wettkämpfen werden die Turninteressierten eine leicht veränderte Paderborner Oberligamannschaft zu Gesicht bekommen. Christian Kürpick und Dominik Günzel stehen in dieser Saison nicht zur Verfügung. Auch der Einsatz von Ringe- und Pauschenpferdspezialist Sebastian Steube ist in dieser Saison fraglich. Positiv zu verzeichnen ist, dass Nachwuchsturner Alejandro Peters, der schon im Frühjahr für die SG Wünnenberg/Elsen in der Landesliga gestartet ist, jetzt auch für die Paderborner an die Geräte gehen wird. Um langsam an die Leistungsklasse herangeführt zu werden, wird Alejandro diese Saison noch außer Konkurrenz seine Einsätze bestreiten. Ebenfalls ist der verletzungsbedingt angeschlagene Teamchef Felix Pott fast wieder zu 100 Prozent belastbar und wird wieder vermehrt an den Geräten zu sehen sein. Ansonsten bleibt das Team wie gehabt gleich. Die eifrigsten Punktesammler der Startgemeinschaft dürften wieder einmal Marc Lemperle und Thomas Kirchhoff werden, die auch in den vergangenen Jahren an vielen Geräten zum Einsatz kamen und somit viele wichtige Punkte erturnt haben. In diesem Jahr gibt es zudem eine Neuheit in der Oberliga. Erstmals wurde beschlossen das momentane Wertungssystem zu ändern. Ab dieser Saison wird nun auch nach dem so genannten Scoresystem geturnt. Etabliert hat es sich die letzten Jahre in den Turn-Bundesligen und soll nun erstmalig auch in der Oberliga erprobt werden. Wie genau dieses System funktioniert, wird den Zuschauern ausführlich im Vorfeld des ersten Heimwettkampfs erklärt. Daher gilt: Früh da sein lohnt sich. Für Teamchef Felix Pott bedeutet die Umstellung auf das neue System mehr Planungsaufwand für die kommende Saison. "Wir müssen unsere Gegner jetzt noch genauer unter die Lupe nehmen und zum richtigen Zeitpunkt unsere Turner taktisch geschickt einsetzen. Großer Vorteil des Systems ist, dass wesentlich mehr Spannung entsteht. Es gibt zum einen keinen Streichwert mehr, was bedeutet, dass alle Turner an einem Gerät durchturnen müssen. Reizvoll ist aber, dass eine auf dem Papier stärkere Mannschaft nicht garantiert den Wettkampf gewinnen wird", beschreibt er die Neuerungen. Durch taktisches Geschick und klugen Einsätzen der Turner könne nun der Wettkampfverlauf größtenteils selbst bestimmt werden. Für alle turninteressierten Zuschauer ist das neue System ein absoluter Gewinn, denn es ist deutlich publikumsfreundlicher und garantiert spannende Wettkämpfe bis zum letzten Duell.

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