Immer wieder Holtgräve-Osthues: Auch beim Teamspringen war auf den Neu-Delbrücker und seinen starken "Eldorado" Verlass. Als Lohn stand am Ende Rang zwei für das Paderborner Quartett. - © Marc Köppelmann
Immer wieder Holtgräve-Osthues: Auch beim Teamspringen war auf den Neu-Delbrücker und seinen starken "Eldorado" Verlass. Als Lohn stand am Ende Rang zwei für das Paderborner Quartett. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborn springt auf Rang zwei

Paderborn Challenge: Bei der Janz Team Trophy holt sich die Equipe des gastgebenden Kreisreiterverbandes die silberne Schleife. Hövelhofer triumphiert beim Heinzelmännchen-Cup

Kim Hansmann

Paderborn. In den finalen Prüfungen der Small, Medium und Large Tour der SPOOKS-Amateur-Trophy kämpften zahlreiche Teilnehmer um den endgültigen Sieg. Unter den Startern war auch der 16-jährige Henning Athens vom Reitverein Hövelhof. Er startete nicht nur in der Medium Tour, sondern auch im Finale des Heinzelmännchen Young Riders Amateur Cup 2018. Dies wurde zeitgleich im Rahmen der SPOOKS-Tour abgewickelt und bot den Finalisten eine einmalige Erfahrung. Für die besten zehn Starterpaare aus OWL, die nach insgesamt zehn Qualifikationsprüfungen die meisten Punkte gesammelt hatten, hieß es nun alles geben auf dem Schützenplatz. Am Ende war das Ergebnis klar: Mit seinem fehlerfreien und schnellen Ritt triumphierte Athens in 31,29 Sekunden das Finale des Heinzelmännchen-Cups. Kai Henrik Settertobulte aus Delbrück und sein "Comet" lagen mit vier Strafpunkten und einer Zeit von 31,45 Sekunden auf Rang zwei. "Das war ein ganz neues Erlebnis für mich", erzählt das Nachwuchstalent nach der Prüfung. Wider Erwarten habe es keine Probleme im Parcours gegeben, und das trotz Premiere für Reiter und Pferd auf der Challenge. "Wir waren ein Team, es hat einfach alles gepasst", findet der junge Hövelhofer. Den Sieg habe er vor allem der 14-jährigen Stute unter dem Sattel zu verdanken. "Zalina springt momentan super, sie macht es mir leicht." Für den Kreisreiterverband Paderborn sollte sich diese Siegesserie in der "Janz Team Trophy" am Abend fortsetzen. Das vielversprechende Quartett der Paderborner Equipe setzte sich zusammen aus Matthias Berenbrinker, Caroline Clemens, Markus Engelhard und Sebastian Holtgräve-Osthues. Als eines von zehn Teams musste sich diese Mannschaft bei Flutlicht auf dem Schützenplatz beweisen. Die Startfolge mit dem erfahrenen Berenbrinker zu Beginn und dem nervenstarken Holtgräve-Osthues als Abschluss sei bewusst gewählt worden, so die Teamchefs Markus Beringmeier und Maik Schwarzenberg. Trotz zwei gefallener Stangen im ersten Durchgang erreichte Paderborn dank einer Nullrunde am Ende insgesamt solide fünf Strafpunkte. Ganz knapp ging der Sieg mit nur vier Strafpunkten an das Team vom Lippischen RuF. Mit einem starken zweiten Platz seien alle Beteiligten aber sehr zufrieden. "Die Mannschaft war in einer super Verfassung. In der zweiten Hälfte des Parcours sind die meisten Fehler passiert, das war schon schwierig. Trotzdem ist alles gut gelungen. Es war ein sehr knappes Ergebnis", resümiert Markus Beringmeier. Auch der Paderborner Lokalmatador Berenbrinker war mit seinem Ritt trotz Streichergebnis zufrieden. "Die Lichtverhältnisse waren heute nochmal schwerer als Mittwoch, damit hatten wir zu kämpfen", erzählte der Berufsreiter. Für seinen neunjährigen "Stakko Air" sei das Eröffnungsspringen am Mittwoch eine Flutlichtpremiere gewesen. "Dafür, dass er ein unerfahrenes Pferd ist, hat er das super gemacht." Ein weiterer starker zweiter Platz ging auch in der Einzelwertung an Sebastian Holtgräve-Osthues, der mit seinem "Eldorado" eine strafpunktfreie Runde in 39,56 Sekunden hinlegte. Insgesamt hatten sich die besten zehn Teilnehmer aus den Mannschaften für die anschließende Siegerrunde qualifiziert. Der Delbrücker lag bis zum Schluss als einziger unter der 40-Sekunden-Marke, doch der Sieg war noch nicht in trockenen Tüchern. Denn nach einer finalen spannenden Runde durch den Parcours machte schließlich Jan Kersting das Rennen. Er ging mit seinem "Castello" als Letzter an den Start und triumphierte mit nur fünf Hundertstel Vorsprung in einer spektakulären Zeit von 39,51 Sekunden. Somit ging der Sieg am Ende des Samstags an das Bürener Paar.

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