Da ist mein Name: Justin Farthing schaut auf der Flight-Tafel nach, mit welchen Spielern er in St. Andrews auf die Runde geht. - © NW
Da ist mein Name: Justin Farthing schaut auf der Flight-Tafel nach, mit welchen Spielern er in St. Andrews auf die Runde geht. | © NW

Salzkotten Thüler Talent spielt im Mekka des Golfsports

Golf: Justin Farthing geht in St. Andrews bei sehr schwierigen Windbedingungen auf die Runde

Frank Beineke

Salzkotten-Thüle. Das schottische St. Andrews ist für Golfer ein geradezu mystischer Ort. Die Kleinstadt an der Ostküste gilt als Wiege dieses Sports. Und der legendäre Old Course ist der älteste noch existierende Golfplatz der Welt. Ein Talent vom GC Paderborner Land hatte nun die Ehre, in St. Andrews abzuschlagen: Justin Farthing nahm bereits zum zweiten Mal an den renommierten "St. Andrews Boys' Open" teil. Bereits im vergangenen Jahr hatte er dort als damals jüngster Teilnehmer zum Schläger gegriffen. Und auch mit seinen inzwischen 14 Jahren zählte Farthing bei diesem U19-Turnier zu den jüngsten Spielern im Feld der 150 Talente aus 18 Nationen. Los ging's am Montag mit einer Runde auf dem so genannten Eden Course. Zum sehr anspruchsvollen Kurs gesellte sich ein stürmischer Wind von gut 80 Kilometern pro Stunde. "Die Bedingungen waren extrem schwer", berichtet Justin Farthing, der nach zwölf Löchern mit fünf Schlägen über Par noch gut im Rennen lag. Doch an Loch 13 wurde sein Spiel dann buchstäblich vom Winde verweht. Farthing benötigte satte neun Schläge. Am folgenden Loch machten ihm Wasserhindernisse zu schaffen. Sechs Schläge warfen den 14-Jährigen weiter zurück. Am Ende standen 84 Schläge und ein 112. Platz zu Buche. Die Qualifikation für den Merchants' Cup, die 32 Spieler schafften, wurde somit klar verpasst. Auch der Traum von einer Runde auf dem Old Course platzte, denn dort durften nur die besten 16 Akteure ran. "Aber es bleibt mein Ziel, einmal auf dem Old Course zu spielen", sagt Farthing und hofft, dass er 2019 erneut in St. Andrews dabei sein wird. »Ich habe eine Menge gelernt« In der schottischen Heimat seines Vaters Norman, seines Zeichens Geschäftsführer des Paderborner Squash Clubs, sammelte das Golftalent jedenfalls wertvolle Erfahrungen. "Man muss sich genau im Klaren sein, wie man bei so einem Wind spielt. Da ist Taktik gefragt. Du musst exakt wissen, welchen Schläger du nimmst. Ich habe eine Menge gelernt", erklärt der 14-Jährige, der am Tag nach seiner 84er-Runde noch um den David-Ayton-Cup spielte. Auf dem Kurs "St. Andrews Links" blieb das Thüler Talent bei deutlich besseren Bedingungen nur sechs Schläge über Par. "Die Runde war ganz in Ordnung. Ich habe das Beste daraus gemacht", bilanziert Justin Farthing. Mit 36 Stableford-Punkten belegte der Jungspund im Feld der 88 Spieler einen ehrenwerten 48. Platz.

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