Ein Spanier für Sennelager: Roberto Ortega-Olmedo ist einer der wenigen Topspieler, die bereits in der Regionalliga für den TuS aufgeschlagen haben. Der 27-Jährige, der in der Weltrangliste an Position 291 notiert wird, ist die Nummer drei der Meldeliste. - © Marc Köppelmann
Ein Spanier für Sennelager: Roberto Ortega-Olmedo ist einer der wenigen Topspieler, die bereits in der Regionalliga für den TuS aufgeschlagen haben. Der 27-Jährige, der in der Weltrangliste an Position 291 notiert wird, ist die Nummer drei der Meldeliste. | © Marc Köppelmann

Paderborn Startschuss für den TuS Sennelager

Tennis: Herren bestreiten am Sonntag ihr erstes Zweitligaspiel der Vereinshistorie. Nach zuletzt sechs Aufstiegen in Folge geht es erst einmal um den Klassenerhalt

Rouven Theiß

Paderborn-Sennelager. Die Tennis-Sommersaison ist in den Ligen auf Verbandsebene beendet. Doch die ranghöchste Mannschaft des Kreises Paderborn legt erst am Sonntag los. Dann nämlich erfolgt der Startschuss in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga Nord. Und erstmals ist der TuS Sennelager mit dabei. Im ersten Heimspiel trifft der Aufsteiger dabei an diesem Sonntag ab 11 Uhr auf den TC Iserlohn. Mit sechs Aufstiegen in Serie hat sich der TuS bis in die zweithöchste deutsche Spielklasse katapultiert. Dort geht die erfolgsverwöhnte Herren-Mannschaft nun unter dem Namen "Team Hämmerling TuS Sennelager" auf Punktejagd. Für die neue sportliche Herausforderung haben die Schwarz-Gelben aus dem Paderborner Ortsteil noch einmal kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen und weite Teile des vormaligen Regionalligakaders ausgetauscht. »Unmöglich ist der Klassenerhalt definitiv nicht« Und die Bemühungen können sich sehen lassen, schließlich befinden sich gleich acht der 16 gemeldeten Akteure im ATP-Ranking unter den besten 500 Spielern. Tsung-Hua Yang (Taiwan), Antoine Hoang (Frankreich), Roberto Ortega-Olmedo (Spanien) und Ivan Gakhov (Russland), die an den ersten drei Positionen sowie an Nummer fünf gemeldet sind, stehen sogar in den Top 300 der Welt. "Die ersten 14 Spieler auf unserer Meldeliste sollen alle zu Einsätzen kommen", verspricht der Sportliche Leiter Marc Renner. Lediglich für die beiden Youngster Julius Hillmann und Louis Dietze, die mit der zweiten Mannschaft den Aufstieg in die Westfalenliga geschafft haben, bleibt die Reserve-Rolle. Das Saisonziel ist für Renner klar: "Ich gehe davon aus, dass es drei Absteiger geben wird. Wir wollen unbedingt die Klasse halten und müssen dafür von neun Teams mindestens Sechster werden. Unmöglich ist der Klassenerhalt definitiv nicht. Wir sind aber immer darauf angewiesen, welche Spieler uns genau zur Verfügung stehen." »Als kleinster Verein können wir ganz befreit aufspielen« Trotzdem geht der TuS entspannt in die Serie und Marc Renner unterstreicht: "Als kleinster Verein können wir ganz befreit aufspielen und haben keinen Druck." Als absoluten Titelfavoriten sieht der Sportliche Leiter aus Sennelager den Kontrahenten aus Aachen, der am 3. August im Paderborner Vorort gastiert. "Die wollen bestimmt aufsteigen. Ansonsten ist die Liga aber sehr ausgeglichen und es gibt keine schwachen Gegner. Alle Mannschaften haben personell zugelegt und deshalb dürfte es interessant werden", urteilt Renner. Für die Heimspiele, die weiterhin auf der kleinen Anlage in Sennelager stattfinden, erhofft sich Renner jeweils viele Zuschauer: "In Paderborn ist meiner Einschätzung nach ein kleiner Tennisboom entstanden. Deshalb wünsche ich mir, dass sich möglichst viele Kinder mit ihren Eltern unsere Heimspiele anschauen." Aus diesem Grund bleibt es auch bei freiem Eintritt für die Kinder. Erwachsene zahlen dagegen einen kleinen Betrag, Studenten erhalten Ermäßigungen. "Wir gehen definitiv entspannt in die Saison und möchten gutes Tennis zeigen", sagt Renner und fügt an: "Unsere Arbeit mit einem Team in der 2. Bundesliga, einem weiteren in der Westfalenliga und der Tennisbase im Rücken zahlt sich aus. Wir haben jetzt schon Anfragen für die kommende Saison." Und in der soll es in Sennelager möglichst weiter Zweitliga-Tennis zu sehen geben.

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