Starker Aufsteiger: Über seine tolle Saisonleistung freuen sich die TSV-Turnerinnen (v. l.) Emilia Downes, Annika Müller, Hannah Waldapfel, Mariella Lüpfert, Leonie Beyer, Bianca-Marie Mersch und Saskia Schulte sowie Trainerin Martina Ozimek. - © Veronika Downes
Starker Aufsteiger: Über seine tolle Saisonleistung freuen sich die TSV-Turnerinnen (v. l.) Emilia Downes, Annika Müller, Hannah Waldapfel, Mariella Lüpfert, Leonie Beyer, Bianca-Marie Mersch und Saskia Schulte sowie Trainerin Martina Ozimek. | © Veronika Downes

Paderborn TSV Schloß Neuhaus darf auf den Durchmarsch hoffen

Gerätturnen: Damen-Leistungsriege aus der Residenz qualifiziert sich als Aufsteiger für die Relegationsrunde zur Landesliga 1

Frank Beineke

Paderborn-Schloß Neuhaus. Als Aufsteiger in die Landesliga 2 hatten die Turnerinnen des TSV 1887 Schloß Neuhaus nur ein Saisonziel: Der Klassenerhalt sollte her. Das besagte Ziel wurde dann auch äußerst souverän erreicht. Und als Drittplatzierter in der Endabrechnung wird die TSV-Leistungsriege im kommenden Dezember nun sogar um den Aufstieg in die Landesliga 1 turnen. "Das ist natürlich eine große Überraschung für uns", kommentiert Fachwartin Hieu van Luong eine Saison, in der Schloß Neuhaus schon frühzeitig die Weichen zum sicheren Klassenerhalt stellte. So erreichten die TSV-Damen beim Auftaktwettkampf in Rheda mit 150 Punkten den zweiten Platz. Auch anschließend knackte Schloß Neuhaus beim Wettkampftag in Sendenhorst die 150-Punkte-Marke. Erneut stand dort ein toller zweiter Platz zu Buche. Die Ausgangsposition war vor dem Saisonfinale in Schalksmühle damit hervorragend. Am Barren erzielten die TSV-Asse die meisten Punkte von allen Teams Im Feld der acht Turnriegen reichte ein vierter Rang, um ganz sicher die Relegation zur Landesliga 1 zu buchen. Und auch dieser Wettkampf startete sehr gut. Am Sprung und Stufenbarren konnten die Ergebnisse der beiden ersten Wettkämpfe erreicht beziehungsweise sogar leicht übertroffen werden. Am Barren erzielten die TSV-Asse von allen Mannschaften die meisten Punkte. Die Tageshöchstwertungen gingen an diesem Gerät an Leonie Beyer mit 12,95 Punkten und Mariella Lüpfert mit 12,85 Punkten. Es folgte der Schwebebalken, der sonst eigentlich das stärkste Gerät der TSV-Mädchen ist. Doch diesmal lief es für das Team von Trainerin Martina Ozimek gar nicht rund. So gab es einige Stürze, bei denen die TSV-Turnerinnen zum Glück unverletzt blieben. In der Punktewertung aber verlor die Mannschaft an Boden. So standen lediglich 30,40 Zähler zu Buche. Zum Vergleich: In Sendenhorst hatte Schloß Neuhaus an diesem Gerät noch satte 38,90 Punkte eingeheimst. Doch am finalen Gerät zeigte die TSV-Riege dann wieder gewohnt gute Leistungen. Mit 40,15 Punkten ergatterte Schloß Neuhaus am Boden die zweithöchste Wertung im Feld der acht Teams. Unterm Strich standen in der Tages-Gesamtwertung aber "nur" 144,60 Punkte und der fünfte Platz zu Buche. Ohne das Malheur am Schwebebalken wäre der Tagessieg wohl locker drin gewesen. Doch auch der besagte fünfte Rang sorgte für jede Menge Freude, denn in der Endabrechnung der Landesliga 2 landete der TSV Schloß Neuhaus damit auf Rang drei. TSV-Damen bereiten sich auf den Relegationswettkampf um den Aufstieg in die Landesliga 1 vor Mit 18 Wettkampfpunkten und 444,90 Gesamtpunkten musste sich die Leistungsriege aus der Residenz lediglich Meister SCA Ochtrup (23 Wettkampfpunkte, 451,05 Gesamtpunkte) und dem KTV Bielefeld II (18 WK, 446,70 GP) geschlagen geben. In den nächsten Monaten werden sich die TSV-Damen nun auf den im Dezember anstehenden Relegationswettkampf um den Aufstieg in die Landesliga 1 vorbereiten. "Da werden die Mädels natürlich alles versuchen. Aber wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte, sind wir auch nicht traurig", sagt Hieu van Luong. Ihr eigentliches Saisonziel hat die TSV-Mannschaft schließlich längst in der Tasche.

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