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Boten beste Werbung fürs Damen-Squash: Die Weltklasse-Asse Nour El Tayeb (r.) und Camille Serme. - © Frank Beineke
Boten beste Werbung fürs Damen-Squash: Die Weltklasse-Asse Nour El Tayeb (r.) und Camille Serme. | © Frank Beineke

Böblingen "Superwoman" verhilft Paderborns Damen zum Titel

Squash: Neuzugang Nour El Tayeb macht die Titelverteidigung der PSC-Damen mit einem beeindruckenden 3:1-Sieg gegen die Weltranglistendritte Camille Serme vorzeitig perfekt. Herausforderer Frankfurt hat im Finale nicht den Hauch einer Chance

Frank Beineke
29.05.2017 | Stand 28.05.2017, 21:19 Uhr

Böblingen. Zugegeben. Es war keine Überraschung, dass die Squash-Damen des Paderborner SC am Samstag zum dritten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft einheimsten. Doch die Art und Weise, in der die Schützlinge von Teammanager Matthias Wolff bei der Endrunde in Böblingen den Titel einfuhren, war äußerst beeindruckend. Und dass das Finale gegen den SC Monopol Frankfurt bereits nach dem zweiten Einzel vorzeitig entschieden war, war dann doch eine faustdicke Überraschung. Denn nachdem Franziska Hennes im Auftakteinzel an Position drei einen mehr als souveränen 3:0-Erfolg gegen die Frankfurterin Lisa Sedlmeier gefeiert hatte, folgte ein Einzel, das schon jetzt einen Ehrenplatz in der PSC-Vereinsgeschichte sicher hat. Neuzugang Nour El Tayeb musste gegen die französische Weltranglistendritte Camille Serme ran. Und die Nummer zwölf der Welt aus Ägypten sollte tatsächlich mit 11:9, 9:11, 11:7 und 13:11 die Oberhand behalten. Es war beste Werbung für das Damen-Squash. "So ein Damen-Einzel habe ich noch nie gesehen", staunte Teammanager Matthias Wolff über ein spektakuläres Match, in dem El Tayeb keinen Ball verloren gab. Die 24-Jährige aus Kairo wartete mit diversen Flugeinlagen auf und machte so manchen Becker-Hecht. "Sie ist wie eine Wahnsinnige durch den Court geflogen. Nour heißt für mich ab jetzt nur noch Superwoman", witzelte Wolff. "Ich hatte heute einfach einen großen Willen", kommentierte El Tayeb ihre Meisterleistung. Und so war das Endspiel vorzeitig entschieden. Sina Wall musste an Position zwei erst gar nicht mehr ran. In drei Endrundenspielen verloren die PSC-Damen damit kein Einzel bei einem Satzverhältnis von 24:2. "Alle haben so viel Herzblut reingesteckt und alle pushen sich gegenseitig. Dieses Team funktioniert einfach", resümierte Matthias Wolff. Zugleich riskierte der Teammanager schon einmal einen Blick auf das im September anstehende Heimspiel beim Europapokal: "Gerade zuhause dürften wir da sehr, sehr gute Chancen haben."

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