Die Garanten für den Aufstieg: Der TTV-Vorsitzende und Teamchef Klaus-Dieter Borgmeier (l.) und Hauptsponsor Klaus Hedenkamp freuen sich auf die 1. Bundesliga. - © Foto: DAS Studio/Buschmeier
Die Garanten für den Aufstieg: Der TTV-Vorsitzende und Teamchef Klaus-Dieter Borgmeier (l.) und Hauptsponsor Klaus Hedenkamp freuen sich auf die 1. Bundesliga. | © Foto: DAS Studio/Buschmeier

Hövelhof Reif für die erste Liga

TISCHTENNIS: Aufstieg des TTV Hövelhof krönt eine kontinuierliche Entwicklung

Frank Beineke

Hövelhof. Der Tischtennis-Sport in Hövelhof ist seit jeher eng mit dem Namen Borgmeier verbunden. Jahrzehntelang hatte Alfons Borgmeier die Tischtennisabteilung des Hövelhofer SV geleitet. Vor mehr als 20 Jahren übernahm sein Sohn Klaus-Dieter das Amt. Und für den Vorsitzenden des längst eigenständigen TTV Hövelhof ging am Sonntag ein Traum in Erfüllung. Denn die Damen-Mannschaft machte die Zweitliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg perfekt. Es ist der Höhepunkt einer kontinuierlichen Entwicklung, die Teamchef Klaus-Dieter Borgmeier stets behutsam, aber beharrlich vorantrieb. Denn beim Verein aus der Senne wird nichts übers Knie gebrochen. Dies zeigte sich vor zwei Jahren. Schon damals hatten die TTV-Damen den Zweitliga-Titel geholt, doch Hövelhof verzichtete freiwillig auf den Sprung ins Tischtennis-Oberhaus. „Die Zeit war noch nicht reif. Die Mannschaft hatte noch nicht die nötige Qualität und wir wollten die Sache nicht zu schnell angehen. Denn für die 1. Liga muss alles passen“, erklärt Klaus-Dieter Borgmeier. Viele Jahre lang hatten Hövelhofs Damen in der Verbands- oder Oberliga gespielt. 2005 gelang der Aufstieg in die Regionalliga. „Dass wir mal in der 1. Liga landen, hätte ich damals aber nie gedacht“, erinnert sich Borgmeier. Doch zur Saison 2008/2009 passierte etwas ganz Entscheidendes: Klaus Hedenkamp stieg beim TTV als Hauptsponsor ein. 2009 gelang prompt der Sprung in die 2. Liga. Und in der spielten Hövelhofs Damen stets oben mit. Das schlechteste Ergebnis der vergangenen Jahre war ein vierter Platz. „Wir haben unsere Mannschaft dabei peu à peu verstärkt“, sagt Borgmeier. In der Tat: Eine Elena Shapovalova, die als Neuzugang in der Zweitliga-Saison 2009/2010 an Position eins gespielt hatte, ist mittlerweile nur noch die Nummer fünf. Klar, dass dabei der Etat steigen musste. Und auch dafür sorgte vor allem der Hauptsponsor. „Ohne Klaus Hedenkamp wäre das alles nicht möglich. Er unterstützt uns in jeglicher Hinsicht“, lobt Borgmeier seinen verlässlichen Partner, der nun auch den Erstliga-Etat maßgeblich finanziert. Die Ausgaben wachsen hierbei. Allein die Reise- und Übernachtungskosten nehmen erheblich zu. „Unterm Strich steigt der Etat um einen fünfstelligen Betrag“, verrät Borgmeier, ohne exakte Zahlen nennen zu wollen. Monetäre Vabanquespiele wird es dennoch nicht geben. Das Unternehmen 1. Liga ist seriös durchfinanziert, entsprechende Lizenz-Unterlagen werden in Kürze eingereicht. Auch die Personalplanungen sind weit gediehen. So sollen Svetlana Ganina, Aimei Wang, Yvonne Kaiser und Linda Creemers die Stammformation bilden. Hinzu kommt die erfahrene Jing Tian-Zörner als Co-Trainerin und Stand-by-Spielerin. Nicky van Pol-Zetsen wird den TTV dagegen verlassen. Auch bei Elena Shapovalova stehen die Zeichen auf Abschied. „Sie ist eine verdiente Spielerin. Aber Elena sagt selbst, dass die 1. Liga für sie eigentlich eine Nummer zu groß ist“, sagt Borgmeier, der in den nächsten Wochen die Vertragsverlängerungen mit Ganina und Co. dingfest machen will. „Das sind alles pflegeleichte Spielerinnen, die immer alles geben. Und der Teamgeist stimmt“, schwärmt der Teamchef. Der Zusammenhalt zeigte sich auch am Aufstiegswochenende. Alle sieben TTV-Spielerinnen waren nach Hövelhof gekommen – selbst die erkrankte Svetlana Ganina. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Rieger Gasthaus Spieker wurde der Zweitliga-Titel gefeiert. Und auch hier ließ sich Klaus Hedenkamp nicht lumpen.

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