Alles hört auf mein Kommando: (stehend v.l). Lars Kamp, Moritz Hübner, Ivan Buntic (verdeckt), Co-Trainer Niko Milosevic, Luis Figge, Reggie Willhite und Paul Albrecht sowie (vorn v.l.) Eike Kerfs, Thomas Bropleh, Morgan Grim, Frederik Henningsen und Ty Nurse haben sich beim Spiel in Jena in der Auszeit rund um Cheftrainer Uli Naechster geschart. - © FOTO: PETER POSER
Alles hört auf mein Kommando: (stehend v.l). Lars Kamp, Moritz Hübner, Ivan Buntic (verdeckt), Co-Trainer Niko Milosevic, Luis Figge, Reggie Willhite und Paul Albrecht sowie (vorn v.l.) Eike Kerfs, Thomas Bropleh, Morgan Grim, Frederik Henningsen und Ty Nurse haben sich beim Spiel in Jena in der Auszeit rund um Cheftrainer Uli Naechster geschart. | © FOTO: PETER POSER

Kamp und Figge machen Mut

BASKETBALL: Beim Zweitligisten Paderborn geben zwei Youngster die Richtung vor

Jochem Schulze

Paderborn. Die Leidenszeit ist vorbei. Nach einer Zwangspause von acht Monaten hat Lars Kamp erstmals wieder ein Basketballspiel unter Wettkampfbedingungen bestritten. Der 18 Jahre alte Guard des Zweitligisten Finke Baskets Paderborn feierte beim 74:79 in Jena sein Comeback. „Ich habe mich sehr darüber gefreut, endlich wieder auf dem Feld zu stehen“, sagte der Reismann-Abiturient nach der Partie in Thüringen und ärgerte sich doch ein wenig darüber, dass die Begegnung schließlich doch noch knapp verloren ging. „Das war ein sehr positiver Auftritt von Lars. Er hat angedeutet, dass er uns in den nächsten Wochen und Monaten weiterhelfen kann“, erklärte Uli Naechster. Paderborns Cheftrainer hatte den Jugend-Nationalspieler im zweiten Viertel erstmals für ein paar Minuten auf das Parkett geschickt. Im Schlussabschnitt kam Kamp wieder, traf drei Dreier in Folge und gab seinen Teamkameraden nochmals einen Schub. „Ich habe die Partie gut überstanden“, sagte das Baskets-Eigengewächs, das zuletzt im Mai 2014 beim Vierer-Endturnier der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) in Quakenbrück gespielt hatte. Dann machte sich eine langwierige Fußverletzung bemerkbar. In einer langen Rehaphase fand Kamp wieder den Anschluss. In Jena stand er im Schlussviertel auch gemeinsam mit seinem NBBL-Teamkollegen Luis Figge auf dem Feld. Der 17-Jährige spielte insgesamt 21 Minuten und besaß hinter Morgan Grim und Reggie Willhite den besten Effektivitätswert der Paderborner. „Luis und Lars waren mit viel Emotion dabei. Beiden wollten die Partie unbedingt noch gewinnen“, stellte Naechster dem Duo ein gutes Zeugnis aus. Andere Baskets-Akteure aber ließen auch im zweiten Rückrundenspiel die nötige Konsequenz vermissen. So war von Ty Nurse zum wiederholten Mal nicht viel zu sehen. Der Playmaker der Start-Fünf bekam nur gut 20 Minuten und war in den entscheidenden Momenten nicht dabei. Auf dem Scoutingbogen war für den Kanadier nicht ein Assist notiert. „Ty muss mehr Würfe nehmen. Er hat die beste Dreierquote meiner Spieler“, sagte Naechster. Der überlegt nun, wie er den Point Guard in bessere Schusspositionen bringen kann. Vielleicht ist Lars Kamp da ja demnächst auch eine Hilfe.

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