Versöhnlicher Abschluss: Die Weher um Jan Thielemann (m.) gestalteten gestern Nachmittag das Ergebnis bei der Pflichtaufgabe gegen das Tabellenschlusslicht am Ende noch deutlich. Fotos (2): Andreas Gerth - © Andreas Gerth
Versöhnlicher Abschluss: Die Weher um Jan Thielemann (m.) gestalteten gestern Nachmittag das Ergebnis bei der Pflichtaufgabe gegen das Tabellenschlusslicht am Ende noch deutlich. Fotos (2): Andreas Gerth | © Andreas Gerth

Rahden Szenenapplaus für Wehes Torwart Steffen Giese

Handball-Landesliga: Der TuS SW Wehe fährt gegen Schlusslicht HSG EURo den erwarteten Sieg ein. TuS Gehlenbeck muss sich in Detmold nach einer 24:19-Führung mit einem 24:24 zufrieden geben

Handball-Landesligist TuS Gehlenbeck stand am Samstagabend kurz vor dem dritten Auswärtssieg in Folge, nach einer 24:19-Führung musste sich der Landesligist bei der SG Handball Detmold aber mit einer Punkteteilung zufrieden geben. „Wenigstens haben wir den Abstand zum Gegner gehalten“, sagte Trainer Fred Hölscher nach dem 24:24. Der TuS Wehe sicherte sich die beiden Pflichtpunkte gegen Schlusslicht HSG EURo, wusste beim 30:19 aber erst in der zweiten Halbzeit zu überzeugen. SG Handball Detmold – TuS Gehlenbeck 24:24 (12:9). Als der reaktivierte Benjamin Bredenkamp in der 49. Spielminute das 19:24 für die Gäste erzielte, schienen die Weichen zum Gehlenbecker Sieg gestellt. Damit jedoch verabschiedete sich der TuS, der auf Jannik Hölscher (Knieverletzung) verzichten musste, aus der Torstatistik. Detmold holte Tor um Tor auf und kam zehn Sekunden vor dem Abpfiff zum Ausgleich. Zuvor war Gehlenbeck in Halbzeit eins immer einem Rückstand hinterher gelaufen. Erst beim 9:9 durch Christoph von der Ahe gelang der erste Ausgleich, in den zwei Minuten vor der Pause legten die Gastgeber einen 3:0-Lauf nach. Mit Beginn des zweiten Durchgangs verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Gehlenbeck zog auf 16:18 (42.) vorbei, verpasste aber beste Gelegenheiten, um alles klar zu machen. „Der Ball ging einfach nicht mehr rein“, ärgerte sich Trainer Fred Hölscher. TuS Gehlenbeck: Esau, Griepenstroh; Meistrell (2), Hucke, Fischer, von der Ahe (6), Grotefeld, Bredenkamp (1), D. Penner (1), J. Penner (7), Sundermeier (7), Kühn, Sontberg, Grote. TuS Wehe – HSG EURo 30:19 (11:6). Hinten machte Torwart Steffen Giese den Weher Kasten dicht und vorne trafen Steffen Lohmeier, Andre Ihlenfeld (2), Dario Hodde und Pascal Schwacke in Folge zum 30:19. Am Ende wurde es bei Wehes Pflichtaufgabe gegen das punktlose Tabellenschlusslicht doch noch deutlich. In der ersten Halbzeit hatten sich der Favorit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Stärkster Akteur der Gastgeber war bezeichnenderweise Torhüter Markus Hartlage mit einigen Paraden gegen frei vor ihm auftauchende EURos. „Er hat uns den Hintern gerettet“, brachte es Trainer Dennis Pape auf den Punkt. Mit einem Zwischenspurt zum 15:8 (Thielemann, 37.) hatten die Weher die Partie dann aber im Griff. Daran änderte auch die berechtigte Rote Karte gegen Thorben Knost nichts, der bei einem Siebenmeter EURo-Keeper Labjuhn am Kopf erwischte. „In der zweiten Halbzeit haben wir einiges besser gemacht“, so Pape, der seine Mannen (ohne den angeschlagenen Matthias Clemens) zum 22:15 (Thielemann), 24:17 (9. Treffer von Jonas Bruhn) und 25:18 (Klostermann) abschließen sah. Szenenapplaus erntete anschließend noch Torhüter Steffen Giese, der zwei Siebenmeter in Folge abwehrte und ab dem 25:19 keinen Gegentreffer mehr zuließ. Diese Vorlagen nutzten Andre Ihlenfeld und Co. und machten das Ergebnis noch deutlich. TuS SW Wehe: Giese, Hartlage; Hodde (2), Knost, Lohmeier (3), Sprado, Thielemann (3), Klostermann (1), Hensel (1/1), Bruhn (9/2), Ihlenfeld (5), Schwacke (6)

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