Immer wieder festgelaufen: Tim Blomenkamp (l.) und seine Mitspieler konnten sich zu selten gegen die starke CVJM-Abwehrrehe durchsetzen. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Immer wieder festgelaufen: Tim Blomenkamp (l.) und seine Mitspieler konnten sich zu selten gegen die starke CVJM-Abwehrrehe durchsetzen. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Hüllhorst Spitzenreiter ist für Hüllhorst eine Nummer zu groß

Der Handball-Verbandsligist kassiert gegen den meisterhaft auftretenden CVJM Rödinghausen eine 24:30-Heimniederlage

Warum der CVJM Rödinghausen die Wertungsskala der Handball-Verbandsliga anführt, stellte die Mannschaft am Samstagabend eindrucksvoll in der Hüllhorster Sporthalle unter Beweis. Die zuletzt auf einer Welle der Euphorie schwimmende HSG Hüllhorst hatte bei der 24:30 (89:14)-Niederlage gegen einen souverän auftrumpfenden Spitzenreiter nicht den Hauch einer Chance. „Rödinghausen hat eine wirklich tolle Qualität – das muss man auch einmal neidlos anerkennen. Wir haben dagegen zu viele einfache Fehler begangen“, fasste HSG-Trainer Lars Halstenberg seine Gedanken nach der Partie in Worte. „Wir haben in der Schlussphase aber eine gute Moral bewiesen“ Dabei hatte aus Hüllhorster Sicht der Abend toll angefangen, denn schnell lag man nach Treffern von Julian Hodde (2) und Jan-Philipp Meyer mit 3:0 in Führung. Nach dem 6:3 schaffte Rödinghausen beim 6:6 (13.) erstmals den Ausgleich und ging beim 7:8 (19.) erstmals in Führung – und die wurde nicht mehr abgegeben. Die Hüllhorster erlaubten sich nach dem 8:9 durch Julian Hodde eine achtminütige Auszeit, in der der Tabellenführer – angeführt von dem überragenden Spielmacher Corbinian Krenz und dem wurfstarken Rückraumspieler Sven Bartel – auf 8:14 davonzog und schon für eine Vorentscheidung gesorgt hatte. Nach der Pause hätte die Begegnung auch zu einem echten Debakel für die Schützlinge Lars Halstenbergs werden können, denn der CVJM Rödinghausen baute seine Führung auf 14:25 (48.) aus, nahm dann aber in der Schlussphase einen Gang heraus und wechselte munter durch. Die Hüllhorster, die jetzt bei 15:21 Punkten stehen, hatten sich zuvor im Angriff zu viele einfache Ballverluste sowie unüberlegte Fehlversuche erlaubt, die es den Gästen immer wieder erlaubten, zu einfachen Treffern über die erste und zweite Welle zu kommen. Und dabei zeichnete sich HSG-Schlussmann Tobias Lengwenus mit einem couragierten Auftritt und einigen sehenswerten Paraden sogar noch aus. „Wir haben in der Schlussphase eine gute Moral bewiesen und sind nicht untergegangen. Das hätte uns durchaus gegen diesen starken Gegner passieren können“, stellte HSG-Trainer Lars Halstenberg nach dem Schlusspfifff heraus„Rödinghausen ist nicht unser Maßstab. Bei uns hätte schon alles zusammenpassen müssen, um in die Nähe eines Punktgewinns zu kommen. Aber dem war nun einmal nicht so“, ergänzte Kapitän Christopher „Siggi“ Kreft, der den hochverdienten Auswärtssieg des Tabellenführers neidlos anerkannte. HSG Hüllhorst: Laroche, Lengwenus; Meyer (2), Reichelt (2), Kleffmann (1), Tiemann (2), Budde, Blomenkamp (1), Kreft (1), Grabein (1), Heidenreich (1), Hodde (9/4), Wittkötter (4).

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