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Gut gespielt: Lucas Heidenreich (r.) wird von Tobias Oevermann attackiert. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Gut gespielt: Lucas Heidenreich (r.) wird von Tobias Oevermann attackiert. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Lübbecke Rocko rockt das Derby

Der Torhüter der HSG Hüllhorst legt mit 20 Paraden den Grundstein zum 23:17-Auswärtserfolg im Derby der Handball-Verbandsliga beim TuS Nettelstedt II

Rainer Placke
17.02.2019 | Stand 17.02.2019, 20:39 Uhr

„Es läuft“. Christian Laroche, Torhüter des Handball-Verbandsligisten HSG Hüllhorst, bekam am Samstagabend das Grinsen kam noch aus seinem Gesicht. Mit 20 Paraden hatte der überragende Schlussmann den Grundstein zu einem 23:17-Derbysieg beim TuS Nettelstedt II gelegt. Während die Hüllhorster ihre Erfolgsserie der vergangenen Wochen fortsetzen konnten, taumelt der Rangletzte TuS Nettelstedt II dem Abstieg in die Landesliga entgegen. „Die Tendenz stimmt, die Mannschaft hat von Beginn an gezeigt, dass sie dieses Derby gewinnen will. Ich habe kaum etwas auszusetzen“, freute sich HSG-Trainer Lars Halstenberg über den leidenschaftlichen Auftritt seines Teams. Sein Gegenüber Julian Grumbach erkannte den verdienten Hüllhorster Sieg neidlos an. „Ich habe allergrößten Respekt vor dieser Willensleistung der Hüllhorster. Wir machen zu viele individuelle Fehler, außerdem ist unsere Spieldisziplin schlecht“, fand der Nettelstedter Trainer deutliche Worte. „Wir befinden uns auf einem wirklich guten Weg“ Von Beginn an dominierte die HSG Hüllhorst das Derby. Unterstützt von einer stattlichen Kulisse, die das Derby zu einem HSG-Heimspiel werden ließen, bewies die Halstenberg-Truppe, dass sie Abstiegskampf kann. Nur beim 1:0 durch Jannik Ames lagen die Hausherren in Front, anschließend übernahmen die Gäste das Kommando. Die Hüllhorster konnten sich hinten auf Christian Laroche verlassen, außerdem arbeiteten sie in der Defensive mit der gewohnten Leidenschaft. Und so war die 11:8-Pausenführung der Gäste die logische Konsequenz. Nach der Pause setzte sich die HSG auf 8:14 ab, schluderte dann aber im Angriff. Der TuS Nettelstedt II konnte auf 12:14 (41.) verkürzen, erlaubte sich dann aber durch Lennard Schmidt einen von fünf Fehlversuchen bei Siebenmetern, und geriet nach dem 13:16 endgültig auf die Verliererstraße. Beim 13:19 durch den fünffachen Torschützen Lucas Heidenreich (50.) war die Partie entschieden. Die restlichen Minuten gerieten für de HSG Hüllhorst vor ihren begeisterten Zuschauern zu einem Schaulaufen. „Wir befinden uns auf einem wirklich guten Weg, dürfen aber keinen Deut nachlassen“, fasste HSG-Kapitän „Siggi“ Kreft die gute Situation seines Teams bei nunmehr 15:19 Punkten treffend zusammen. Der erneute Klassenerhalt wird immer wahrscheinlicher. Wie der TuS Nettelstedt II allerdings dem Abstieg entgehen möchte, ist nach der samstäglichen Vorstellung kaum vorstellbar. Zumal sich Kapitän Chris Byczynski kurz vor der Pause am Knie verletzte. TuS Nettelstedt II: Hucke, Herrmann (n.e.), Grzesinski; Schmidt (6), Kruse (1), Nedeljkovic (2), Krassort (n.e.), Spreen (1), Oevermann, Thielking (1/1), Pohnke (1), Glöckner (1), Ames (3/1), Byczynski (1). HSG Hüllhorst: Laroche, Kornfeld (n.e.); Meyer (1), Reichelt (3), Kleffmann (3), Tiemann (2), Budde, Blomenkamp (2/1), Wiechert, Kreft (1), Grabein, Heidenreich (5), Hodde (6/3), Wittkötter.

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