15 Paraden: Nach dem Zittersieg gegen Hagen durften sich die Lübbecker bei ihrem Torwart Joel Birlehm bedanken. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
15 Paraden: Nach dem Zittersieg gegen Hagen durften sich die Lübbecker bei ihrem Torwart Joel Birlehm bedanken. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Lübbecke Mit blauem Auge den Aufstiegsplätzen näher gekommen

Dem lange Zeit schwachen Auftritt des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke beim glücklichen 28:27-Sieg gegen Hagen folgen überraschende Worte von Trainer Aaron Ziercke

Andreas Gerth
17.02.2019 | Stand 17.02.2019, 20:34 Uhr

Das eigene Heimspiel mit Ach und Krach gewonnen, aber den Aufstiegsplätzen ein Stückchen näher gekommen: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke durfte trotz der überschaubaren Leistung am Freitagabend beim 28:27 gegen Eintracht Hagen mit dem Verlauf des 22. Spieltags in der 2. Handball-Bundesliga zufrieden sein. Der 29:21-Sieg der HSG Nordhorn-Lingen gegen den Tabellenzweiten HSC Coburg am Samstag ließ das Verfolgerfeld hinter Spitzenreiter Balingen (30:22 gegen Hamm) näher zusammenrücken. Coburg hielt den zweiten Aufstiegsplatz mit 33:11 Punkten, doch Nordhorn (32:12) sowie Lübbecke als aktueller Tabellenvierter (30:14) haben Boden gut gemacht. Wie ein Aufstiegsanwärter trat die Mannschaft von Aaron Ziercke am Freitag in eigener Halle allerdings nicht auf. Sowohl in der Abwehr (hier konnten sich die Gastgeber ein ums andere Mal bei Torhüter Joel Birlehm und seinen insgesamt 15 Paraden bedanken) als auch im Angriff (hier enttäuschten zum Beispiel Kenji Hövels, Lukasz Gierak und Valentin Spohn) fanden die Lübbecker keine Einstellung zu Spiel und Gegner. Erst in der Schlussphase, als Hagen beim 24:25 und 25:26 an der Überraschung schnupperte, rissen sich die Hausherren zusammen. Marian Orlowski, der bei seinem Comeback sofort im Fokus stand, mit dem 26:26, Dener Jaanimaa (27:26) und erneut Orlowski (28:27) ließen den TuS N-Lübbecke mit einem blauen Auge als Sieger von der Platte gehen. Umso überraschender fiel die Analyse von Trainer Aaron Ziercke aus. „Ich sehe das positiv heute Abend. Wir haben uns die beiden Punkten sehr gut erarbeitet. Auch wenn unsere Abwehr das ganze Spiel lang Probleme mit dem Hagener Angriff gehabt hat“, erklärte Ziercke in der Pressekonferenz. „Ich denke ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, entgegnete Hagens Coach Niels Pfannenschmidt.

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