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Überflieger: Beim Sieg in Wilhelmshaven stach Peter Strosack aus der guten Mannschaftsleistung des TuS N-Lübbecke noch ein wenig heraus. Zum ungefährdeten 31:24-Erfolg steuerte der schnelle Rechtsaußen zehn Tore bei. Foto: Oliver Krato - © Oliver Krato
Überflieger: Beim Sieg in Wilhelmshaven stach Peter Strosack aus der guten Mannschaftsleistung des TuS N-Lübbecke noch ein wenig heraus. Zum ungefährdeten 31:24-Erfolg steuerte der schnelle Rechtsaußen zehn Tore bei. Foto: Oliver Krato | © Oliver Krato

Lübbecke Eine runde Geschichte

Das 31:24 beim Wilhelmshavener HV beschert dem TuS N-Lübbecke in der 2. Handball-Bundesliga nach rund vier Monaten erstmals wieder einen Auswärtssieg. Peter Strosack und Joel Birlehm stechen dabei heraus

Andreas Gerth
10.02.2019 | Stand 10.02.2019, 22:01 Uhr

Der vorerst letzte Auswärtssieg kam am 13. Oktober 2018 zustande, doch dieses Datum kann nun gestrichen werden: Der TuS N-Lübbecke kann nämlich auch auswärts wieder gewinnen. Mit dem 31:24 (17:10) am Samstagabend beim Wilhelmshavener HV gelang der Mannschaft von Trainer Aaron Ziercke der erhoffte erfolgreiche Start in den zweiten Saisonteil der 2. Handball-Bundesliga. „Das war eine runde Geschichte“, durfte Ziercke nach den ersten 60 Punktspielminuten des neuen Jahres vermelden. Mit dem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg – die abstiegsgefährdeten Gastgeber lagen kein einziges Mal vorn – betrieben die Lübbecker gleichzeitig ein wenig Werbung für ihr erstes Heimspiel in 2019. Am kommenden Freitag, 15. Februar, geht es in der Merkur-Arena gegen den VfL Eintracht Hagen – im Hinspiel kassierte der TuS die erste von fünf Auswärtsniederlagen. Diesmal waren die Ostwestfalen, die bis auf den langzeitverletzten Marian Orlowski in Bestbesetzung antreten konnten, von einer solchen Enttäuschung in der Fremde weit entfernt. Sie kamen in der Nordfrost-Arena des WHV schnell auf Betriebstemperatur und legten zügig zum 4:1 (7.) vor. Als Wilhelmshavens Trainer Christian Köhrmann wenig später beim Stand von 3:8 (11.) zur Auszeit rief, hatte der TuS den ersten moralischen Teilerfolg errungen. Auch eine frühe Rote Karte brachte die Gäste nicht aus dem Tritt. Als Lukasz Gierak einen Gegenstoß der Hausherren zu stören versuchte, war für ihn vorzeitig Schluss. Es sollte der einzige Schönheitsfehler einer sehr fairen Partie sein, in der die Lübbecker ansonsten ohne Zeitstrafe blieben. Über eine starke Abwehr mit Marco Bagaric und Patryk Walczak im Innenblock sowie einem sehr gut aufgelegten Joel Birlehm (der zukünftige Leipziger unterstrich seinen Ruf als stärkster Torhüter der 2. Liga mit 41 Prozent gehaltener Bälle) kamen die Lübbecker immer wieder zu Ballgewinnen. Jo-Gerrit Genz, der zunächst im rechten Rückraum den Vorzug vor Dener Jaanimaa erhalten hatte, schloss zum 10:6 (18.) ab. Ein „Dreierpack“ von Peter Strosack ließ den TuS kurz darauf auf 14:7 (24.) davonziehen. Nicht von ungefähr stach der schnelle Rechtsaußen am Ende mit zehn Treffern aus zehn Versuchen sogar ein wenig aus der geschlossenen Teamleistung des TuS N-Lübbecke heraus. In der zweiten Halbzeit konnte Trainer Aaron Ziercke durchwechseln und alle Spieler zum Einsatz bringen, darunter auch Torhüter Peter Tatai und Rechtsaußen Luka Rakovic. Die tapfer dagegenhaltenden Gastgeber kamen nur noch einmal bis auf fünf Tore heran (17:22, 45.), ernsthaft in Gefahr geriet der Lübbecker Erfolg nicht mehr. Die Gäste konnten die verbleibende Spielzeit auch für persönliche Erfolgserlebnisse nutzen. Kenji Hövels, der nach der Roten Karte für Gierak als Spielmacher agierte, trat als Anspieler und fünffacher Torschütze in Erscheinung. Erfolgsmomente gab es auch für Linksaußen Jan-Eric Speckmann, der den Treffer zum 27:19 beisteuerte sowie Marco Bagaric, der sein Punktspiel-Comeback nach längerer Verletzungspause mit dem Treffer zum Endstand krönte.

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