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Zug zum Tor: Kreisläuferin Isabel Lehmann war am Samstag zweimal erfolgreich. Zu verhindern war die Niederlage der Hüllhorster Verbandsliga-Frauen gegen Brockhagen aber nicht. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Zug zum Tor: Kreisläuferin Isabel Lehmann war am Samstag zweimal erfolgreich. Zu verhindern war die Niederlage der Hüllhorster Verbandsliga-Frauen gegen Brockhagen aber nicht. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Dem Tabellenzweiten lange im Nacken gesessen

Frauenhandball-Verbandsligist HSG Hüllhorst muss sich dem TuS Brockhagen mit 21:23 geschlagen geben. Doch Trainer Christian Wiechert und seine Spielerinnen können einige positive Elemente aus der Partie mitnehmen

Andreas Gerth
10.02.2019 | Stand 10.02.2019, 21:56 Uhr

Die beiden letzten Treffer der Partie von Juliane Böhne kamen zu spät. Die Verbandsliga-Frauen der HSG Hüllhorst mussten sich am Samstag in eigener Halle dem TuS Brockhagen mit 21:23 (9:9) geschlagen geben, nachdem man dem Tabellenzweiten einen lange offenen Schlagabtausch geliefert hatte. „Einstellung und Aggressivität haben gepasst. Da gibt es überhaupt keinen Vorwurf. Doch in den entscheidenden Phasen war Brockhagen einfach ein wenig besser und abgezockter“, so Hüllhorsts Trainer Christian Wiechert, der mit dem Auftritt seines Teams über weite Strecken der Begegnung zufrieden sein durfte. In den ersten 30 Spielminuten begegneten sich Hüllhorst und Brockhagen auf Augenhöhe. Den 1:3-Start glichen Nina Kuhlmann per Siebenmeter und Janina Hülsmeier (sie spielte mit einer Blessur an der Schulter) zum 3:3 aus. Damit war der Gastgeber im Spiel und schaffte beim 5:5 (Isabel Lehmann), 7:7 (Ramona Zelle) und 9:9 (Juliane Böhne) weitere Male den Ausgleich. „Die Abwehr stand gut. Wir haben den Gegner einige Male ins Zeitspiel gezwungen und Brockhagen mit dem besten Angriff der Liga nur neun Tore erlaubt“, stellte Wiechert bis dahin positiv fest. Gina Redeker, die auf die Zähne biss und mit getaptem Daumen spielte, brachte die HSG-Frauen Anfang der zweiten Halbzeit mit 10:9 in Front, doch dies sollte die einzige Führung des Wiechert-Teams bleiben. Brockhagen antwortete mit einem 4:0-Lauf zum 10:13 (37.). „Wir haben den Zugriff im Innenblock verloren und die körperlich starke Kreisläuferin nicht mehr in den Griff bekommen“, so der HSG-Coach, der seine Spielerinnen trotz des Fehlens von Torhüterin Madeline Meyer (Bänderverletzung) und Antonia Liebsch (Grippe) nicht aufstecken sah. Dafür waren Kira Schmitz als zweite Torhüterin und Leonie Mohr dabei. Gina Redeker verkürzte per Siebenmeter zum 14:15 (45.), auch beim 17:18 (50., Hülsmeier) und 18:19 (53., Redeker) saß man dem Gegner noch im Nacken. Erst nach dem Zwischenspurt zum 18:22 (56.) durfte sich Brockhagen sicher sein. „Danach kamen wir nicht mehr für etwas Zählbares in Frage, können aber einige positive Elemente aus dieser Partie für uns mitnehmen“, stellte der keineswegs enttäuschte Hüllhorster Coach heraus. Mit 15:13 Punkten steht seine Mannschaft in der Verbandsliga-Tabelle weiterhin im positiven Bereich. „Wir wollen unseren Platz im oberen Mittelfeld nicht hergeben“, lautet Wiecherts Vorgabe vor den nächsten Spielen bei Ligaschlusslicht HSG Rietberg-Mastholte (17. Februar) und zu Hause gegen HSG Petershagen/ Lahde (23. Februar). HSG Hüllhorst: Poggemöller, Schmitz; Kuhlmann (2/1), Nedderhoff, Redeker (5/2), Lehmann (2), Grüning (2), Zelle (1), Selle, Hülsmeier (3), Rahmöller, Mohr, Böhne (4), Sasse (2).

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