Bad in der Menge: Christian Laroche wurde vom Hüllhorster Anhang auf die Tribüne gerufen. Dieser lautstarken Aufforderung kam der Torhüter, der u.a. drei Siebenmeterduelle zu seinen Gunsten entschied, nach dem 25:23 gegen Senden gerne nach. Foto: Andreas Gerth - © Andreas Gerth
Bad in der Menge: Christian Laroche wurde vom Hüllhorster Anhang auf die Tribüne gerufen. Dieser lautstarken Aufforderung kam der Torhüter, der u.a. drei Siebenmeterduelle zu seinen Gunsten entschied, nach dem 25:23 gegen Senden gerne nach. Foto: Andreas Gerth | © Andreas Gerth

Hüllhorst Freudentänze und ein Bad in der Menge

Mit starker Abwehrarbeit und „Rocko“ Laroche im Tor ringt die HSG Hüllhorst den ASV Senden im „Vier-Punkte-Spiel“ der Handball-Verbandsliga mit 25:23 nieder

Tim Blomenkamp machte alles klar. Sein Treffer zum 25:23-Endstand mitten ins Herz der offenen Manndeckung des ASV Senden bescherte Handball-Verbandsligist HSG Hüllhorst am Samstagabend in eigener Halle einen sehr wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt und nach dem Abpfiff wunderschöne Szenen, die man vermissen wird: Spieler, die sich in den Armen liegen und beim Publikum für die einmal mehr fantastische Unterstützung bedanken, ein Trainer, der jeden herzt, der ihm in die Quere kommt und der feiernde Hüllhorster Anhang, der diesmal Torhüter „Rocko“ Laroche „auf den Zaun“ beorderte. „Wir haben gezeigt, dass wir Abstiegskampf können. Und bei dieser Stimmung holst du einfach noch mal 50 Prozent mehr aus dir raus“, betonte dann auch der Kapitän, Christopher „Siggi“ Kreft. Gleichzeitig war der schwer erkämpfte Sieg gegen Senden eine Empfehlung für das Derby am kommenden Samstag in Nettelstedt. „Der Sieg von heute ist noch mehr wert, wenn wir uns auch die Punkte in Nettelstedt holen“, blickte Kreft schon einmal voraus. „Der Sieg ist noch mehr wert, wenn wir uns auch die Punkte in Nettelstedt holen“ Der Verlauf der Partie lässt sich recht einfach zusammenfassen. Über 60 Minuten stand Hüllhorsts Abwehr inklusive eines starken Christian Laroche, der drei Siebenmeterduelle zu seinen Gunsten entschied. „Doch im Gegensatz zur ersten Halbzeit haben wir uns in der zweiten mit konsequenteren Abschlüssen für die starke Abwehrarbeit belohnt“, stellte Lars Halstenberg heraus. Dessen Team hat sich mit nun 13:19-Punkten ein wenig Luft verschafft. „Doch es bleibt ja weiterhin wahnsinnig eng“, warnt der HSG-Coach. Den ersten Szenenapplaus gab es für Christian Laroche, der beim Stand von 1:1 einen Siebenmeter samt Nachwurf abwehrte und so im Gegenzug das 2:1 durch Paul Reichelt ermöglichte. „Man hat gesehen, dass man sich keine Gedanken machen muss, wenn Rocko im Tor steht“, lobte der verletzte Schnute, für den das Zusehen von der Bank „eine Qual“ war. Zumal sein Team anschließend ein ums andere Mal am guten Sendener Keeper Lukas Kümper scheiterte und mit 5:7 (22.) in Rückstand geriet. Umso wichtiger war der emotionale Schlusspunkt zur Halbzeitpause, als Laroche ein weiteres Siebenmeterduell gewann. Erst beim 16:15 (42.) durch Reichelt lag der Hausherr erstmals wieder vorn – eine Führung, die die Hüllhorster anschließend nicht mehr abgeben sollten, auch wenn es beim 20:19, 22:21 (53.) und 24:23 (58.) immer wieder eng wurde. „Locker mit fünf, sechs Toren gewinnen können wir wohl nicht“, grinste Paul Reichelt nach Spielende. Auch seinen Mitspielern war die Erleichterung nach dem sechsten Saisonsieg ins Gesicht geschrieben. „Da fällt ordentlich was ab. Es war ja ein Vier-Punkte-Spiel“, betonte Jan-Philipp Meyer, der in der Abwehr eine ganz wichtige Aufgabe erledigt hatte. Wie auch Christian Wiechert: „Den ersten Teil haben wir erledigt, jetzt kommt Nettelstedt.“ HSG Hüllhorst: Mütherthies, Laroche; Meyer, Reichelt (3), Kleffmann, Tiemann (2), Budde (2), Blomenkamp (4), Wiechert, Kreft (5), Grabein, Heidenreich (3), Hodde (6/2), Wittkötter.

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