Lübbecke Grumbachs Appell an das Kollektiv

Handballkiste: Der junge Trainer sieht seiner neuen Aufgabe beim Verbandsligisten TuS Nettelstedt II zuversichtlich entgegen. In Hüllhorst geht es am Sonntag mit Heimspielen der Frauen und Männer weiter


Das neue Jahr begann mit einem Paukenschlag: Handball-Verbandsligist TuS Nettelstedt II trennte sich vom bisherigen Trainer Sebastian Redeker und installierte mit Julian Grumbach eine interne Lösung als Nachfolger bis zum Saisonende. DREI AUFGABEN Julian Grumbach stehen stressige Monate bis zum Saisonende bevor. Mit dem TuS Nettelstedt II soll er den Klassenerhalt in der Verbandsliga schaffen, außerdem ist er noch als Trainer des TuS Nettelstedt III in der Bezirksliga sowie der B-Jugend der JSG NSM-Nettelstedt unterwegs. „Das wird eine echte Herausforderung“, sagt Grumbach, der bis Ende dieses Monats seine Masterarbeit fertig haben muss. Gerade an den Wochenenden wird eine enorme zeitliche und psychische Belastung auf den 23-Jährigen zukommen. Doch er gibt sich zuversichtlich, das zu meistern. DISZIPLIN GEFORDERT Bislang war Grumbach ja auch bei den meisten Spielen des TuS Nettelstedt II auf der Bank, um Sebastian Redeker zu unterstützen. „Wir haben uns immer sehr gut verstanden“, sagt Grumbach, der nicht alles „in Frage stellen möchte, was bisher gewesen ist“. Gleichwohl möchte er in den kommenden Wochen und Monaten an „ein paar kleinen Stellschrauben drehen, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen“. Sein vorrangiges Ziel ist es, mehr Disziplin auf das Spielfeld zu bekommen. „Wir müssen mehr im Kollektiv auftreten, das ist im Mannschaftssport unabdingbar“, lautet Grumbachs wichtigste Forderung vor dem zweiten Saisonteil. NEDELJKOVIC WIEDER DA Der zweite Saisonteil beginnt am kommenden Sonntag mit einem schweren Auswärtsspiel bei der HSG Spradow. Grumbach ist sich der Schwere dieser Partie durchaus bewusst, doch „wir besitzen genügend Potenzial, um da unten herauszukommen“. Die Qualität der Mannschaft wird ab Sonntag noch einmal gesteigert, wenn der serbische Spielmacher Nenad Nedeljkovic wieder zur Verfügung steht. „Darüber freue ich mich natürlich sehr, denn er wird uns garantiert helfen und besser machen“, sagt Grumbach. HEIMSPIEL AM SONNTAG Auch für Verbandsligist HSG Hüllhorst beginnt am kommenden Sonntag, 13. Januar, der zweite Saisonteil – und zwar mit einem wichtigen Heimspiel gegen den TV Emsdetten II. Anwurf in der Hüllhorster Sporthalle ist um 18 Uhr. „Da erwartet uns eine schwere Aufgabe gegen eine junge Mannschaft, die mächtig auf das Tempo drücken wird“, weiß Trainer Lars Halstenberg, der allerdings bis auf Niklas Röthemeier (der HSG-Pechvogel hat einen weiteren Eingriff am rechten Knie über sich ergehen lassen müssen) auf sein komplettes Aufgebot zurückgreifen kann. Mit dabei ist auch wieder Christopher Kreft nach seinem Kreuzbandriss, wobei der Kapitän und Abwehrchef natürlich noch nicht wieder bei 100 Prozent ist. Zwar fehlten zu Beginn der Woche Julian Hodde (Grippe) und Lennard Tiemann (Wade) im Training, doch bis Sonntag dürften sie wieder einsatzbereit sein. „Ziel ist es natürlich, einen Heimsieg zu landen, um unsere Aufholjagd zu beginnen“, hofft Halstenberg auf einen doppelten Punktgewinn. PENNERS POTENZIAL Landesligist TuS Gehlenbeck zeigte sich am vergangenen Wochenende beim Kreispokal-Wettbewerb in guter Verfassung, obwohl mit Dimitrij Penner und Lukas Sontberg zwei wichtige Spieler ausfielen. Vor allem Rückraumspieler Justin Penner wusste zu überzeugen, was wiederum seinen Trainer Fred Hölscher sehr freute. „Er hat gezeigt, was er für ein Potenzial besitzt“, so Hölscher, der am Sonntag mit seiner Mannschaft beim TSV Oerlinghausen in den zweiten Saisonteil startet. Dabei hofft er endlich einmal auf einen gelungenen Auswärtsauftritt seiner Mannschaft, die sich im bisherigen Saisonverlauf in gegnerischen Hallen äußerst schwer tat. „Das gilt es zu ändern. Ein Sieg wäre sehr wichtig, um mit einem guten Gefühl das neue Handballjahr zu beginnen“, weiß Hölscher, der sehr wahrscheinlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Zudem möchte der Gehlenbecker Trainer mit seinem Team auch im zweiten Jahr in Folge den Klassenerhalt in der Landesliga erreichen. Das wiederum würde bedeuten, dass die Mannschaft personell wohl erneut gehalten werden könnte. Auch der erfahrene Dimitrij Penner ließ kürzlich durchblicken, dass er bei Klassenerhalt bereit wäre, noch eine Saison dranzuhängen. VIELVERSPRECHENDER START Einen vielversprechenden Start ins Handballjahr 2019 legte Frauen-Verbandsligist HSG Hüllhorst hin. Das Team von Christian Wiechert schaffte im Kreispokal als Gruppensieger den Einzug in die Endrunde und durfte somit am vergangenen Sonntag in Möllbergen im Halbfinale gegen Oberligist TSV Hahlen beim 15:17 noch einmal ran. „Wir wollten den Kreispokal nicht abschenken, sondern die Endrunde erreichen, um ein weiteres Spiel und eine weitere Möglichkeit zum Test zu bekommen. Dieses Ziel haben wir erreicht“, stellte Wiechert Zufrieden fest. So konnten die Hüllhorsterinnen die 3:2:1-Deckung als Variante ausprobieren und darüber hinaus mit Leonie Mohr und Eva Grannemann zwei Rückkehrerinnen im Team begrüßen. „Jetzt ist es wichtig, möglichst schnell in den Spielrhythmus zu kommen, denn für uns geht es schon im Januar Schlag auf Schlag“, betont Wiechert. NACHHOLSPIEL Bereits am kommenden Sonntag, 13. Januar, steigen die Hüllhorsterinnen in eigener Halle mit einem Nachholspiel gegen Ibbenbüren II (Anwurf 14 Uhr) wieder ins Verbandsliga-Geschehen ein. Es folgen die Spiele am Sonntag, 20. Januar, beim Tabellenführer in Bad Salzuflen und am 26. Januar daheim gegen den aktuellen Tabellendritten Lit Tribe Germania. Vielleicht im Februar könnte es dann auch mit einer Rückkehr von Antonia Liebsch nach ihrem Kreuzbandriss klappen.

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