Vorfreude, aber auch Anspannung: Steven Windhorst (v.l.) und Steffen Sander werden bei den „United Darts Championship“ das Duo von Gastgeber Union Varl vertreten, die Frotheimer Timo Schröder und Christian Mehrhoff werden versuchen dagegenzuhalten. Foto: Michael Meier - © Michael Meier
Vorfreude, aber auch Anspannung: Steven Windhorst (v.l.) und Steffen Sander werden bei den „United Darts Championship“ das Duo von Gastgeber Union Varl vertreten, die Frotheimer Timo Schröder und Christian Mehrhoff werden versuchen dagegenzuhalten. Foto: Michael Meier | © Michael Meier

Rahden Schröders Volltreffer vor dem ersten Wurf

Frotheimer geht am kommenden Samstag bei den „United Darts Championships“ in Varl als frischverheirateter Ehemann auf die Bühne. Bei den Gastgebern sind Vorfreude und Bürde besonders groß

Michael Meier
06.01.2019 | Stand 06.01.2019, 19:39 Uhr

Im Dartssport gibt es das perfekte Spiel, den sogenannten „Neun-Darter“. Dabei bringt der Spieler mit neun Würfen die 501 auf null. Mit weniger Würfen ist dieses spektakuläre „Ausmachen“ nicht möglich, auch den Profispielern gelingt dies nur äußerst selten. Seinen persönlichen perfekten Volltreffer hat am Samstag Timo Schröder gelandet: der am kommenden Samstag, 12. Januar, für den VfL Frotheim bei den „United Darts Championship“ an den Start gehende Schröder gab seiner Jette das Jawort. „Als guter Ehemann habe ich natürlich vorher gefragt, ob ich das Turnier mitspielen kann“, lacht Timo Schröder. Zusammen mit Christian „Elso“ Mehrhoff bildet Schröder das Team VfL Frotheim und hat zudem die Ehre oder Bürde, das heimische Dartsevent am kommenden Samstag eröffnen zu dürfen. Dabei treffen die Frotheimer auf den Lokalmatadoren Union Varl. „Als guter Ehemann habe ich natürlich vorher gefragt, ob ich mitspielen kann“ Während sich der Weg in den Hafen der Ehe angedeutet hatte, so kam der Anruf von Christian Mehrhoff überraschender. Mehrhoff trainiert selbst an den Montagabenden bei Union Varl. „So viele Dartsspieler gibt es beim VfL Frotheim nicht“, erklärt „Elso“. So war schnell klar, dass er mit Timo Schröder spielen würde. Letzterer hatte bis vor drei Jahren E-Darts im Ligabetrieb gespielt. „Am Samstag wird mit Steeldarts gespielt, das ist schon ein krasser Unterschied“, berichtet Timo Schröder. Keine Umstellungsprobleme werden die Spieler von Union Varl haben. Für den Gastgeber gehen Steven Windhorst und Steffen Sander ans Bord. „Wir kennen das nicht anders. Wir spielen immer nur Steeldarts“, sagt Windhorst. „Der einzige Unterschied wird sein, dass da am Samstag einer sitzt und rechnet und auch die Wege anzeigt, um die 501 herunterzuspielen. Das müssen wir sonst beim Training natürlich selbst machen“, ergänzt Steffen Sander. Auch er kommt eher zufällig zu seinem Einsatz. Normalerweise wäre Steven Windhorst zusammen mit Frank Möller an den Start gegangen, doch letzterer fällt nach einer Operation aus. „Eigentlich war ich für die Musik eingeteilt“, lacht Steffen Sander. Jetzt kann er mit den Pfeilen sportlich den Ton angeben. Besonders bei den beiden gastgebenden Varlern ist die Vorfreude ähnlich groß wie die Anspannung. „Natürlich werden wir nervös sein. Es sitzen ja viele Bekannte im Publikum“, gibt Steven Windhorst unumwunden zu. Auch Timo Schröder hat enormen Respekt vor dem Turnier und der zu erwartenden Atmosphäre im Saal vor den rund 300 Zuschauern. „Als die Anfrage von Christian kam, ging es um ein normales Dartsturnier. Wenn ich gewusst hätte, welche Dimension da auf uns zu kommt, hätte ich vielleicht nicht zugesagt. Jetzt ist die Vorfreude riesengroß. So etwas hat es hier ja noch nicht gegeben“. Beim Auswerfen der ersten Paarungen kamen Windhorst und Mehrhoff auf 60 Punkte mit drei Würfen. „Das wäre am Samstag im Schnitt auch nicht schlecht. Ich denke, die Spieler werden im Schnitt so zwischen 40 und 60 Punkten erzielen. Entscheidend wird sein, wer am besten ausmachen kann“, tippt Mehrhoff. „Wenn wir so um die 18 Darts brauchen, um auf null zu kommen, wäre das in Ordnung“, ergänzt Steven Windhorst. „Das Publikum wird eine große Rolle spielen. In erster Linie soll es allen Spaß machen und die meisten Zuschauer wissen sicherlich auch, wie schwierig es sein wird, für uns Spieler da oben auf der Bühne zu stehen“, so Timo Schröder. Die Frotheimer haben als Einlauflied „Tage wie diese“ von den Toten Hosen gewählt. „Das wird ein unvergessliches Event. Da passt die Musik ganz gut“, meint Christian Mehrhoff. Steven Windhorst, der beim Jahresabschlussturnier von Union Varl den ersten Platz vor „Elso“ Mehrhoff belegte, wird zusammen mit Steffen Sander zu „Cotton Eye Joe“ von Rednex den Weg zur Bühne antreten.

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