Abstimmung mit dem Trainer: Gegen Nordhorn kam Lukasz Gierak von der Bank und erzielte in der Schlussviertelstunde drei wichtige Tore. Eine wichtige Rolle könnte auf den Polen nun auch am Samstag im Heimspiel gegen Hüttenberg zukommen. Foto: Oliver Krato - © Oliver Krato
Abstimmung mit dem Trainer: Gegen Nordhorn kam Lukasz Gierak von der Bank und erzielte in der Schlussviertelstunde drei wichtige Tore. Eine wichtige Rolle könnte auf den Polen nun auch am Samstag im Heimspiel gegen Hüttenberg zukommen. Foto: Oliver Krato | © Oliver Krato

Lübbecke „Am 24. kann ich an Weihnachten denken“

2. Handball-Bundesliga: Der Terminplan von Lukasz Gierak ist im Dezember prall gefüllt. Beim TuS N-Lübbecke könnte der 30-jährige Pole am Samstag im Heimspiel gegen den TV Hüttenberg verstärkt in den Fokus rücken

Andreas Gerth

Von Mittwoch auf Donnerstag hatte Lukasz Gierak eine kurze Nacht. „Die Kinder haben geweint“, erklärte der 30-jährige Pole, der seine Rolle als Familienvater natürlich genießt. Spätestens am Samstagabend müssen Lukasz Gierak und seine Mitspieler wieder hellwach sein, dann geht es für den TuS N-Lübbecke in der Merkur-Arena darum, die erfolgreiche Serie von sechs Heimsiegen auch gegen den TV Hüttenberg fortzusetzen und in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auf Platz drei vorzurücken. Letzterer nämlich winkt den Lübbeckern bei einem Sieg am Samstagabend – und würde das Team von Aaron Ziercke vor dem Spitzenspiel am 15. Dezember beim HSC 2000 Coburg in eine verbesserte Ausgangsposition bringen. „Die Tabelle schaue ich mir eher selten an, das mache ich schon meine gesamte Laufbahn so“ Ein Freund möglicher Tabellenkonstellationen ist Lukasz Gierak allerdings nicht. „Ich weiß, dass wir im Moment vier Punkte Rückstand auf Platz eins und zwei haben. Ansonsten schaue ich mir die Tabelle eher selten an, das mache ich schon meine gesamte Laufbahn so“, sagt Gierak. Er stieß 2016 zum TuS, wo er nach Stationen in Wagrowiec (seinem Geburtsort) und Pogón Szczecin (Stettin) mittlerweile zu den dienstältesten Spielern gehört. Lukasz Gierak war dabei, als der TuS N-Lübbecke 2017 den Aufstieg schaffte und 2018 gleich wieder abstieg. Jetzt möchte der Rechtshänder mithelfen, den Fahrstuhl wieder in die andere Richtung zu dirigieren. „Vier Punkte Rückstand sind nicht viel. Erst einmal müssen wir am Samstag gegen Hüttenberg gewinnen, danach kommt schon das wichtige Spiel in Coburg. Dann wissen wir mehr, obwohl danach noch sechs Monate Saison vor uns liegen“, betont der Pole, der dem TuS N-Lübbecke über das Saisonende hinaus erhalten bleibt, da er einen Vertrag bis 2020 besitzt. Am Samstag könnte Lukasz Gierak verstärkt in den Fokus rücken. Aufgrund des Ausfalls von Marko Bagaric wird ein zweiter Mann für den Innenblock an der Seite von Patryk Walczak gesucht. Im Training ließ Ziercke diese Rolle von Gierak und Moritz Schade ausfüllen. Gleichzeitig tue sich Gierak gegen offensive Abwehrreihen, wie von den Hüttenbergern praktiziert, ein wenig leichter als Valentin Spohn, somit könnten ihn am Samstag sowohl in der Abwehr als auch im Angriff verantwortungsvolle Rollen erwarten. „Es ist ja mein Job, in solchen Situationen da zu sein“ Dass auf Lukasz Gierak Verlass ist, bewies er am vergangen Samstag beim Heimsieg gegen Nordhorn. 45 Minuten lang hatte der Pole auf der Bank gehockt, ehe er von Ziercke in die enge Partie geworfen wurde und mit drei Treffern einen wichtigen Beitrag zum 31:28-Sieg lieferte. „Es ist ja mein Job, in solchen Situationen da zu sein. In diesem Moment konnte ich 100 Prozent bringen, während die anderen schon ein bisschen müde waren. Dass mir noch drei Tore gelungen sind, ist natürlich super“, sagt Gierak und lächelt bescheiden. Weihnachtsstimmung sei bei ihm übrigens noch nicht aufgekommen. Wie auch, denn der Terminplan des TuS N-Lübbecke sieht rund um die Feiertage folgendermaßen aus: 22. Dezember Heimspiel gegen Aue, 23. Dezember Training, 24. Dezember frei, 25. Dezember Training, 26. Dezember Heimspiel gegen TSV Bayer Dormagen. „Am 24. kann ich an Weihnachten denken, um alles andere muss sich meine Frau kümmern“, lacht Lukasz Gierak. Erst Ende Dezember werde er ein wenig durchschnaufen können, dann ist mit den Kindern Dominik (6) und Wojtek (zweieinhalb) ein Kurzurlaub in Polen bei den Eltern seiner Frau Judyta geplant. „Es ist nur eine Woche, aber das ist okay“, meint der junge Papa, der am Samstag hellwach sein will.

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