Lob erhalten: An Dener Jaanimaa machte Trainer Aaron Ziercke die mannschaftsdienliche Spielwese fest. Foto: Oliver Krato - © oliver krato
Lob erhalten: An Dener Jaanimaa machte Trainer Aaron Ziercke die mannschaftsdienliche Spielwese fest. Foto: Oliver Krato | © oliver krato

Lübbecke Klettertour nach oben und Lob für Jaanimaa

Der TuS N-Lübbecke will sich in der 2. Handball-Bundesliga nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen, auch nicht beim TV Großwallstadt

Andreas Gerth

So kann es weitergehen. Nach drei Siegen in Folge ist der TuS N-Lübbecke in der 2. Handball-Bundesliga auf Klettertour nach oben. Nicht abbringen lassen von diesem Weg wollen sich die Lübbecker am Samstag im Auswärtsspiel beim TV Großwallstadt (Anwurf 19.30 Uhr). Dass die Punkte aus der Untermainhalle des TV Großwallstadt nicht leicht zu entführen sind, erfuhr erst am vergangenen Mittwoch die HSG Nordhorn-Lingen. In der engen und spannenden Schlussphase nahmen die Gastgeber den Torhüter heraus, brachten einen zusätzlichen Feldspieler und kamen so zwei Sekunden vor Spielende durch Lars Spieß zum 23:23-Endstand. „Das ist eine kampfstarke Truppe, die sich in die Zweikämpfe wirft und nicht aufgibt. Das hat das Spiel gegen Nordhorn jetzt noch einmal unterstrichen“, betont Lübbeckes Trainer Aaron Ziercke, dem dieses Ergebnis vor der vermeintlich leichten Aufgabe beim Tabellen-17. (5:11-Punkte) als Warnung gar nicht ungelegen kommen dürfte. Denn noch immer mag man in Lübbecke dem Braten nicht so recht trauen. Zu frisch sind die Erinnerungen an die schwachen Auftritte, die zum 4:6-Punkte-Start führten und am Fuße des Wiehengebirges eine Trainerdiskussion lostraten. Diese Wogen haben sich dank der Siege gegen Lübeck (23:16), in Hamburg (31:28) und zuletzt in eigener Halle gegen den HC Elbflorenz (32:20) sowie dem damit verbundenen Vorrücken auf Platz sechs in Sichtweite der Aufstiegsränge vorerst geglättet. „Diese Einstellung, wie zuletzt, erwarten wir in jedem Spiel von uns. Wichtig ist, dass wir auch bei Rückschlägen in unserem System bleiben und die individuellen Qualitäten ins Mannschaftsspiel einbringen. Das ist etwas, was wir Schritt für Schritt entwickeln müssen. Und ich denke, wir sind auf einem vernünftigen Weg, es besser und besser zu machen“, so ein zuversichtlich wirkender Aaron Ziercke. Exemplarisch habe dafür der Auftritt von Rückraumspieler Dener Jaanimaa im zeitweise engen Auswärtsspiel in Hamburg gestanden. „Dener hat viel Verantwortung übernommen, aber nicht allein als Torschütze, sondern auch als Vorbereiter, indem er Räume für seine Mitspieler geschaffen hat“, stellt sein Trainer lobend heraus. Diese mannschaftsdienliche Denk- und Spielweise sei nun besonders gefordert, da in Marian Orlowski (OP an der Schulter) der bislang erfolgreichste Lübbecker Torschütze länger ausfallen wird. Auch Torhüter Peter Tatai steht nach einem Bänderriss noch nicht wieder zur Verfügung. Dafür darf der 18-jährige Mats Grzesinski nach seinem Debüt am vergangenen Samstag (inklusive eines abgewehrten Siebenmeters) ein weiteres Mal ran. „Diese Ausfälle müssen wir als Mannschaft kompensieren“, unterstreicht Ziercke, der sich vom eingeschlagenen Weg nicht mehr abbringen lassen will.

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