Lange Gesichter: Kapitän Chris Byczynski (l.) und Trainer Sebastian Redeker. Foto: Stefan Pollex - © Stefan Pollex
Lange Gesichter: Kapitän Chris Byczynski (l.) und Trainer Sebastian Redeker. Foto: Stefan Pollex | © Stefan Pollex

Lübbecke Nedeljkovic erlebt eine Heimpleite bei seinem Einstand

Handball-Verbandsliga: TuS Nettelstedt II verliert zum Saisonauftakt mit 27:32 gegen den Aufsteiger Ahlener SG II. Die HSG Hüllhorst kommt mit 16:26 bei der HSG Altenbeken/Buke unter die Räder

Rainer Placke

So etwas nennt man einen Fehlstart. Sowohl der TuS Nettelstedt II (27:32 gegen die Ahlener SG II) als auch die HSG Hüllhorst (16:26 bei der HSG Altenbeken/Buke) verloren ihre Auftaktspiele in der Handball-Verbandsliga. TuS Nettelstedt II – Ahlener SG II 27:32 (15:15). „Das hatten wir uns anders vorgestellt“, meinte Nettelstedts Trainer Sebastian Redeker nach der durchaus vermeidbaren Heimniederlage. Nur in der ersten Viertelstunde (9:5) lief es bei den Hausherren (die mussten auf Mats Grzesinski verzichten, so dass Fynn Hucke im Tor durchspielte), die anschließend zu undiszipliniert im Rückraum agierten und oftmals ohne Vorbereitung die Angriffe abschlossen. Blass blieb bei seinem Einstand zudem der serbische Neuzugang Nenad Nedeljkovic, der offensichtlich zu viel wollte. „Das war offensichtlich der Schuss vor den Bug, den wir gebraucht haben“, ergänzte Redeker, dessen Mannschaft nach der Pause aus einem 15:18 zwar ein 18:18 machte, anschließend aber zu viele falsche Entscheidungen in der Offensive traf. Hatte Linkshänder Maurice Schirge im ersten Abschnitt noch sechs Mal getroffen, gelang ihm nach der Pause nur noch ein weiteres Tor. Bis zum 26:29 blieb man zwar dran, doch die Ahlener brachten den Auswärtssieg gekonnt nach Hause. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, weiß Sebastian Redeker, der vor allem Tobias Oevermann im Rückraum vermisste – der wird den ärztlichen Prognosen zufolge wohl erst gegen Ende des Jahres wieder vollständig belastbar sein. Da das nächste Auswärtsspiel des TuS Nettelstedt in Steinhagen verlegt worden ist, möchte Sebastian Redeker die kommenden Wochen nutzen, Neuzugang Nenad Nedeljkovic weiter zu integrieren. TuS Nettelstedt II: Hucke; Mündemann (2), Schmidt (1), Kruse (3), Nedeljkovic (3), Schirge (7), Krassort (1), Spreen (1), Thielking, Pohnke, Glöckner (3/1), Ames (n.e.), Byczynski (6). HSG Altenbeken/Buke – HSG Hüllhorst 26:16 (11:10). In der vergangenen Saison hatten die Schützlinge Lars Halstenbergs noch mit zehn Treffern Unterschied in Altenbeken gewonnen – dieses Mal musste man sich tief enttäuscht auf den Heimweg begeben. „Wir haben die Partie bis zur 42. Minute auf Augenhöhe bestritten. Was danach passiert ist, war einfach nur schlecht. Und zwar von jedem einzelnen Spieler“, fasste der Hüllhorster Trainer seine Empfindungen zusammen. In den restlichen 18 Minuten gelangen der HSG Hüllhorst nämlich nur noch zwei Treffer. „Fehler hat sich an Fehler gereiht, sowohl hinten als auch vorne. Da lief gar nichts mehr zusammen“, ergänzte Halstenberg, der anschließend ansehen musste, wie sein Team unter die Räder kam. Dabei hatten die Hüllhorster einen gelungen 5:2-Start hingelegt und bis zur 42. Minute deutete auch nichts auf eine so hohe Niederlage hin. Der in der Abwehrmitte aufgebotene Julian Hodde war schon früh mit zwei Zeitstrafen belegt, so dass er fast nur noch im Angriff eingesetzt werden konnte. Doch das wollte Lars Halstenberg nicht als alleinige Entschuldigung gelten lassen. Viel mehr ärgerten ihn die vollkommen unnötigen Ballverluste. „Wir haben in Überzahl den gegnerischen Abwehrspielern den Ball in die Hände gespielt“, war Lars Halstenberg über manche Aktion seiner Akteure geradezu entsetzt. HSG Hüllhorst: Schnute, Laroche; Meyer (1), Reichelt (3/1), Kleffmann (3), Tiemann, Budde, Blomenkamp, Wittkötter, Grabein, Heidenreich (2) Hodde (7/2).

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