Vize-Meister: Das Espelkamper Team der Herren 30 mit Gregoire Burquier (v.r.), Josselin Ouanna, Eric Prodon, Gunnar Hildebrand, Enrico Burzi, Tobias Löhbrink, Andreas Thivessen, Jan-Henrik Langhorst, Hadi Haschemi, Franz Stauder und Jörg Karau schloss bei der Endrunde in München als Zweiter ab. - © Gerth
Vize-Meister: Das Espelkamper Team der Herren 30 mit Gregoire Burquier (v.r.), Josselin Ouanna, Eric Prodon, Gunnar Hildebrand, Enrico Burzi, Tobias Löhbrink, Andreas Thivessen, Jan-Henrik Langhorst, Hadi Haschemi, Franz Stauder und Jörg Karau schloss bei der Endrunde in München als Zweiter ab. | © Gerth

Espelkamp Verletzung von Burquier macht dem Titelverteidiger einen Strich durch die Rechnung

Endrunde der Herren 30 in München: Ausfall des Franzosen vor dem Endspiel bedeutet für die Mannschaft von Teamchef Tobias Löhbrink einen Schock. So stehen die Espelkamper gegen den Favoriten TC Raadt auf verlorenem Posten

Andreas Gerth
02.09.2018 | Stand 02.09.2018, 21:51 Uhr

Eine Verletzung machte dem Titelverteidiger einen Strich durch die Rechnung. Ohne den angeschlagenen Franzosen Gregoire Burquier standen die Herren 30 des TV Espelkamp im Endspiel um die Deutsche Vereinsmeisterschaft gegen den Favoriten TC Raadt auf verlorenem Posten. Die Espelkamper, die im Vorjahr in Ratingen den Deutschen Meistertitel gewonnen hatten, wurden gestern bei der Endrunde in München entthront. Die Enttäuschung darüber hielt sich im Lager des TV Espelkamp jedoch in Grenzen. Zum einen hatte man wie im Vorjahr das Endspiel erreicht, zum anderen hatte man sich ohne den Franzosen Gregoire Burquier ohnehin keine große Chance gegen den stark besetzten TC Raadt ausgerechnet. Unter dem Strich steht für die Mannschaft von Teamchef Tobias Löhbrink ein hervorragender zweiter Platz. Den erneuten Sprung ins Endspiel hatten die Espelkamper am Samstag perfekt gemacht. In einer umkämpften und aufgrund des schlechten Wetters erst mit Verspätung begonnenen Partie setzte sich der Titelverteidiger mit 5:4 gegen Gastgeber Iphitos München durch. Gefeierter Spieler auf Seiten der Gäste war Eric Prodon, denn der schon seit vielen Jahren für den TVE spielende Franzose gewann sein Einzel mit 10:8 im Match-Tiebreak und holte damit den Zähler zur vorentscheidenden 4:2 Führung. Dabei lag Prodon im zweiten Satz schon mit 2:5 hinten, ehe er das Ruder noch herumriss. Zuvor hatten auch Josselin Ouanna, Gregoire Burquier sowie Franz Stauder ihre Matches siegreich gestalten können. Anschließend reichte somit ein gewonnenes Doppel durch Enrico Burzi und Andreas Thivessen, um den Halbfinalsieg perfekt zu machen. Der Schock für das Team folgte am nächsten Tag. Der am Handgelenk lädierte Gregoire Burquier winkte nach dem Einspielen ab – trotz Schmerztabletten war an einen Einsatz nicht zu denken. Somit fehlte den Espelkampern nicht nur die starke Nummer zwei (6:1 Einzelsiege in dieser Saison), sondern alle anderen Akteure mussten aufrücken. An sechs rutschte Jan-Henrik Langhorst ins Team. „Das war ein Schock für die Mannschaft und ein herber Dämpfer für die Stimmung“, berichtete Vereinsvorsitzender Hadi Haschemi, der mit nach München gereist war. Dort geriet Espelkamp im Endspiel schon nach der ersten Einzelrunde durch die Niederlagen von Prodon, Thivessen und Langhorst mit 0:3 in Rückstand. Der ebenfalls angeschlagene Franz Stauder (Rücken) unterlag zum 0:4. Josselin Ouanna konnte das Spitzeneinzel für sich entscheiden, doch mit der Niederlage von Enrico Burzi zum 1:5 war die Partie vorzeitig entschieden.

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