Antritt: Valentin Spohn (v.l.), Marian Orlowski, Kenji Hövels und Patryk Walczak beim Sprinttraining. - © Stefan Pollex
Antritt: Valentin Spohn (v.l.), Marian Orlowski, Kenji Hövels und Patryk Walczak beim Sprinttraining. | © Stefan Pollex

Lübbecke Der Name ist ein Zeichen

Erstligaabsteiger TuS N-Lübbecke, der gleich wieder hoch will, stellt seine neuen Spieler im Autohaus Sieg vor. „Unser Ziel ist der Wiederaufstieg, mit dieser Botschaft gehen wir offensiv um“, sagt Trainer Aaron Ziercke

Andreas Gerth

Sollte der Lateiner mit der Redensart Nomen est omen (der Name ist ein Zeichen) recht behalten, steht der TuS N-Lübbecke vor einer erfolgreichen Saison. Zur Vorstellung seiner neuen Spieler wählte der Handball-Zweitligist, der gleich wieder aufsteigen möchte, gestern Nachmittag das Autohaus Sieg. Dort redeten die Verantwortlichen des Erstligaabsteigers dann auch nicht lange um den heißen Brei. „Unser Ziel ist der Wiederaufstieg. Mit dieser Botschaft gehen wir offensiv und mutig nach vorn. Um das zu schaffen, müssen wir in der neuen Saison einen der ersten beiden Plätze belegen, und das muss bei jeder Trainingseinheit zu sehen sein“, machte Cheftrainer Aaron Ziercke zunächst mit Worten deutlich. Beim anschließenden öffentlichen Training in der Nettelstedter Sporthalle folgten für seine Spieler bei Sprints und Zirkeltraining dann auch schweißtreibende Taten. Ein kleiner Vorgeschmack auf eine Saison, in der die Lübbecker in eine andere Rolle schlüpfen. „Jeder Gegner wird gegen uns vom Spiel des Jahres sprechen, wir werden die Gejagten sein“, betont Aaron Ziercke. Gleichzeitig wird es für die in der vergangenen Saison oftmals enttäuschend auftretende Mannschaft darum gehen, verlorenen Kredit beim Zuschauer zurückzugewinnen. „Zurückzublicken auf das, was war, bringt uns nichts weiter. Die Vorfreude auf den Erfolg und das Ziel muss jetzt größer sein als die Angst vor dem Versagen“, meint Zlatko Feric. Der langjährige Teammanager möchte dorthin, wo der TuS N-Lübbecke vor zwei Jahren schon einmal war. „Die Stimmung und Euphorie aus dem Aufstiegsjahr wünsche ich mir wieder. Dafür aber müssen wir zunächst eine Vorleistung erbringen.“ In der Vorbereitung auf das erste Saisonspiel am 24. August gilt es eine neue Mannschaft zu formen. Aus den elf verbliebenen Spielern der Vorsaison und fünf Neuzugängen. „Wir haben einen sehr guten Kader beisammen“, legt sichZiercke fest. Ein Kader, der (Nomen est omen) Siege für den Aufstieg einspielen soll. Sieben Spieler haben den TuS N-Lübbecke verlassen, fünf Zugänge präsentierte der Verein gestern. Hier eine erste Vorstellung: PETER STROSACK Für den Rechtsaußen vom SC DHfK Leipzig wird gleich das erste Saisonspiel ein besonderes. Seine erste Station im Seniorenbereich hatte Strosack bei Auftaktgegner TSV Bayer Dormagen. „Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder in der ersten Liga zu spielen. Ich denke, dafür bin nicht nur ich zum TuS gekommen, sondern auch die anderen Neuzugänge“, sagt der gebürtige Schwarzwälder. MARIAN ORLOWSKI Der Lüdenscheider bringt wie Strosack Erfahrung aus der ersten Liga mit und soll in Lübbecke den linken Rückraum beleben. Dass er das Zeug dazu hat, stellte er in der vergangenen Saison mit zehn Treffern für Stuttgart im Spiel gegen den TuS unter Beweis. „Ich möchte mich schnell einleben und alles tun, damit wir als Mannschaft unsere Ziele erreichen“, sagt Orlowski. VALENTIN SPOHN In Balingen wurde der erst 21-jährige Rückraumspieler nicht glücklich. Da griffen die alten Kontakte zu Joel Birlehm und Moritz Schade. „Ich kenne die Liga ganz gut und hatte ja mit Leutershausen zweimal die Ehre, gegen Lübbecke zu verlieren“, lacht Spohn, der zu wissen scheint, wie man sich hierzulande Freunde macht. „Mit Lübbecke verbinde ich in Sachen Handball den Begriff Kämpferdorf.“ PATRYK WALCZAK Bogdan Wenta, Artur Siodmiak, S?awomir Szmal, Michal Jurecki – der 25-jährige Walczak setzt beim TuS die Tradition der polnischen Spieler fort. Noch gibt der Kreisläufer, der von Kielce an den französischen Erstligisten Massy Essonne ausgeliehen war und in Lübbecke eine wichtige Rolle im Abwehrverbund übernehmen soll, seine Antworten auf Englisch: „Ich freue mich in Deutschland und hier in Lübbecke zu sein.“ MATS GRZESINSKI Der im November 18 Jahre alt werdende Herner ergänzt den Kader als dritter Torhüter und spielt für die JSG NSM-Nettelstedt weiter. „Mein persönliches Ziel ist es, Einsatzzeiten zu bekommen und mich weiter zu entwickeln“, sagt Grzesinski, der auch beim Beachhandball eine gute Figur macht.

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