Geehrt: Das Juniorteam mit Charlotte Bosse, Maren Schmelz, Leara Martens, Merja Vahrenkamp, Nele Tomesch, Lea Eigenbrodt, Thea Hallmann sowie Mandy Rodenbohm und Pia Hubert. Foto: S. Steinkuhle - © aaaa
Geehrt: Das Juniorteam mit Charlotte Bosse, Maren Schmelz, Leara Martens, Merja Vahrenkamp, Nele Tomesch, Lea Eigenbrodt, Thea Hallmann sowie Mandy Rodenbohm und Pia Hubert. Foto: S. Steinkuhle | © aaaa

Stemwede Silber, Bronze und Fahrkarten für München

Die Westfälischen Juniormeisterschaften in Paderborn verliefen für die jungen Voltigierer des RuFV Wehdem-Oppendorf nicht fehlerlos, hielten aber ein großartiges Happy End bereit

Silber für das Juniorteam, Bronze an das Junior-Doppel und Fahrkarten für die Deutschen Jugendmeisterschaften in München-Riem: Die Westfälischen Juniormeisterschaften in Paderborn verliefen für die jungen Voltigierer des RuFV Wehdem-Oppendorf nicht fehlerlos, hielten aber ein großartiges Happy End bereit. Nachdem die Ü18-Voltigierer des RFV Wehdem-Oppendorf in Herford erfolgreich vorgelegt hatten, galt es nun für die jüngeren Aktiven des Stemweder Vereins in Paderborn nachzuziehen. Qualifiziert hatten sich neben dem ersten und zweiten Juniorteam das Junior-Doppelpaar mit Mandy Rosenbohm und Pia Hubert sowie Neele Angelbeck für die Juniortrophy. Nach dem tierärztlichen Check für die drei Pferde Rasputhin, Hendrikx und Lord Dancer konnte sich schon kurz darauf das erste Juniorteam mit Rasputhin an der Longe von Charlotte Bosse auf seinen Start vorbereiten. Sie zeigten eine gute Pflicht ohne große Patzer und verließen den Wettkampfzirkel zufrieden. Nicht so rund lief es für das zweite Juniorteam. Das sonst so zuverlässige Gruppenpferd Lord, an der Longe von Lisa Buck, zeigte Nerven und galoppierte zu schnell. Somit war es den Voltigieren nicht möglich, das gewohnte Niveau abzurufen und das Team verließ deutlich enttäuscht den Wettkampfzirkel. Nach dieser ersten Runde platzierte sich Team 1 auf Rang drei und Team 2 auf Rang sieben. Danach stand die erste Prüfung der Doppelvoltigierer auf dem Programm. Mandy Rosenbohm und Pia Hubert hatten mit zwei Siegen bei Qualifikationsturnieren die Teilnahme in Paderborn gesichert, in der Vorbereitung aber mit verschiedenen Verletzungen zu kämpfen gehabt. Trotz der ein oder anderen kleinen Unsicherheit konnten die beiden mit Hendrikx und Longenführerin Antje Döhnert eine gute Kür zeigen und platzierten sich nach dem ersten Umlauf auf dem Bronzerang. Nun ging es mit Spannung in die Teamküren. Das 1. Team begann wieder, doch trotz eines vorherigen Musikchecks harkte die Musik zum Thema der Gruppenkür, so dass die verschieden gesetzten Akzente zur Musik und deren Interpretation nicht auf den Punkt gezeigt werden konnten – auch wenn turnerisch eine gute Leistung geboten werden konnte, war das Team nicht zufrieden. Das zweite Oppendorfer Team hatte sich, nach der Enttäuschung in der Pflicht, fest vorgenommen, noch einmal anzugreifen, doch auch in diesem Umlauf zeigte sich Lord unzufrieden, so dass auch dieses Mal nicht das Optimum gezeigt werden konnte. Nach diesem Umlauf platzierte sich das 1. Team auf Platz 2 und das 2. Team auf Platz 7. In der Juniortrophy zeigen die Nachwuchstalente bis 13 Jahre ihr Können im Einzelvoltigieren. Für den heimischen Verein konnte sich Neele Angelbeck auf Lord Dancer mit Lisa Buck an der Longe qualifizieren. Auch in dieser Prüfung zeigte sich der braune Wallach nicht so routiniert wie sonst, doch die junge Voltigiererin aus dem Oppendorfer S-Team zeigte Nervenstärke und bot einen guten Durchgang. Auch in ihrer Holzpferdekür präsentierte sie ihr turnerisches Talent und beendete ihre erste Einzelmeisterschaft mit dem 12. Platz. Auch dem Juniorteam blieb ein Sturz im finalen Durchgang nicht erspart Am Sonntag, dem Finaltag, ging zunächst das Juniordoppelpaar an den Start. Motiviert vom Vortag wollten Mandy Rosenbohm und Pia Hubert an ihre Leistungen anknüpfen, doch durch eine etwas übermotivierte Handbewegung verloren die beiden den Halt und stürzten. Nach kurzem Durchatmen zeigten sie zur Musik von Peter Pan ein fehlerfreies Ende ihrer Kür, doch der Traum von einer erneuten Nominierung für die Deutschen Jugendmeisterschaften schien geplatzt. Auch dem ersten Juniorteam blieb ein Sturz im finalen Durchgang nicht erspart. Bei einem Absprung nach einer Kürübung verloren gleich zwei der drei Voltigierer den Halt und verließen ungeplant das Pferd. Auch sie turnten danach fast fehlerfrei weiter, doch auch sie waren sich ihrer Nominierung nicht mehr sicher. Umso größer war dann die Überraschung bei der Siegerehrung. Trotz des vierten Platzes im zweiten Umlauf konnten Mandy Rosenbohm und Pia Hubert ihren dritten Platz halten und wurden zudem, aufgrund ihrer sehr guten Leistungen bei den Qualifikationsturnieren, für die Deutsche Jugendmeisterschaft in München nominiert. Auch das Oppendorfer Juniorteam schaffte es, den Silberrang zu halten und wurde ebenfalls für die DJM nominiert, welche vom 6. bis 9. September auf der Olympia Reitanlage in München Riem ausgetragen werden und für die Stemweder sicherlich das Saison-Highlight bedeuten.

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