Wie ist es gelaufen?: Ergebnisse auslesen und vergleichen, Routenwahlen und Kartendetails diskutieren, Gesprächsanlass gibt es unter den Aktiven nach den Läufen immer. Foto: privat - © privat
Wie ist es gelaufen?: Ergebnisse auslesen und vergleichen, Routenwahlen und Kartendetails diskutieren, Gesprächsanlass gibt es unter den Aktiven nach den Läufen immer. Foto: privat | © privat

Lübbecke Mit Karte und Tempo durch den Mühlenkreis

Orientierungslauf: Lübbecker erhalten Lob und Zuspruch für Durchführung ihrer 5. SprintTour

Viel Zuspruch und Lob ernteten die Lübbecker Orientierungsläufer für ihre Jubiläumsveranstaltung, die 5. Mühlenkreis-SprintTour. Ein Wochenende mit vier Läufen in vier unterschiedlichen Geländetypen lockte wieder OL-Freunde dieses Wettkampftyps in den Mühlenkreis Minden-Lübbecke, wo es galt, bei höchstmöglichem Tempo relevante Informationen aus den Orientierungslauf-Karten zu entnehmen, um die kürzesten Routen und Anlaufmöglichkeiten zu erkennen. Aktive aus NRW, aber auch aus Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland waren am Start. Eine Orientierungsläuferin der US-amerikanischen Nationalmannschaft hatte diese vier Sprint-Läufe ebenso auf ihrem Vorbereitungsplan für die Weltmeisterschaften in Lettland wie der deutsche Nationalmannschaftsläufer Marvin Goericke aus Berlin. Traditionell wurden dabei zwei Etappen wieder in Lübbecke durchgeführt. Die Läufe in der Innenstadt erfreuen sich trotz mehrfacher Durchführung immer wieder großer Beliebtheit, bieten die Innenhöfe und Passagen doch hervorragende Möglichkeiten für technisch anspruchsvolle Bahnen. Ein völlig gegensätzliches Gelände hatten die Lübbecker Orientierungsläufer mit dem Lauf in der ‚Nordstadt’ zwischen Alsweder- und Rahdener Straße gewählt. Hier waren die Orientierungsaufgaben zwar einfach, dafür musste ein durchweg hohes Lauftempo beibehalten werden, um viele Punkte in der Gesamtwertung zu erlaufen – ein Umstand, der einige Läufer zu Fehlstempelungen verleitete. Die Läufe drei und vier organisierten die heimischen Orientierungsläufer ganz im Südosten des Mühlenkreises, in Porta Westfalica-Hausberge. Zwar liefen die Teilnehmer nicht direkt im Schatten, aber immerhin vis-a-vis des Kaiser-Wilhelm-Denkmals auf der östlichen Seite des Weserdurchbruchs zwischen Wiehen- und Wesergebirge. Die steil aufsteigenden Hänge in unmittelbarer Flussnähe prägen dieses Landschaftsbild, der Nahbereich und das Ortszentrum von Hausberge an der Porta Westfalica das Kartenbild. Der „Glockenbrink“ mit Siedlungs- und Waldanteilen und ein diffiziles Schulgelände stellten die Bedingungen der ersten Sprint- Etappe am Sonntag, die historische Altstadt mit vielen Treppenauf- und -abgängen und der angrenzende kleine Kurpark prägten die Schlussetappe. Routenwahlen und Feinorientierung wurde hier von den Aktiven gefordert. Und vielleicht hat sich dabei ja für manche Läufer die überraschende Sicht auf den Kaiser ergeben.

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