Sehenswerte Flugeinlage: Kenji Hövels im letzten Heimspiel gegen DJK Rimpar Wölfe, in dem der Spielmacher des TuS N-Lübbecke mit drei Treffern am deutlichen 29:17-Sieg beteiligt war. Jetzt bereitet sich der 23-Jährige auf das Spiel in Friesenheim vor. - © Oliver Krato
Sehenswerte Flugeinlage: Kenji Hövels im letzten Heimspiel gegen DJK Rimpar Wölfe, in dem der Spielmacher des TuS N-Lübbecke mit drei Treffern am deutlichen 29:17-Sieg beteiligt war. Jetzt bereitet sich der 23-Jährige auf das Spiel in Friesenheim vor. | © Oliver Krato

Lübbecke Hövels bereut nichts

Handball: Der Spielmacher des TuS N-Lübbecke fühlt sich in der neuen Umgebung pudelwohl und möchte sich stetig weiter entwickeln

Rainer Placke

Lübbecke. Nach dem Spitzenspiel gegen DJK Rimpar Wölfe gab es für die Spieler des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke vier freie Tage. Kenji Hövels, im Sommer vom HC Empor Rostock gekommener Mittelmann, nutzte die Zeit, um seine Eltern in Berlin zu besuchen. Dort ist der 23-Jährige im Stadtteil Lichterfelde groß geworden. Seit seinem sechsten Lebensjahr ("Mein Vater meinte damals, ich müsste mich bewegen") spielt er Handball. Zunächst beim BFC Preußen Berlin, dann bei den Füchsen Berlin, ehe er zwei Jahre lang in der 2. Liga in Rostock aktiv war. Vor Saisonbeginn entschloss er sich, seinem Trainer Aaron Ziercke nach Lübbecke zu folgen. "Ich muss erst gar nicht versuchen, über einen Doppelblock zu werfen" Und er hat es nicht bereut. "Mein Ziel war es, mich weiter zu entwickeln. Bisher läuft es ja ganz ordentlich", sagt Hövels nach den ersten vier Monaten in der neuen Umgebung. Dem 23-Jährigen, der in Espelkamp eine schöne Wohnung gefunden hat, gefallen verschiedene Dinge bei seinem neuen Arbeitgeber TuS N-Lübbecke. "Man spürt noch die erste Liga. Alle arbeiten an einem Ziel, so gut wie möglich abzuschneiden. Die Qualität der Mitspieler ist gestiegen, alles ist professioneller", listet Hövels die positiven Aspekte auf. Und mit dem bisherigen Saisonstart mit 17:3 Punkten könne man ebenfalls sehr zufrieden sein. Sein Trainer Aaron Ziercke hält große Stücke auf den 1,80 Meter großen Rückraumspieler. "Wir haben in Rostock gut zusammengearbeitet, auch dort hat sich Kenji gut entwickelt. Er passte sehr gut in das Anforderungsprofil, das wir in Lübbecke vor Serienstart hatten. Seine Dynamik und Spielsteuerung gefallen mir. Ich bin augenblicklich sehr zufrieden mit seiner Entwicklung", sagt Ziercke. Hövels selbst sieht noch Möglichkeiten sich zu verbessern. "Als Mittelmann muss ich in bestimmten Szenen noch ein besseres Gefühl für die jeweilige Situation bekommen. Das hängt aber auch mit Erfahrung zusammen, und die muss ich noch sammeln", weiß er. "Außerdem muss ich in manchen Situationen bessere Entscheidungen treffen, an dem Timing muss ich mich arbeiten", ergänzt Hövels, der in den kommenden Monaten seine "Stärken stärken möchte". Aber er kennt auch seine Grenzen. "Ich muss erst gar nicht versuchen, über einen Doppelblock zu werfen", scherzt der 23-Jährige. Wie viel er inzwischen gelernt hat, kann Kenji Hövels am Mittwochabend ab 19.30 Uhr unter Beweis stellen, wenn der TuS N-Lübbecke bei der TSG Friesenheim in Ludwigshafen anzutreten hat. Die TSG Friesenheim startete zunächst mit 8:0 Punkten in die Saison, kassierte anschließend allerdings drei Niederlagen in Leutershausen, in Bietigheim und in Eisenach, um sich danach wieder zu stabilisieren. "Wir werden eine Top-Leistung benötigen, um dort zu bestehen", betont Aaron Ziercke vor dem schweren Auswärtsspiel. Dabei soll auch Kenji Hövels mit seiner Dynamik und Spielsteuerung beitragen, dann wäre der nächste Entwicklungsschritt getan.

realisiert durch evolver group