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Jasmin Gojacic, Sportlehrer an der Verbundschule Hille und Trainer des Handball-Landesligisten HCE Bad Oeynhausen. - © Jürgen Krüger
Jasmin Gojacic, Sportlehrer an der Verbundschule Hille und Trainer des Handball-Landesligisten HCE Bad Oeynhausen. | © Jürgen Krüger

Bad Oeynhausen Kindheit im Krieg: Wie ein Sportlehrer in Deutschland sein Glück findet

Jasmin Gojacic übersteht die Jugoslawien-Kriege. Er flieht mit 13, kehrt aber zurück. Heute lebt und arbeitet er im Mühlenkreis.

Jürgen Krüger
24.12.2019 | Stand 25.12.2019, 14:17 Uhr

Bad Oeynhausen. Kladanj ist ein Ort in Bosnien und Herzegowina. Als das heutige Staatsgebiet noch zum kommunistischen Jugoslawien gehört, wagt in dieser Kleinstadt mit rund 13.000 Einwohnern Jasmin Gojacic seine ersten Schritte. „Für uns Kinder war das Leben im Kommunismus ein Paradies", sagt der 1977 geborene Sportlehrer, der an der Verbundschule Hille unterrichtet und die Handball-Landesligamannschaft des HCE Bad Oeynhausen trainiert. „Wir hatten alles, was Kinder brauchen. Das Leben spielte sich draußen ab. Es war immer jemand zum Spielen da." Doch mit Beginn der Jugoslawien-Kriege ändert sich diese Idylle, und zwar schleichend. „Wir alle haben geahnt, dass der Krieg auch in unsere Stadt kommt." Damals ist er gerade einmal 13 Jahre alt und weiß nicht, was ihn erwartet.

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