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Die Oerlinghauser Volleyball-Herren: Cornelius Fast (h.v.l.), Dennis Loboda, John Berg, Leon Henschel, Sven Bartusch, Kevin Berg, Nico Klippenstein (v.v.l.), Arthur Rempel, Lukas Hersch, Julian Henschel, Alex Henschel schaffen in der Saison 2018/19 den Aufstieg in die Landesliga. - © Stefan Welzel
Die Oerlinghauser Volleyball-Herren: Cornelius Fast (h.v.l.), Dennis Loboda, John Berg, Leon Henschel, Sven Bartusch, Kevin Berg, Nico Klippenstein (v.v.l.), Arthur Rempel, Lukas Hersch, Julian Henschel, Alex Henschel schaffen in der Saison 2018/19 den Aufstieg in die Landesliga. | © Stefan Welzel

Oerlinghauser Volleyballer schlagen wieder auf

Seit dem vergangenen Jahr stellt der TSV Oerlinghausen wieder eine Volleyball-Herrenmannschaft. In der ersten Saison gelingt gleich der Aufstieg in die Landesliga.

Sebastian Beeg
24.04.2019 | Stand 23.04.2019, 17:54 Uhr

Oerlinghausen. Zwei Jahre wurde beim TSV Oerlinghausen nicht mehr gepritscht, geschmettert und geblockt. Seit Mitte der 1980er Jahre wurde in der Bergstadt Volleyball gespielt. Die erste Damenmannschaft, die sich vor etwa zehn Jahren auflöste, spielte zuletzt in der Bezirksklasse. Die erste Herrenmannschaft arbeitete sich, nachdem das Team mehrere Jahre nicht am Spielbetrieb teilgenommen hatte, seit 2003 von der Kreisliga bis in die Verbandsliga vor. Nach der Saison 2015/16 löste sich auch diese Mannschaft auf. Dabei hatte das Team just in dieser Spielzeit den Aufstieg in die Oberliga, die fünfthöchste Spielklasse im deutschen Volleyball, perfekt gemacht. „Es stand die Frage im Raum, ob es nach dem Aufstieg weitergehen soll. Die Mannschaft hat sich dann aus Zeitgründen aber dagegen entschieden“, sagt Stefan Welzel, der die Volleyballer beim TSV Oerlinghausen als Abteilungsleiter betreut. Knapp zwei Jahre ruhte der Volleyball beim TSV Oerlinghausen, ehe man einen Neustart wagte. Arthur Rempel, der in der Saison 2017/18 noch die Damenmannschaft beim VfB Schloß Holte trainierte, und Alexander Henschel, in der Verbandsliga-Mannschaft bereits als Zuspieler aktiv, waren hierbei die treibenden Kräfte. »Team hat in der Saison zueinander gefunden« „Beide haben ihre Freundes- und Bekanntenkreise abgegrast und hatten schnell zehn Spieler zusammen“, sagt Welzel. Ein halbes Jahr probierte sich die neuformierte Mannschaft aus, ehe das Team um Rempel und Henschel den nächsten Schritt wagte. Hochmotiviert starteten die Oerlinghauser im vergangenen September in den Spielbetrieb der Bezirksliga 15. „Es wollten alle. Da musste man keinem hinterherlaufen.“ Allerdings stand der TSV vor einer großen Herausforderung. „Der Kader besteht aus erfahrenen und unerfahrenen Spielern. Arthur Rempel musste die Mannschaft nun auf ein Niveau bringen, sowohl die Erfahrenen als auch die Newcomer, auch, weil er taktisch spielen lassen wollte. Denn das Schlagen und Pritschen erfordern Routine und Kenntnis vom Spiel.“ Vor diesem Hintergrund ging es für die Bergstädter mit Ungewissheit ins erste Saisonspiel gegen den SC Halle II. „Wir wussten nicht, wo wir standen, und Halle war zu diesem Zeitpunkt sehr stark“, erinnert sich Welzel, dessen Team eine 0:3-Auftaktniederlage hinnehmen musste. Danach ging es für die Oerlinghauser aber Schlag auf Schlag. An den folgenden Spieltagen fuhr der TSV bis zum Jahresende vier deutliche Siege ein. „Hin und wieder haben wir einen Satz abgegeben. Nach dem Sieg gegen die Bielefelder TG hat sich die Mannschaft gesagt: Daraus kann was werden.“ Planungen für die kommende Saison laufen Und tatsächlich setzte der TSV seinen Siegeszug fort, war am letzten Spieltag jedoch auf Schützenhilfe angewiesen. Während die Bergstädter selbst spielfrei hatten, besiegte die Bielefelder TG im Spitzenspiel den SC Halle II mit 3:1. Damit hielt der TSV die Tabellenspitze, feierte Meisterschaft und Aufstieg. „Offen gestanden war ich von dem Aufstieg etwas überrascht, aber das nehmen wir natürlich gerne mit. Das Team hat in der Saison zueinander gefunden. Es steckt großes Potential in der Mannschaft. Vor allem die jüngeren Spieler haben Lunte gerochen. Ich finde es toll, dass in Oerlinghausen wieder Volleyball gespielt wird. Leider sieht es momentan nicht danach aus, dass in absehbarer Zeit eine Frauenmannschaft aufgestellt wird“, sagt Welzel, der jetzt schon für die kommende Saison plant. „Das Ziel ist es, in der Landesliga erst einmal stabil im Mittelfeld zu spielen und dann in der übernächsten Saison oben anzugreifen. Aktiv werden wir keine neuen Spieler suchen. Mal sehen, wer zu uns stößt.“

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